CD-Server mit den Daemon-Tools
Ein elektronisches Wissens- und Lernzentrum
Überblick
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Im schulischen Netz können gezielt elektronische Medien
bereitgestellt werden. Am einfachsten ist ein kleines elektronisches
Wissens- und Lernzentrum über einen
„Festplatten-CD-Server“ zu
realisieren, der allen Benutzern im Netz jederzeit Zugriff auf
ausgewählte Nachschlagewerke (Enzyklopädien, Lexika,
Wörterbücher usw.) und
„Lernprogramme“ für die
unterschiedlichsten Fächer erlaubt. Eine gängige
Methode zur
Realisierung eines solchen „Festplatten-CD-Servers“
besteht darin, CDs
mit einem geeigneten Werkzeug (z.B. Nero Burning Rom) als Images auf
einer Festplatte abzulegen und diese Images als virtuelle CD-Laufwerke
zu betreiben. Die kostenlosen
Daemon
Tools 
erzeugen solche virtuellen Laufwerke. Vergleichbares bieten auch
kommerzielle Werkzeuge wie z.B.
Virtual
CD 
.
Im Schulalltag ist es wichtig, alle Offline-Medien unkompliziert und
leicht nachvollziehbar bereit zu stellen. Mit einfachen Mitteln (z.B.
Batch-Dateien oder VBS-Skripts) lässt sich die Auswahl der CDs
(das
„Einlegen“ und „Auswerfen“ der
virtuellen CDs) für die Benutzer
vereinfachen. Wer mit einer CD arbeiten will, klickt einfach auf die
entsprechende Startdatei: Nach wenigen Sekunden steht ihm die CD zur
Verfügung.
Trotz zahlreicher Online-Nachschlagewerke u.ä. Angeboten ist
die
Einrichtung eines „Grundstocks“ von Offline-Medien
sinnvoll. Zum einen
kann die Internetverbindung ausfallen, zum anderen bieten manche
Online-Nachschlagewerke nur eine Teilmenge des Offline-Angebots umsonst
an, wie z.B. die
Encarta 
Für
viele Lern-
und Simulationsprogramme gibt es keine Online-Alternative.
CD-Server einrichten
Um mit CDs im Netz arbeiten zu können, ist zuerst ein
geeigneter
Speicherplatz für die CD-Images zu bestimmen. Im Rahmen der
Linux
Musterlösung ist dafür unter Windows das Laufwerk
R:\cdrom
vorgesehen. Allerdings macht es wenig Sinn, die CD-Images gemeinsam mit
den auf dem Server installierten Programmen unter /usr/local/samba/cds
abzulegen. Besser ist es, dafür eine ganze Festplatte oder
zumindest eine ganze Partition zu reservieren. Diese Festplatte bzw.
Partition kann dann unter /cds gemountet werden. Dazu ist die
/etc/smb.conf anzupassen. Folgende Einträge im Share [cdrom]
reichen aus:
comment = CD-Server
path = /cds
guest ok = Yes
fake oplocks = Yes
create mask = 0755
locking = No
share modes = No
write list = @admin
CD-Images erstellen
Im nächsten Schritt geht es darum, Images der CDs zu
erstellen, da
die Daemon-Tools nur mit CD-Images umgehen können. Die von den
Daemon-Tools akzeptierten Images müssen z.B. die
Dateiendungen *.ccd oder *.iso haben. Manche
CD-Brennprogramme
(z.B. Nero) bieten die Möglichkeit, solche Images zu
erstellen.
Natürlich können solche Images auch unter Linux mit
"Bordmitteln" erstellt werden.
In der Praxis bietet es sich an, die CD-Images auf einem Windows-Client
zu erstellen und die so erzeugten Dateien dann nach /cds auf dem Server
zu kopieren.
Komfortabler Umgang mit dem "CD-Server"
Um die CD-Images nutzen zu können, müssen jetzt die
kostenlosen Daemon-Tools heruntergeladen, installiert und in das
Master-Image aufgenommen werden. Die Daemon-Tools werden in Form
einer *.exe-Datei angeboten, die einfach zu installieren ist.
Wer
will, kann die Daemon-Tools serverbasiert installieren.
Die Funktion der Daemon-Tools besteht darin, auf dem Windows-Client ein
virtuelles CD-Laufwerk einzurichten und die CD-Images zu verwalten.
Einzelne Images können mit den Daemon-Tools in das virtuelle
CD-Laufwerk eingelegt (mount) und ausgeworfen (unmount) werden. Da die
Daemon-Tools bei der Eingabe Parameter akzeptieren, kann dieser Vorgang
automatisiert werden.
Zu diesem Zweck erstellt der Netzwerk - oder Multimediaberater
für
jedes vorhandene CD-Image eine Batch-Datei nach folgendem Muster:
echo off
p:\daemon\daemon.exe -unmount 0
echo ------------------------------
echo Bitte einen Moment warten und eine Taste drücken
echo ------------------------------
pause
p:\daemom\daemon.exe -mount 0,"r:\ns.ccd"
echo ------------------------------
echo Bitte einen Moment warten und eine Taste drücken
echo ------------------------------
pause
echo ------------------------------
e:\start.exe
Die zweite Zeile veranlasst die Daemon-Tools, ein evtl. bereits
eingelegtes CD-Image auszuwerfen. Dies dauert einen Moment. In Zeile 7
erfolgt die Anweisung, das Image mit dem Namen "ns.ccd", das sich im
Laufwerk R:\ befindet, einzulegen. Nach einer kurzen Pause wird in der
letzten Zeile das Programm auf der CD gestartet.
Die Batch-Dateinen zum Starten der CD-Images sollten
aussagekräftige Namen haben und in einem Ordner - z.B. auf dem
Desktop der Windows-Clients - abgelegt werden. Jetzt sind alle CDs
jederzeit im Netz verfügbar.
Zusätzliche Informationen finden Sie in diesem Artikel im
LinuxMuster-Wiki.
Bitte beachten Sie die geltenden Copyright- und
Lizenzbestimmungen!
Vielen Dank an Klaus Bock, auf dessen Ideen dieser Artikel basiert.