Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/co/service/lektuere/co_07/co_07_60.htm, Stand 13. Feb. 2012
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Jens Klusemann "Wir brauchen Innovationen". Kaum jemand wird diese Aussage in Frage stellen. Immer kürzere Produktlebenszyklen und rasanter technischer Wandel untermauern die Forderung nach neuen Ideen und deren Umsetzung. Bislang wurde das Thema Innovation stets unter dem Aspekt der Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen behandelt: Wie muss ein Rechtssystem beschaffen sein, um Innovationen zu fördern? Wie muss eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung strukturiert sein, um Innovationen hervorzubringen? Welches Organisationssystem beschleunigt innovative Ideen? Dies sind ohne Zweifel wichtige Fragen, die jedoch den Mitarbeiter als innovationsbereit und innovationsfähig voraussetzen. Klusemann bricht mit dieser unreflektierten Prämisse und beleuchtet diese genauer. In seinem Buch nähert er sich zunächst dem Innovationsbegriff und beschreibt Ansatzpunkte für dessen Operationalisierung. Nach einem Abriss über den Stand der Forschung zur Diagnostik von Innovationsbereitschaft, werden Ansätze beschrieben, welche die Situation und die Merkmale des Individuums als Bestimmungsgründe innovativen Handelns aufgreifen. Durch eine empirische Untersuchung, die den Kern der Arbeit darstellt, wird die Grundlage für die Messung von Innovationsbereitschaft geschaffen. Mit einem Testmodell, dem 32 Befragungs-Items zugrunde liegen, wurde die Möglichkeit eröffnet, Mitarbeiter Innovationstypen (frustrierter, blockierter, progressiver oder innovativer Typ) zuzuordnen. Damit wurde der Einsatz in der betrieblichen Praxis vorbereitet und eine Ausgangsbasis für weitere Forschungen geschaffen. Die Typologie der Innovationsbereitschaft stellt keine einfache Gebrauchsanweisung zur Klassifizierung von Mitarbeitern dar, kann aber als Grundlage für eine vertiefende Beschäftigung mit dieser Thematik dienen. Stephen Brauer, Akademiereferent |