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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/akademien/2016/12_bwb/, Stand 17. Jan. 2017

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Education for…democracy?


Zum vierten Mal fand die “Round Table Debate” im Rahmen des Pestalozzi Programmes des Europarats, der “Summer School”, in Bad Wildbad statt

Flaggen des EuroparatsIn Zusammenarbeit mit dem Pestalozzi Programme bietet der Standort Bad Wildbad von 25. Juni bis 04. Juli 2016 eine Summer School unter dem Titel "Diversity of learners and diversity of teachers: learning together for a better future" an. Das Programm richtet sich an Lehrkräfte und Schulleitungen aller 50 Mitgliedsstaaten des Europarats.

Ziele der diesjährigen Summer School sind u.a. Lehrkräfte, Schulleitungen und Fortbildner aus 30 Nationen in einen Dialog zu bringen, von- und miteinander zum Thema “Diversity” zu lernen, die persönliche interkulturelle Kompetenz weiterzuentwickeln, demokratische Mitbeteiligung aufzuzeigen und zu stärken, Vorstellungen einer gewaltfreien Bildung und Erziehung zu vermitteln und aus der Geschichte für eine friedvolle Zukunft zu lernen.

Im Rahmen des zehntägigen Lehrgangs, an dem auch deutsche Lehrkräfte teilnehmen, fand am Mittwochabend, 29.06.2016 mit der sogenannten “Round Table Debate” der Höhepunkt der Summer School in Bad Wildbad statt. Unter Moderation von Akademiereferentin Claudia Steinkopf diskutierten Experten mit den Teilnehmenden der Summer School sowie weiteren interessierten Personen lebhaft zum Thema “Education for…democracy?”. Geladene Gäste waren Frau Professorin Dr. phil. Anne Sliwka von der Universität Heidelberg, Institut für Bildungswissenschaft, und Charlot Cassar, Rektor einer Grundschule auf Malta, Künstler und Gründungsmitglied sowie Trainer von “Learn to Change”.  Mit den beiden Experten aus Wissenschaft und Schule wurde geleichzeitig ein breites Spektrum im Bildungsbereich abgedeckt.

Round Table Debate
Round Table Debate mit Claudia Steinkopf, Prof.´in Dr. Anne Sliwka und einem Teilnehmer (von links).

Nach einer ersten Runde von Statements der Redner wurde die Debatte den Zuhörern in Form eines Fish-Bowles geöffnet. Wurde diese Möglichkeit der Beteiligung anfangs nur zögerlich angenommen, so bekam sie im Laufe des Abends immer mehr Eigendynmaik, was der Debatte gut tat. Lebendig und zum Teil kontrovers wurde über die Rolle der Lehrkräfte und die Aufgabe von Schulleitungen diskutiert, um Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrkräfte zu stärken, damit Demokratielernen überhaupt stattfinden kann. Eine Person stellte in den Raum, es reiche, wenn man anderen Menschen mit Empathie und Respekt  begegne und an ihre Stärken glaube. Wieder andere Diskussionsbeiträge warfen die Frage auf, ob Demokratie mit freiem Wahlverhalten gleichzusetzen sei und Schülerinnen und Schüler bereits dann demokratisch erzogen werden, wenn sie bestimmen könnten, was sie wann in der Schule lernen.

Fazit der Round Table Debate, auf das sich alle im Saal einigen konnten, war, dass Schulen lernende Organisationen sein sollen, Strukturen notwendig sind, um demokratisches Lernen zu ermöglichen und Demokratie-Lernen nur durch eigenes Tun und durch eigene Erfahrungen möglich ist.

Das eigene Tun und das Sammeln eigener Erfahrungen zieht sich wie ein roter Faden auch durch die Summer School als gesamte zehntägige Veranstaltung.
Eine erste Begrüßung der rund 60 internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgte am Sonntag, 26. Juni von Akademiereferentin Claudia Steinkopf seitens der Akademie und von Herrn Josef Huber, Leiter des Pestalozzi Programms in Straßbourg, seitens des Europarats. Bereits an diesem Tag wurden die Teilnehmenden auf die Inhalte der diesjährigen Summer School insbesondere durch den Einführungsvortrag von Frau Professor Rasa Askinyte-Degesiene von der Universität Vilnius eingestimmt, die die gesamte Bandbreite der Heterogenität wie auch der Gemeinsamkeiten thematisierte.

Am Montagmorgen erfolgt dann die offizielle Begrüßung durch Direktorin Carmen Mattheis, die sich über die Internationalität und Vielfalt der Teilnehmergruppe sehr freute, die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Europarat, speziell mit Herrn Josef Huber und seinem Team, sowie mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport hervorhob und beiden für die finanzielle Unterstützung dankte. Den Teilnehmenden wünschte sie für das äußerst wichtige Thema “Diversity” gute Anregungen, gedeihlichen Austausch untereinander und bereichernde Erfahrungen im Rahmen der Summer School.  Weiterhin wünschte sie den Anwesenden eine Vision für eine bessere Zukunft und viel Freude sowie Erfolg in deren wertvollen Arbeit vor Ort mit Kindern und Jugendlichen.

Offizielle Begrüßung durch Direktorin Carmen Mattheis
Offizielle Begrüßung durch Direktorin Carmen Mattheis

Inhaltlich eröffnet wurde die Veranstaltung anschließend durch Herrn Ministerialrat Siegmut Keller, Stellvertretender Referatsleiter des Referats 16, Europa, überregionale und internationale Angelegenheiten, Bundesrat. Im Namen des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport begüßte er die internationalen Gäste und betonte die Bedeutung des Pestalozzi Programms als solches, aber auch speziell dieser Veransaltung. Für Schmunzeln sorgten seine Gastgeschenke für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, kleine gelbe Plastikboxen mit dem Schriftzug des Kultusministeriums, und seine humorvollen Anmerkungen hierzu. Gleichzeitig wurde in seinen Ausführungen deutlich, wie wichtig ihm interkulturelle Begegnungen in der heutigen Zeit sind, welche Maßnahmen seitens des Ministeriums in Kooperation mit dem Europarat zum Teil bereits seit Jahren erfolgen und welche guten Ergebinisse bereits erzielt werden konnte. Seine Worte wurden duch lebendige Beispiele aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz unterstrichen.

Josef Huber
Herrn Ministerialrat Siegmut Keller, MKJS, und Herrn Josef Huber, Head oft the Pestalozzi Programm Straßbourg (von links).

Die Bedeutung des interkulturellen Austausches und der persönlichen Begegnungen arbeitete Josef Huber ebenfalls in seiner Rede hervor. Gleichzeitig betonte er, dass “Diversity” “normal” ist. Er gab den Teilnehmenden eine Vorstelltung darüber, welches Verständnis von “Diversity” ihm am Herzen liegt und worin er den Mehrwert sieht. Gleichzeitig verwehrte er sich dagegen, Diversity als Herausforderung zu sehen. Viel mehr sollen die Chancen erkannt und wahrgenommen werden.

Eine herzliche und humorvolle Begrüßung gab es auch von Klaus Mack, Bürgermeister der Stadt Bad Wildbad. So lud er die internationalen Gäste ein, nicht nur zu arbeiten, sondern auch den Schwarzwald mit all seinen Besonderheiten zu genießen und die Stadt Bad Wildbad mit ihren Thermen und ihrem Gesundheitssystem spätestens bei Rückenbeschwerden privat wieder zu besuchen.

Noch bis Sonntagabend werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Summer School weiter an dem Thema "Diversity of learners and diversity of teachers: learning together for a better future" arbeiten und sich u.a. in Form von Socratic Walks darüber austauschen.

 

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Letzte Änderung: 30.06.2016