Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/netz/greenit/, Stand 10. Feb. 2012
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Was kostet eine Suchanfrage bei Google? Nichts ... Wirklich nichts? Die New York Times hat ausgerechnet, dass bereits eine einzelne Suchanfrage bei Google ungefähr so viel Energie verbraucht wie eine Energiesparlampe in einer Stunde. Nicht ganz so überraschend, wenn man weiß, dass schon eine einfache Suchanfrage zwischen 700 bis 1000 Server beschäftigt. Niemand weiß genau, wie viele Server Google am Laufen hat - Schätzungen gehen von bis zu einer halben Million Rechnern aus, die auf Tausende von sogenannten Serverfarmen in gigantischen Rechenzentren verteilt sind, in etwa so viel Strom verbrauchen wie eine mittelgroße Stadt und deren Energiekosten bei mehreren Millionen Dollar im Monat liegen.
Sie bewegen sich gerne als Avatar im Onlinespiel Second Life? Das ist ebenfalls gratis und kostet doch. Nach Berechnungen von Experten verbrauchen die Avatare - die virtuellen Stellvertreter der Spieler - etwa so viel Strom wie ein echter Durchschnittsbrasilianer. Dieser Berechnung liegt zugrunde, dass rund 4000 Second-Life-Server laufen und dass zu jedem Zeitpunkt 12 500 Spieler online sind.
Nach Berechnungern der IT-Beratungsfirma Gartner aus dem Jahr 2007 belasten alle Rechenzentren weltweit die Erde in etwa so stark mit CO2 wie der gesamte Flugverkehr. Nach anderen Schätzungen liegen die Belastungen bei "nur" einem Viertel bis zur Hälfte des Flugverkehrs weltweit.

Kein Wunder, dass Green-IT - oft auch grüne IT oder green computing genannt - zu einem der wichtigsten Trends in der Informations- und Kommunikationstechnologie geworden ist. So stand zum Beispiel die Cebit 2008 unter dem Motto "Green IT". Dies hat zum einen mit der Diskussion um die Verringerung des weltweiten CO2-Ausstoßes zu tun, zum anderen aber auch - und vor allem - mit steigenden Kosten. In den USA hat sich der Energieverbrauch der dortigen Rechnezentren zwischen 2000 und 2005 glatt verdoppelt. Die IT-Industrie sucht weltweit nach einem Ausweg aus dieser Kostenfalle und nach einem Beitrag zum Klimaschutz.
Die wichtigsten Ansätze, um diese Ziele zu erreichen, bestehen
Virtualisierung von vorhandenen Rechner erreicht werden. Vereinfacht ausgedrückt geht es bei dieser Form der Virtualisierung darum, die Zahl der physikalisch vorhandenen Rechner und die damit verbundenen Energiekosten dadurch zu reduzieren, dass auf einem einzigen physikalischen Rechner mehrere virtuelle Rechner laufen, die sich die Hardware ihres "Wirtes" teilen.
Thin Clients eingesetzt, kann deutlich Strom gespart werden. Thin Clients sind Bildschirmarbeitsplätze, die auf die meisten Bestandteile eines PC verzichten und auf die Kapazitäten und die "Intelligenz" eines zentralen Servers zugreifen. Durch diesen Verzicht auf "eigene" Hardware verbrauchen Thin Clients nur etwa ein Zehntel dessen, was ein gut ausgestatteter PC verbraucht.Mit der zunehmenden Hardwareausstattung von Schulen - nicht selten laufen Hunderte, zumindest aber Dutzende von Computern in einer Schule - werden die Themen Energieverbrauch und CO2-Ausstoß auch für Schulen immer wichtiger.
Im folgenden
Artikel erfahren Sie beispielhaft, wie eine Schule ihren durch Computer verursachten Energieverbrauch mit verhältnismäßig einfachen Mitteln deutlich verringen kann.
Quellen: