Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/akademien/2010/16_es_verab/index.html, Stand 13. Feb. 2012
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Mit einem Festakt wurde am Freitag, 16. Juli, Hans-Peter Buggermann, der Vorstandsvorsitzende der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen und langjährige Direktor des Esslinger Standorts der Landesakademie, in den Ruhestand verabschiedet.
Mit Hans-Peter Buggermann ist die Entwicklung der Lehrerfortbildung in Baden-Württemberg, insbesondere die für die Lehrerinnen und Lehrer der beruflichen Schulen, ganz eng verbunden. Ministerialdirektor Wolfgang Fröhlich vom Kultusministerium bezeichnete Hans-Peter Bugggermann in seiner Verabschiedungsrede als "Motor der Fortbildung für Lehrkräfte an beruflichen Schulen" und die Akademie in Esslingen, an deren Gestaltung Hans-Peter Buggermann maßgeblich beteiligt war, als "guten und schönen Ort des Lernens, des lebenslangen Weiterlernens".
Hans-Peter Buggermann wurde von Ministerialdirektor Wolfgang Fröhlich in den Ruhestand verabschiedet.
Zum Festakt kamen über 180 Gäste in die Landesakademie, um Hans-Peter Buggermann in den Ruhestand zu verabschieden. Darunter waren auch Staatsminister Helmut Rau, die Landtagsvizepräsidentin Christa Vossschulte, viele Vertreterinnen und Vertreter des Kultusministeriums, der Regierungspräsidien, der Seminare für Didaktik und Lehrerbildung sowie zahlreiche Schulleiterinnen und Schulleiter aus ganz Baden-Württemberg. Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und Direktor des Landesakademie-Standortes Comburg, Hans-Reiner Soppa, würdigte Ministerialdirigent Wolfgang Fröhlich die Verdienste von Hans-Peter Buggermann, ließ die Geschichte der Landesakademie Revue passieren und dankte Hans-Peter Buggermann für seine großen Verdienste für die Lehrerfortbildung im Land.
Über 180 Gäste kamen, um Hans-Peter Buggermann in den Ruhestand zu verabschieden.
Die Schulband des Wirtschaftsgymnasiums Böblingen begeisterte die Festgäste mit ihrem musikalischen Programm.
1991, also vor fast 20 Jahren, übernahm Hans-Peter Buggermann die Leitung der Staatlichen Akademie für Lehrerfortbildung Wirtschaft und Technik und damit, wie er in seinen Worten zum Abschied bemerkte, "eine der schönsten Aufgaben, die der Bildungsbereich zu bieten hat". 1997 erfolgte dann der Umzug in die neu gebauten, attraktiven Räume in der Steinbeisstraße 1. "Der Standort, der Baustil und das Raumkonzept, das alles atmet Ihren Geist", bemerkte Ministerialdirigent Wolfgang Fröhlich in seiner Ansprache.
Im Jahr 2004 wurden die damals noch vier Standorte der Landesakademie, Esslingen, Calw, Donaueschingen und Bad Wildbad, unter einem Dach zur Landesakademie zusammengeführt und Hans-Peter Buggermann zum Vorstandsvorsitzenden und ersten Direktor bestellt.
"Modellierungen der Organisation Schule": Professor Hermann G. Ebner von der Universität Mannheim hielt den Festvortrag.
Ministerialdirektor Wolfgang Fröhlich bei seiner Rede in der Landesakademie.
Begonnen hatte die berufliche Laufbahn von Hans-Peter Buggermann nach der Mittleren Reife mit einer Speditionskaufmannslehre. Nach einem BWL-Studium an der Deutschen Angestelltenakademie in Großhansdorf folgte dann das Studium der Wirtschaftspädagogik an der Universität Nürnberg mit dem Abschluss als Diplom-Handelslehrer. Nach mehrjähriger Lehrtätigkeit wurde Hans-Peter Buggermann 1983 an das Kultusministerium abgeordnet und schließlich 1991 zum Direktor der Staatlichen Akademie für Lehrerfortbildung Esslingen bestellt.
Unter seiner Leitung entwickelte sich die Einrichtung zu einer hoch gelobten und über die Grenzen des Landes hinaus bekannten Fortbildungsstätte, die eng mit den Kammern und den Unternehmen in der Region zusammenarbeitet. Rund 9300 Lehrerinnen und Lehrer besuchten im Jahr 2009 eine mehrtägige Fortbildung in der Esslinger Akademie und seien, so Wolfgang Fröhlich in seiner Rede, mit dem Lehrgangsangebot überaus zufrieden. Seit der Gründung der Akademie 1991 hätten sich, so Fröhlich, rund 120 000 Pädagogen in Esslingen wissenschaftlich und technisch sowie methodisch-didaktisch weitergebildet.
Hans-Peter Buggermann bei seinen "Worten zum Abschied".
Abschied vom BLV: Die Vertreterinnen und Vertreter des BLV überbrachten ein Geschenk und dankten Hans-Peter Buggermann für die langjährige gute Zusammenarbeit.
In seinen Worten zum Abschied dankte Hans-Peter Buggermann den vielen Weggefährten für die gute und fruchtbare Zusammenarbeit und ließ die Meilensteine in der Entwicklung der beruflichen Lehrerfortbildung im Land Revue passieren. Ob erste EDV-Lehrgänge, Handlungsorientierung im Unterricht, Lernfeldunterricht oder die Fortbildungsreihe "Fortbildung für Fortbildner" - an der Landesakademie entstanden viele wegweisende Fortbildungskonzeptionen, die halfen und helfen, den Unterricht an beruflichen Schulen im Land weiter zu optimieren. "Fort- und Weiterbildung ist der Dreh- und Angelpunkt für die Entwicklung des Bildungssystems, Lehrerinnen und Lehrer müssen ihre Rolle vom Wissens- zum Lernexperten erweitern", meinte Hans-Peter Buggermann abschließend. Sehr am Herzen lag Hans-Peter Buggermann über all die Jahre auch der Austausch und die intensive Zusammenarbeit mit Partnern im In- und Ausland. Ob internationale Schulleiterseminare, der regelmäßige Austausch mit der Sächsichen Akademie für Lehrerfortbildung oder auch die Gründung der Akademie der Beruflichen Bildung mit Frankreich, die ihren Sitz an der Landesakademie hat: Immer war der berühmte Blick über den Tellerrand befruchtender Bestandteil der Arbeit von Hans-Peter Buggermann.
Sehr intensiv arbeitete die Landesakademie in den vergangenen Jahren auch im Bereich der internationalen Lehrerfortbildung, die der Akademie in Zeiten knapper Kassen immer wichtiger werdende Zusatzeinnahmen einbringt, die helfen, das Angebot der Lehrerfortbildung in Baden-Württemberg weiter zu stärken und den Staatshaushalt zu entlasten. So haben schon Lehrerinnen und Lehrer sowie Ausbilderinnen und Ausbilder aus vielen Ländern, darunter Athiopien, Brasilien, China, Israel oder Vietnam an der Landesakademie moderne Unterrichtsmethodik und -didaktik kennen gelernt und sich fachlich weitergebildet. Dass die Kultusverwaltungen dieser Länder bereit seien, für die Fortbildungen marktübliche Preise zu bezahlen spreche für die Qualiät der Landesakademie-Produkte, so Ministerialdirektor Wolfgang Fröhlich in seiner Rede.
Elisabeth Moser erhielt von Ministerialdirektor Wolfgang Fröhlich ihre Ernennungsurkunde zur Direktorin des Esslinger Landesakademiestandorts.
Neue Leiterin des Esslinger Standorts der Landesakademie ist Elisabeth Moser, die an diesem Tag aus den Händen von Ministerialdirektor Wolfgang Fröhlich ihre Ernennungsurkunde erhielt.
Elisabeth Moser leitet seit 2004 die Robert-Bosch-Schule in Stuttgart, zuvor war sie von 1996 bis 2002 beim damaligen Oberschulamt Stuttgart und von 2002 bis 2004 beim Kultusministerium unter anderem mit Aufgaben in der Lehrerfortbildung betraut.
Schlüsselübergabe: Elisabeth Moser erhielt von Hans-Peter Buggermann den "Schlüssel zur Akademie".
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