Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/akademien/2011/01_bwb_msg/index.html, Stand 20. Jun. 2013
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Ein außergewöhnlicher Lehrgang für Ausbilder(innen) an GWRHS-Seminaren unter Leitung der Seminarschulräte Jürgen Tille-Koch (Schwäbisch Gmünd) und Karl-Anton Schnitzer (Albstadt) fand im Januar an der Landesakademie Bad Wildbad statt.
In der wissenschaftlich fundierten und motivierenden Einführung unterstrich Prof. Dr. Kaspar Spinner (Uni Augsburg) die Bedeutung der ästhetischen Bildung in Schule und Unterricht für die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Für ihn gehört ästhetisches Wahrnehmen und Gestalten zur anthropologischen Grundausstattung des Menschen und ist damit wichtiger Bestandteil allgemeiner Bildung. Unter dem Motto „Ich sehe was, was du (noch) nicht siehst,“ regte Prof. Spinner die Teilnehmer mit kreativen Aufgaben zu aufmerksamer Wahrnehmung an.
Auf diesem Hintergrund setzten die Ausbilder das vom Leitungsteam gegebene Thema „Sei doch keine Flasche!“ um. Sie entwickelten unter Berücksichtigung eigener Stärken und Kompetenzen faszinierende Präsentationen, zu denen auch Mitarbeiter und andere Kursteilnehmer eingeladen waren.
Im Computerraum entstand eine unglaubliche Installation: PC´s zeigten im „Surrounding System“ Szenen mit Flaschen, auf der Leinwand wurden Interviews mit Stimmen aus dem Volk eingeblendet, ausgelegte Texte luden zum Lesen ein und aufgehängte Karten mit Momenteindrücken gaben Anstöße zum Nachdenken.
In einer weiteren Präsentation wurde von einer abhängenden „Schüler“-Gruppe in ihrer „coolen“ und „affentittengeilen“ Sprache ein Bild entwickelt: Die auf ein Plakat übertragenen Konturen herumliegender Flaschen bekamen durch Farben ein „geiles“ Eigenleben und zeigten den Weg in eine kreative und bunte Welt. Zitat: „Boh, sind wir cool, eh.“
Natürlich zeigte auch die Musik ihre Möglichkeiten, Kreativität frei zu setzen und individuelles Können im Team zu einem Ganzen werden zu lassen. Rhythmische Improvisationen mit Flaschen weckten Lust zum Mitmachen, die Schüler zeigten ihrem Lehrer, wozu die von ihm so bezeichneten Flaschen in der Lage sind. Eine außergewöhnliche Gestaltung erfuhr dann der Police-Song „Message in a bottle“. In einer Performance mit Live-Musik, Choreografie, Bewegung und Rhythmus wurde die Botschaft deutlich: „Wir sind wer, wir können etwas – und wir sind stolz darauf!“
Die Bilder geben einen Einblick in die motivierte, motivierende und lustbetonte Arbeit in diesen drei Tagen.
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