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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/akademien/2010/28_bwb_lab/index.html, Stand 17. Jan. 2017

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Große Freude über die "Nobel-Labore"

"Heute ist ein Tag des Beschenktwerdens", freute sich Helmut Nagel, Direktor der Landesakademie Bad Wildbad, vor vielen geladenen Gästen. Die Landesakademie erhielt nämlich fünf neue Laborräume für Naturwissenschaften und Technik. Deren perfekte Ausstattung wurde mit einer Spende von 300.000 Euro von der Klaus Tschira Stiftung, gemeinnützige GmbH, finanziert. Die Einweihung dieser nach deutschen Nobelpreisträgern der vergangenen 15 Jahre benannten "Nobel-Labore", so Nagel, erweitere das Angebot an Fortbildungsmaßnahmen an der Akademie auf ideale Weise. Die baulichen Maßnahmen mit Kosten von etwa 100.000 Euro erfolgten durch das Land, während die gesamte Ausstattung "gestiftet" wurde. Georg Wacker, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg, übermittelte die Grüße der wegen anderer Termine verhinderten Ministerin Marion Schick und dankte dem anwesenden Klaus Tschira, Vorsitzender der von ihm gegründeten Stiftung, für die Einrichtung der Labore.

Foto: Im Theodor-Hänsch-Labor: Sicherheitsbeauftragter Manfred Piendl, Georg Wacker und Klaus Tschira (von links).
Foto: Im Theodor-Hänsch-Labor: Sicherheitsbeauftragter Manfred Piendl, Georg Wacker und Klaus Tschira (von links).

In den nächsten Jahren, so Wacker, würden jährlich 45.000 Fachleute im naturwissenschaftlichen Bereich benötigt, um die ausscheidenden Kräfte zu ersetzen. Der MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) müsse in den Schulen weiterhin kontinuierlich gestärkt werden, damit der naturwissenschaftliche Funke auf möglichst viele Schüler überspringe.

"Erfreulicherweise hat sich die Einstellung vor allem der Gymnasien gegenüber den MINT-Fächern geändert", betonte Tschira. Schließlich sei die Einführung des Fachbereichs NwT (Naturwissenschaften, Technik) ein richtiger Schritt zum Wecken des Interesses an Technik. Man könne nie früh genug damit anfangen, Kinder für Natur und Technik zu interessieren. Der Kapazitätserweiterung der Landesakademie wünschte er, dass dadurch mehr junge Menschen in naturwissenschaftliche Berufe kommen.

Fast philosophische Gedanken hatte Ulrike Greenway, Akademiereferentin für allgemeinbildende Gymnasien, Naturwissenschaftlerin aus Leidenschaft und Fachberaterin für Biologie und Chemie. Sie bezeichnete die Landesakademie als eine Station, von der die Lehrgangsteilnehmer stets etwas für ihre eigene Lehrertätigkeit mitnehmen könnten. Für sie sei die Einrichtung der "Nobel-Labore" eine kaum zu beschreibende Freude, wofür sie sich bei allen, vor allem bei Klaus Tschira besonders bedankte.

Die fünf Labore sind auf drei Gebäude verteilt. Im Hauptgebäude befindet sich das Christiane-Nüsslein-Vollhard-Labor (Nobelpreis 1995 für Physiologie), das mit einem Medienflügel zur Versorgung mit Gas, Wasser und Strom, Highspeed-Internetzugang, interaktivem Whiteboard sowie modernster Seminartechnik ausgestattet ist. Das Theodor-Hänsch-Labor (Nobelpreis 2005 für Physik) im Erdgeschoss des Nebengebäudes hat eine komplette Ausstattung für Metall-, Elektro- und Holzarbeiten. Das Harald-zur-Hausen-Labor (Nobelpreis 2008 für Medizin) und das Gerhard-Ertl-Labor (Nobelpreis 2007 für Chemie) sind Vorbereitungsräume für Referenten und naturwissenschaftliche Gruppenarbeit mit Computerplätzen. Das Günter-Blobel-Labor (Nobelpreis 1999 für Physiologie) wird als Basisstation für Referenten genutzt.

Bei einem Rundgang hatten die geladenen Gäste die Möglichkeit, alle neuen Labore kennenzulernen, wobei Klaus Tschira und Kultus-Staatssekretär Wacker einen gemeinsamen erfolgreichen physikalischen Versuch unternahmen: beim Zusammenschütten von zwei wasserklaren Flüssigkeiten entstand eine violette Färbung.

Bürgermeisterstellvertreter Jochen Borg dankte abschließend im Namen der Stadt besonders Klaus Tschira für die außergewöhnliche Spende zur Ausstattung dieser naturwissenschaftlichen Räume, sein Dank galt aber auch dem Land für das Zusammenlegen der beiden früheren Akademiestandorte Donaueschingen und Calw in Bad Wildbad.

Bereits in der kommenden Woche werden mit etwa 40 Fachberatern für Physik die neuen Labore beim ersten naturwissenschaftlichen Lehrgang an der Landesakademie in Betrieb genommen.

Text und Fotos: Götz Bechtle

 

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Letzte Änderung: 26.09.2014