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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/netz/greenit/energiesparen.html, Stand 26. May. 2012

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Energiesparen in schulischen Computeranlagen

Das folgende Beispiel aus der Realschule Güglingen zeigt, wie man mit relativ einfachen Maßnahmen erhebliche Energie- und Kosteneinsparungen beim Betrieb von Computeranlagen erzielen kann.

Das Problem
Werden moderne Computer am Power-Knopf ausgeschaltet, sind sie nicht wirklich vom Stromnetz getrennt und verbrauchen in diesem scheinbar ausgeschalteten Zustand  rund um die Uhr 20 - 40 Watt Strom pro Stunde (Verbrauch einer mittleren Neonröhre).

Einfache Lösung
Dieser Verschwendung, die letztendlich auch erhebliche Umweltbelastungen verursacht, kann über einen solchen Zentralschalter begegnet werden, der einen kompletten Computerraum vom Stromnetz trennt.

Anmerkung:
So genannte Not-Ausschalter sind hier wenig geeignet, da sie häufig zu Fehlbedienung führen und Anreiz für Unfug sind.

Eine kleine Anleitung sollte genau erklären, dass man diesen Schalter erst ausschalten darf, wenn alle Rechner komplett heruntergefahren sind.

Technische Voraussetzungen
Beim Einschalten von Computern und Monitoren entstehen für wenige Millisekunden sehr hohe Ströme, sodass in konventionellen Schaltungen in der Regel nur 2 - 4 Rechnereinheiten pro Stromkeis (16 A) gleichzeitig eingeschaltet werden können, ohne dass die Sicherungen ansprechen.

Um diesen Effekt zu umgehen,  müssen Strombegrenzer in die Stromkreise der Computer geschaltet werden.

Da diese aber gleichzeitig eine bessere Auslastung der Stromkreise erlauben (deutlich mehr Rechner pro Stromkreis sind möglich) lassen sich schon bei der (Neu)Installation Kosten sparen.

An der Realschule Güglingen laufen z.B. je 10  Computer mit Röhrenmonitoren an einem einzigen Stromkreis mit Strombegrenzer problemlos.

Dieser kleine Sicherungskasten (rechts) versorgt  dort einen kompletten Computerraum mit 38 Rechnereinheiten und ermöglicht die zentrale Abschaltung (4 Sicherungsautomaten, Fehlerstromschutzschalter, 4 Strombegrenzer).

Kleiner Nachteil
Wer sich auf eine solche Installation einlassen möchte, sollte Folgendes wissen:

Die in manchen Netzwerken verwendete Funktion „wake on LAN“ (ferngesteuerte Starten der Rechner) steht beim ersten Einschalten nach der Trennung vom Netz nicht zur Verfügung.

Dieser Nachteil kann aber durch entsprechende BIOS-Einstellungen kompensiert werden, die bewirken, dass alle Rechner automatisch beim Einschalten des Zentralschalters hochfahren.

Kombiniert mit der Option für zentrales Herunterfahren (in allen Versionen der Musterlösung /PädML verfügbar) kann das eine optimale Lösung sein.

Argumentationshilfe
Falls Sie Ihrem Schulträger eine solche Installation näher bringen wollen, finden Sie hier Argumentationshilfe (technischen Details, Bedarfs- und Kostenanalyse) in einem  leicht abgewandelten Brief, wie er an das Stadtbauamt unserer Beispielschule geschrieben wurde. (Dies ist nur ein Beispiel.)
weiter Brief an das Stadtbauamt  

Kostenkalkulation
Hier können Sie eine Downloadmöglichkeit Excel-Tabelle herunterladen [xls] [18 KB], mit der Sie das Sparpotential für Ihre Computeranlage berechnen können.

 

 

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Letzte Änderung: 17.10.2008