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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/netz/muster/linux/material/client/einheitliche_hardwareklasse.html, Stand 3. Sep. 2010

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Einheitliche Hardwareklasse: Standard-PC

 

download Mindmap: Vorüberlegungen zur Einrichtung eines Windows-Clients [pdf]

download Mindmap: Vereinheitlichung von Hardwareklassen: Alternative Vorgehensweisen [pdf]

 Alternativen zu der hier beschriebenen Vorgehensweise:


In den meisten Schulen gibt es Rechner mit ganz unterschiedlicher Hardwareausstattung. Rembo fasst lediglich Rechner mit identischer Hardware zu einer Hardwareklasse zusammen und erstellt ein Image für diese Hardwareklasse. Rechner mit einer Hardwareausstattung, die von dieser Hardwareklasse abweichen, bekommen eine andere Hardwareklasse.

Dies führt in vielen Schulen dazu, dass mehrere Hardwareklassen verwaltet werden müssen. Ideal wäre es, wenn alle - oder zumindest fast alle - Rechner einer Schule zu einer einzigen Hardwareklasse zusammen gefasst werden könnten, um den Verwaltungsaufwand zu vereinfachen. Mit gewissen Einschränkungen ist dies durchaus möglich. Das Vorgehen wird hier beschrieben.

Wie immer bei "tiefen" Eingriffen ins System sollte vorher ein Backup des Gesamtsystems gemacht werden. Falls die Rechner schon in Rembo integriert  sind und ein Image geschrieben wurde verfügen Sie bereits über ein Komplettbackup, auf das Sie jederzeit zurückgreifen können.

Beachten Sie bitte, dass es bei dem im Artikel beschriebenen Vorgehen keine Erfolgsgarantie gibt. Zitat eines Experten, der die Problematik der Vereinheitlichung der Hardwareklassen gut kennt: "Die Hardwarevereinheitlichung läuft leider nicht immer glatt. Das ist auch meist eine der Hauptarbeiten die wir bei unseren Installationen durchführen, und sie ist nicht selten sehr Zeit- und Arbeitsaufwändig. Bestimmte Probleme lassen sich nur mit entsprechend großem Hintergrundwissen und manchmal auch einfach gar nicht lösen. Man ist dann oft besser dran, einfach nur wenige oder keine Hardwaretypen zu vereinheitlichen und mehrere Images zu pflegen." (NM)

Gehen wir von der folgenden, nicht untypischen Situation aus: Eine Schule hat einen Computerraum mit 16-20 Rechner, die alle gleich ausgestattet sind, da sie gleichzeitig angeschafft wurden (identische Hardware). Außerdem gibt es an der Schule noch eine ganze Reihe von Rechner in Fachräumen, Medienecken usw. Allerdings haben diese Rechner keine identische Hardware; es ist alles dabei vom älteren Pentium III Rechner bis zum leistungsfähigen Rechner für die Video-AG. Auf allen Rechner läuft bereits Windows 2000 oder XP; eine Neuinstallation von Windows soll vermieden werden. Sollen möglichst viele Rechner der Schule in einer einzigen Hardwareklasse zusammengefasst werden, kann dies so funktionieren:

Alle Rechner der Schule werden zu "Standard-PCs" umkonfiguriert
(Beschreibung des Vorgehens unter Windows XP; unter Windows 2000 gibt es leichte Abweichungen)

  1. Beginnen Sie am besten mit den identischen Rechnern im Computerraum. Starten Sie einen der Rechner als lokaler Administrator und klicken Sie "Arbeitsplatz" --> "Eigenschaften" --> "Hardware" -->"Geräte-Manager".

    Klicken Sie auf das Plus-Zeichen neben "Computer". Es sollte der Eintrag "ACPI-PC" erscheinen.

    acpi-pc

    Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf, wählen Sie "Eigenschaften" und dann "Treiber".

    treiber

    Ein Klick auf "Aktualisieren ..." führt sie zu einem Assistenten. Wählen Sie "Nein, diesmal nicht" aus und klicken Sie auf "Weiter". Es erscheint der folgende Bildschirm:.

    liste

    Hier wählen Sie "Software von einer Liste..." aus und klicken auf "Weiter".

    nicht suchen

    Wählen Sie "Nicht suchen ..." aus und klicken Sie auf "Weiter".

    standard-pc

    Wählen Sie "Standard-PC" aus und klicken Sie erneut auf weiter.

    Im folgenden ignorieren Sie die Windows-Warnungen und führen den Vorgang zu Ende. Fahren Sie den Rechner herunter und starten Sie ihn nicht, bevor Sie die weiter unten beschriebenen Veränderungen am Server vorgenommen haben. Ihr Rechner ist nun ein Standard-PC mit einem allgemeinen Festplattentreiber, der auf unterschiedlichster Hardware funktioniert. Allerdings hat Ihr PC nun z.B. die Fähigkeit verloren, in den Ruhezustand zu gehen - etwas, was unter schulischen Bedingungen kaum gebraucht wird. Ernster ist, dass der Rechner nicht mehr automatisch herunterfährt. Ihre SchülerInnen und KollegInnen werden sich (wieder) daran gewöhnen müssen, die Rechner durch einen Druck auf den entsprechenden Taster auszuschalten.

    Mit etwas Aufwand lässt sich das Herunterfahren der Rechner jedoch automatisieren. extern Hier wird beschrieben wie das geht. Tipps zum Umgang mit Rechnern, die sich weigern, korrekt herunter zu fahren, gibt es auch bei extern  Microsoft.

    Mit etwas Glück reicht es auch schon, die Rechner auf "Standard-IDE-Treiber" umzustellen. Öffne Sie den Geräte-Manager und gehen Sie zu "IDE ATA/ATAPI-Controller". Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Treiber unmitttelbar unter diesem Eintrag und wählen Sie den Menüpunkt "Eigenschaften" - "Treiber" - "Aaktualisieren"  - "Weiter" - "Software von einer Liste oder bestimmten Quelle installieren" - "Weiter" - "Nicht suchen, sondern den zu installierenden Treiber selbst wählen".

    standard ide

    Wählen Sie hier "Standard-Zweikanal-PCI-IDE-Controller".
           
  2. Neue Hardwareklasse "alle" und neues Image

    Sie müssen nun eine neue Hardwareklasse erzeugen, der Sie z.B. die Bezeichnung "alle" geben können. Dazu ist es nötig, die Datei /usr/local/rembo/files/global/wimport_data auf dem Server zu bearbeiten. Gehen Sie zu der Zeile in wimport_data, die die Angaben zu dem Rechner enthält, den Sie zum Standard-PC umkonfiguriert haben. Setzen Sie ein # vor diese Zeile und speichern Sie die Datei. Rufen Sie import_workstations_rembo auf. Ihr Rechner ist Rembo nun nicht mehr bekannt.

    Wenn Sie den Rechner neu starten, sollte der Dialog zur Rechneraufnahme von Rembo erscheinen. Tragen Sie die gleichen Angaben in die Aufnahmemaske ein, die der Rechner vorher schon hatte. Allerdings sollten Sie ihn der (neuen) Hardwareklasse "alle" zuweisen. Fahren Sie den Rechner herunter und starten Sie ihn neu.

    Jetzt müssen Sie unbedingt ein neues Image schreiben. Lassen Sie den Rechner also auf keinen Fall synchronisiert starten, sondern wählen Sie das Rembo-Symbol zur Imageerstellung aus. Lassen Sie Rembo ein Komplettimage "für alle" schreiben.
           
  3. Weitere Anpassungen am Server

    Die übrigen Rechner des Computerraums sollen nun ebenfalls das neue Image der Hardwareklasse "alle" bekommen. Dazu muss erneut die Datei /usr/local/rembo/files/global/wimport_data auf dem Server bearbeitet werden. Ersetzen Sie in der wimport_data die Angabe zur Hardwareklasse bei allen Rechnern (außer bei dem Rechner, den Sie gerade umkonfiguriert haben) durch "alle". Am einfachsten geschieht dies mit einem geeigneten Editor und der Funktion "suchen und ersetzen". Speichern Sie die Datei.

    Beim nächsten Start erhalten alle Rechner im Computerraum automatisch das neue Image.
          
  4. Die restlichen Rechner umstellen

    Bei den übrigen Rechnern der Schule verfahren Sie wie oben beschrieben. Mit etwas Glück haben Sie nun nur noch eine Hardwareklasse zu verwalten.

    Da die ursprünglichen Treiber nicht gelöscht, sondern lediglich durch Standardtreiber ersetzt wurden, sorgt beim Start der Rechner die Hardwareerkennung von Windows dafür, dass die Rechner "ihre" Treiber bekommen.

Einschränkungen

Es gibt leider keine Garantie, dass das hier beschriebene Verfahren für wirklich alle Rechner einer Schule funktioniert. Es kann durchaus sein, dass sich Rechner mit "exotischer" Hardware hartnäckig weigern, zum Standard-PC "umgebogen" zu werden. Dies kann insbesondere für Notebooks zutreffen. Es lohnt sich also kaum, viele Stunden mit dem Versuch zuzubringen, wirklich alle Rechner einer Hardwareklasse zuzuordnen. Auch wenn es "nur" gelingt, die Zahl der Hardwareklassen deutlich zu reduzieren - z.B. auf zwei oder drei - verringert sich der Verwaltungsaufwand merklich.

Zurück zum ursprünglichen  Zustand

Es kann vorkommen, dass Sie einen Rechner zum "Standard-PC" umkonfiguriert haben und ihn trotzdem nicht in das einheitliche Image aufnehmen können. Fall Ihnen kein Image zur Verfügung steht, um den Rechner in seinen ursprünglichen Zustand zurück zu versetzen, werden Sie den "Standard-PC" mit etwas Glück so wieder los:

  1. Booten Sie den Rechner mit einer XP-CD und wählen Sie "Drücken Sie die Eingabetaste, um Windows XP jetzt zu installieren"
  2. Im zweiten Bildschirm wählen Sie "Drücken Sie die R-Taste, um die gewählte XP-Installation zu reparieren".

Windows führt jetzt eine Reparatur-Installation durch, die die installierten Programme nicht verändert. Nach Abschluss dieser Installation sollte der Rechner seine "verlorenen" Fähigkeiten zurück gewonnen haben.

Unter Umstanden funktioniert auch diese Methode, um dem Rechner seine ACPI-Fähigkeiten zurück zu geben: (Tipp der Fa. extern SBE)

Booten Sie von einer Windows XP-CD und geben Sie in der Kommandozeile ein:

expand E:\i386\halacpi.dl_ C:\windows\system32\hal.dll  (CD in Laufwerk in E:)

Statt halacpi.dl_ können Sie auch halapic.dl_ und halaacpi.dl_ testen.

Warum das Image einer Hardwareklasse nicht auf Rechnern mit unterschiedlicher Hardware funktioniert

Windows XP verfügt über eine ausgezeichnete Hardwareerkennung. Eigentlich sollte deshalb das Image einer Hardwareklasse problemlos auf Rechnern mit unterschiedlicher Hardware funktionieren: Der Rechner startet, Windows erkennt die neue Hardware und installiert die notwendigen Treiber. Eigentlich ...  Das Problem besteht darin, dass Windows gar nicht so weit kommt. Schon beim Start des Rechners mit dem "fremden" Image kommt ganz am Anfang der berühmt-berüchtigte BSoD (Blue Screen of Death) mit der lapidaren Meldung "inaccessible boot device" und der Rechner steht. Nichts geht mehr. Der Grund liegt darin, dass Windows einen speziellen Treiber für die Festplatte und den Chipsatz installiert hat, mit dem der andere Rechner nicht arbeiten und deshalb Windows nicht starten kann. Dies ist die Ursache dafür, dass Windows XP-Installationen grundsätzlich nicht ohne Eingriffe auf einen anderen Rechner "umziehen" können.

Allerdings bietet Windows auch einen universellen Treiber an, der mit fast allen Festplatten und Chipsätzen funktioniert. Dieser Treiber wird jedoch nur dann eingerichtet, wenn bei der Installation von Windows "Standard-PC" ausgewählt oder wenn später auf "Standard-PC" umgestellt wird.

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Letzte Änderung: 24.03.2007