Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/co/standort/kulturprogramm/sanwald/, Stand 26. May. 2012
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Die Radierung hat Dorothée Sanwald schon immer den anderen Druckgrafiken vorgezogen, ist sie doch die feinste und sensibelste aller Drucktechniken. Lange Zeit konzentrierte sie sich allein auf schwarzweiß Radierungen, der Umgang mit Linie und Fläche faszinierten sie. Doch seit einigen Jahren hat sie eine weitere Möglichkeit der Radierung entdeckt: die Farbe.Als passionierte Taucherin fand sie im Meer und auf dem Meeresboden Muscheln. Ihr Formen- und Farbenreichtum ziehen sie in ihren Bann: jede Muschel ist ein Unikat, kein Gehäuse gleicht dem anderen. Jede trägt in ihrem Gehäuse die Spirale als Urform des Lebens in sich. |
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| Unikate sind auch die Farbradierungen von Dorothée Sanwald. Die Schönheit der Muschel hat sie zu diesen Arbeiten bewegt. Kleine Auflagen werden sorgfältig gedruckt, kein Blatt ist gleicht dem anderen. Denn für jede Farbe verwendet Dorothée Sanwald eine eigene Platte, um der Gestaltung und Zeichnung der Muschel gerecht zu werden. So entsteht eine Muschelradierung aus 2, 3 oder 4 Farbplatten, die genau aufeinander abgestimmt sein müssen. Auf diese Weise bringt sie ihre Muscheln zum zweitenmal ans Tageslicht. Ob es die bizarr gedrechselte Harpamuschel ist in Weinrot-, Orange- und Grautönungen oder die sich aus einer verdickenden Längsform zur Spitze herausdrehende, herauswindende "Conus bengalesis" mit einem herrlichen ornamentalen asymmetrischen Formennetz überzogen und durch braunrote Farbflächen charakterisiert. | |
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| Dorothée Sanwald präsentiert ihre Geschöpfe aus einem farblich leicht getönten, stimmigen Bildhindergrund. In ihren neuesten Arbeiten werden die Muscheln immer wieder neu aufeinander bezogen, durch Veränderung der Farbe oder des Bildhintergrunds. So löst das Weiß der "Turbo petholatus" beim Betrachten völlig andere Assoziationen aus als die jener farblich herrlich durchgestalteten. | |
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| Der Künstlerin
gelingt es durch die meisterhafte Beherrschung der Radiertechnik, durch die
genaue Kenntnis der äußeren Erscheinungsform und der inneren Architektur der
Muschel, diese neu über ihre erfahrene Hand auf die Platte zu bringen. So
entstehen Muschelbilder, Muschelstillleben von nachhaltiger Wirkung. Der
Künstlerin gelingt es, eindringliche, meditative Bildwelten zu schaffen,
abgehoben und deutlich abgesetzt von jeglichem spektakulären, grellen oder
expressiven Duktus.
In der Ausstellung sind mehr als 40 Exponate und Muscheln aus der Sammlung der Künstlerin zu sehen. Dr. Manfred Saller Kontaktadresse:
Dorothée Sanwald, Winnender Str. 9 |
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