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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/akademien/2010/18_com_kumi/index.html, Stand 17. Jan. 2017

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Kultusministerin Prof. Dr. Marion Schick besucht neu ernannte Schulleiterinnen und Schulleiter in ihrer Einführungsfortbildung auf der Comburg

„Schule muss sich den Veränderungen in Gesellschaft und Wirtschaft stellen und sich stets neuen Herausforderungen anpassen. Zur Verwirklichung dieses Anspruchs bedarf es engagierter und kompetenter Lehrkräfte und einer Schulleitung, die ihre verantwortungsvolle Aufgabe und Rolle in einem umfassenden Sinne versteht. Deshalb müssen wir Schulleiterinnen und Schulleiter und vor allem solche, die es werden wollen, fundiert auf ihre anspruchsvolle und vielseitige Aufgabe vorbereiten“, erklärte Kultusministerin Marion Schick im Rahmen ihres Besuchs an der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen auf der Comburg am Dienstag, 3. August 2010.

„Schulleiterinnen und Schulleiter sind die zentralen Führungskräfte im Bildungsbereich. Die Arbeit ist anspruchsvoller denn je, bietet aber zugleich auch viel Gestaltungsspielraum. Die Schulleiterinnen und Schulleiter beeinflussen maßgeblich die Motivation der Lehrkräfte, die Schulentwicklung und damit auch den Erfolg einer Schule und der Schülerinnen und Schüler.“ Als eine wesentliche Leistung guter Führung stellte sie die Fähigkeit heraus, Problemlagen wahrzunehmen und offensiv anzugehen, Gesprächspartner mit ihren Sorgen wie beispielsweise bei der Umsetzung des G8 in den Gymnasien ernst zu nehmen. Deshalb habe sie auch die Regierungspräsidien beauftragt, hierzu eine Ist-Stands-Erhebung durchzuführen, um auf Grundlage der gesammelten Erfahrungen ggf. nachsteuern zu können.

Bei ihrem Besuch im Kaisersaal auf der Comburg signalisiert Kultusministerin Marion Schick Offenheit und legt für das Gespräch mit den neu bestellten Schulleiterinnen und Schulleitern ihr Jackett ab. (Foto: Hans Kumpf)
Bei ihrem Besuch im Kaisersaal auf der Comburg signalisiert Kultusministerin Marion Schick Offenheit und legt für das Gespräch mit den neu bestellten Schulleiterinnen und Schulleitern ihr Jackett ab. (Foto: Hans Kumpf)

Nach kurzem einführendem Statement suchte Kultusministerin Marion Schick im Kreis der Schulleiter/innen das direkte Gespräch und betonte, sie sehe ihre Rolle bei diesem Besuch nicht darin, zu Lehrgängen an der Landesakademie zu reden, sondern vielmehr darin, mit den anwesenden Personen zu sprechen und ihre Anliegen ernst zu nehmen.
Auf die Stellung und Ausstattung der Realschule angesprochen, attestierte die Ministerin dieser Schulart "hocheffizientes Arbeiten" sowie die Anerkennung als eigenständigen Bildungsweg mit vielfältigen Anschlussmöglichkeiten. Die beständige erfolgreiche Arbeit der Realschule berge die Gefahr, dass sie dadurch in der öffentlichen Schuldiskussion nicht angemessen wahrgenommen werde.

Zur Problematik der "Inklusion" äußerte die Ministerin die klare Erwartung an die Schulen, dass sie sich diesem Thema öffnen und dass die Sonderpädagogik an Bedeutung gewinnen werde, aber nicht an den Ort gebunden sein werde.

In der ersten Sommerferienwoche werden am Standort Comburg der Landesakademie drei parallele Kurse mit jeweils 20 neu ernannten Schulleiterinnen und Schulleitern und am Standort Bad Wildbad zwei weitere Lehrgänge durchgeführt. Das verpflichtende Qualifikationsangebot umfasst Themen wie moderne Führungskonzepte, Personalführung, Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie Projektmanagement. „Ein zeitgemäßes Berufsbild von Schulleitung beinhaltet ein breites Spektrum von Leitungsaufgaben, von pädagogischen über administrativ-organisatorischen bis hin zu repräsentativen Aufgaben“, erläuterte die Ministerin. Zentrale Aufgabe müsse es sein, eine Schul- und Unterrichtskultur zu fördern, die optimale Lernbedingungen schaffe. Deshalb sei Führung durch die Schulleitung mehr als nur „Leitung“ im klassischen Sinne. „Dazu zählt auch die Fähigkeit, Potenziale der Lehrkräfte zu erkennen, einzusetzen und gezielt zu fördern. Ebenso müssen zusammen mit dem Kollegium passende Konzepte zu curricularen, methodischen, pädagogischen und organisatorischen Fragen entwickelt sowie die Reflexion und Evaluation der pädagogischen Praxis sichergestellt werden.“

Die Ministerin im lebendigen Gespräch mit den neuen Schulleiterinnen und Schulleitern der Einführungsfortbildung. (Foto: Hans Kumpf)
Die Ministerin im lebendigen Gespräch mit den neuen Schulleiterinnen und Schulleitern der Einführungsfortbildung. (Foto: Hans Kumpf)

Grundstruktur der Einführungsfortbildung:

Im Rahmen der dreiwöchigen Einführungsfortbildung werden die Führungskräfte in ihren ersten beiden Dienstjahren in fünf Modulen an der Landesakademie qualifiziert. Das erste Modul - eine Einführungswoche in die Aufgaben der Schulleitung - wird in der Regel vor Dienstantritt in der ersten Woche der Sommerferien besucht. Das zweite Modul - Beraten und Beurteilen von Unterricht (2 ½ Tage) - wird innerhalb eines halben Jahres nach Dienstantritt und die verbleibenden drei Module - Qualitätsmanagement und Evaluation, Personalentwicklung im Rahmen der Organisationsentwicklung, Teambildung im Rahmen der Schulentwicklung, jeweils im Umfang von 2 ½ Tagen - werden in der verbleibenden Zeit der ersten beiden Dienstjahre besucht.

Ergänzt wird das zentrale Qualifizierungsangebot der Landesakademie durch zwei regionale Fortbildungstage zu Themen des Schul-, Eltern- und Beamtenrechts. Diese Veranstaltungen werden für neu ernannte Schulleiterinnen und Schulleiter in ihrem ersten Dienstjahr an jedem der vier Regierungspräsidien unter der Leitung erfahrener Juristinnen und Juristen der Schulaufsichtsbehörden durchgeführt.

Über die Einführungsfortbildung hinaus steht Schulleiterinnen und Schulleitern, ihren Stellvertreter/innen sowie den Abteilungsleiter/innen an Gymnasien, Beruflichen Schulen und Heimsonderschulen das Angebot der berufsbegleitenden Führungsfortbildung an der Landesakademie offen. Hier werden derzeit in jährlich weiteren ca. 70 Veranstaltungen an der Landesakademie 1.400 Personen, die in der Schulleitung tätig sind, weiterqualifiziert. Diese Lehrgänge decken sowohl Fragen der Schul- und Organisationsentwicklung als auch Fragen der Führungspraxis im Schulalltag ab.

Damit zukünftig eine größere Anzahl von Bewerberinnen und Bewerbern für Schulleitungsstellen eine entsprechende Vorqualifizierung vorweisen kann, wurde seit 2008 eine dritte Säule der Führungskräfteentwicklung entwickelt. Seit Juli 2009/10 werden dabei Orientierungs- und Vorbereitungsseminare für Lehrkräfte angeboten, die sich für solche Aufgaben interessieren.

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Letzte Änderung: 05.08.2010