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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/akademien/2016/14_ess/, Stand 17. Jan. 2017

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Berufsausbildung 2025 - total digital!?

Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Berufsausbildung? Welche Herausforderungen kommen auf die beruflichen Schulen und die Ausbildungsbetriebe zu? Wo sind die Berufsschulen und Unternehmen in Baden-Württemberg bereits auf einem guten Weg? Wie sieht die Berufsausbildung im Jahr 2025 aus? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums „Berufsausbildung 2025 - total digital!?“, das Anfang Oktober am Esslinger Standort der Landesakademie stattfand. Eingeladen hatte die Landesakademie in Kooperation mit dem Beirat Berufliche Bildung, einem Gremium, das die Landesakademie bei der Gestaltung ihrer Aufgaben in der Lehrerfortbildung berät und unterstützt. Mitglieder sind unter anderem Vertreterinnen und Vertreter aus der Wirtschaft, von Verbänden und Hochschulen. „Ich freue mich sehr, dass Sie in so großer Zahl zur heutigen Veranstaltung gekommen sind“, freute sich Klaus Lorenz, Abteilungsleiter Berufliche Schulen im Kultusministerium in seinem Grußwort. Unter den rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren auch vier Landtagsabgeordnete, Vertreterinnen und Vertreter der Regierungspräsidien und Seminare sowie zahlreiche Schulleiterinnen und Schulleiter, Lehrkräfte und auch Schülerinnen und Schüler.

Podiumsdiskussion
Blick in die Zukunft: Birgit Eickelmann von der Universität Paderborn, Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer des Verbands des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg, Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg, Moderator Johannes Krumme, Referatsleiter Schul- und Berufsbildungspolitik Südwestmetall/Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg, Wolf Bonsiep, Leiter der Aus- und Weiterbildung bei der Robert Bosch GmbH, Michael Zieher, Leiter des Referats Medienpädagogik/Digitale Bildung im Kultusministerium und Elisabeth Moser, Vorstand und Direktorin der Landesakademie Esslingen, (v.links) diskutierten über die Auswirkungen und Herausforderungen der Digitalisierung für die berufliche Aus- und Weiterbildung.
Vortrag Fr. Eick
Professor Birgit Eickelmann von der Universität Paderborn bei ihrem Vortrag.
Vortrag Hr. Schebesta
Volker Schebesta, Staatssekretär im Kultusministerium, gab einen Überblick über die aktuellen Aktivitäten der Kultusverwaltung im Bereich Digitale Medien in den Schulen und im Unterricht.

Professorin Birgit Eickelmann von der Hochschule Paderborn umriss in ihrem Impulsreferat die Herausforderungen und Perspektiven, die sich durch die digitalen Medien für den Unterricht an beruflichen Schulen ergeben. Von besonderer Bedeutung sei es, die Lehrkräfte sowie die Ausbilderinnen und Ausbilder in den Unternehmen, verstärkt digitale Medien einzusetzen. „Insbesondere jüngere männliche Auszubildende mit niedrigem Bildungsabschluss lassen sich durch digitales Lernen motivieren“, so Eickelmann. Weitere wichtige Aspekte seien die wichtige Rolle der Schulleitungen sowie die Erarbeitung von Konzepten, die den Schulen und Betrieben Wege vorzeichneten, wie digitale Medien in der Ausbildung genutzt werden können. Zudem, so Eickelmann, gebe es bei der technischen Ausstattung der Schulen, beispielsweise mit einem leistungsstarken WLAN, teils noch erheblichen Handlungsbedarf.

An möglichen Umsetzungsbeispielen nannte Birgit Eickelmann Lernortkooperationen zwischen Schule und Ausbildungsbetrieb, beispielsweise über Themenforen oder Blogs, oder auch virtuelle Lerngemeinschaften zur Vorbereitung auf die berufliche Abschlussprüfung. „Sehr wichtig ist, neben der Förderung des fachlichen Kompetenzerwerbs auch die Vermittlung überfachlicher Kompetenzen im Blick zu haben“, ergänzte Birgit Eickelmann ihre Ausführungen.

Volker Schebesta, Staatssekretär im Kultusministerium, gab in seinem Vortrag einen Überblick über die Initiativen des Landes im Bereich Digitalisierung und deren Auswirkungen auf die Berufsbildung wie auch die Lehrerfortbildung. So gebe es eine Vielzahl von Aktivitäten und Projekten, die von der grundlegenden Überarbeitung der Bildungspläne über die Unterstützung der Schulen bei der technischen Ausstattung und die Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte bis hin zu umfangreichen Pilotprojekten zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht reiche, so Schebesta.

Elisabeth Moser, Vorstand und Direktorin der Landesakademie, stellte in ihrem Vortrag die umfangreichen Unterstützungsangebote im Bereich Digitale Medien vor, die auf dem Lehrerfortbildungsserver unter https://lehrerfortbildung-bw.de verfügbar sind.

Die Landesakademie arbeite zudem konzeptionell an unterschiedlichen Themen rund um die Digitalen Medien, die für die Schulen von Bedeutung sind, so Elisabeth Moser. Aus den Konzeptionen werden Fortbildungsangebote entwickelt, die regional in ganz Baden-Württemberg angeboten werden.

„Die Landesakademie hat sich in vielen Bereichen bundesweit einen guten Ruf erarbeitet und leistet teilweise Pionierarbeit, so beispielsweise in den Bereichen Einsatz von Tablets im Unterricht, Datenschutz und Urheberrecht sowie schulische Netzinfrastruktur“, führte Elisabeth Moser in ihrem Vortrag aus.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion wurden einige Aspekte der vorangegangenen Vorträge vertieft, ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Möglichkeiten, wie Ausbildungsbetriebe und berufliche Schulen beim Thema Digitalisierung noch enger zusammenarbeiten können. Moderator Johannes Krumme, Referatsleiter Schul- und Berufsbildungspolitik bei Südwestmetall, bot mit seinen Fragen ideale Einstiege für die Podiumsmitglieder. Birgit Eickelmann von der Universität Paderborn, Carsten Beuß, Hauptgeschäftsführer des Verbands des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg, Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg, Wolf Bonsiep, Leiter der Aus- und Weiterbildung bei der Robert Bosch GmbH, Michael Zieher, Leiter des Referats Medienpädagogik/Digitale Bildung im Kultusministerium und Elisabeth Moser, Vorstand und Direktorin der Landesakademie Esslingen, zeigten aus der jeweiligen Perspektive ihrer Institutionen die Herausforderungen der Digitalisierung für die berufliche Aus- und Weiterbildung auf und entwickelten neue Felder der Zusammenarbeit zwischen dualen Partnern und Schulen.

Wie breit bereits heute das Spektrum der konkreten Umsetzungsbeispiele in der Berufsausbildung und der Lehrerfortbildung ist, wurde beim anschließenden Marktplatz deutlich. Berufliche Schulen, die Landesakademie, verschiedene Verbände und Unternehmen präsentierten ihre Aktivitäten im Bereich der Digitalisierung in Unterricht und Ausbildung. Sehr beliebt war der Stand der Schülerinnen und Schüler der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule, die zeigten, wie sie in ihrer Friseurausbildung ihre Kunden per Tablet beraten. Eine App ermöglicht es, an einem Foto des Kunden verschiedene Frisuren virtuell auszuprobieren.

Frisuren01 Frisuren02
Frisuren03 Frisuren04
Einsatz von digitalen Medien im Berufsschulunterricht: Schülerinnen der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in Balingen demonstrieren, wie in ihrer Friseurausbildung die Beratung der Kunden per Tablet funktioniert. Eine App ermöglicht es, verschiedene Frisuren virtuell auszuprobieren.

Präsentation „Digitale Medien im Unterricht an beruflichen Schulen - Herausforderungen und Perspektiven“ von Professorin Dr. Birgit Eickelmann, Universität Paderborn.

Fortbildungsangebote zu Digitalen Medien und IT auf dem Lehrerfortbildungsserver

Impressionen vom „Marktplatz“:

Marktplatz 1 Marktplatz 2
Marktplatz 3 Marktplatz 4
Marktplatz 5 Marktplatz 6
Marktplatz 7 Marktplatz 8

 

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Letzte Änderung: 20.10.2016