Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/netz/muster/linux/material/client_debian.html, Stand 3. Sep. 2010
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Einrichtung eines Linux-Clients für die Linux Musterlösung am Beispiel von Knoppix 3.3/3.4Die Integration von Linux-Clients in Rembo/MySHN wird in einem extra Beitrag beschrieben.Die Knoppix-CD bietet ein komplettes
Linux auf Basis von Debian mit allen
wichtigen Applikationen. Das Knoppix-Linux startet komplett von CD
und verändert nichts auf der Festplatte des Rechners. Knoppix in
der Version 3.3. kann z.B. hier herunter geladen
werden. Allerdings kann Knoppix auch recht komfortabel auf Festplatte installiert werden. Dazu dient das Skript /usr/local/bin/knx-hdinstall. Der Aufruf des Skripts erfolgt in der Konsole: sudo /usr/local/bin/knx-hdinstall.
Die Installation von Knoppix auf der Festplatte erfolgt weit gehend menügesteuert. Eine detaillierte Anleitung findet man hier: http://www.pl-forum.de/berichte/knoppix_hdinstall/knoppix-hdinstall.html. Abweichend von der
Empfehlung der Anleitung sollte bei der Frage nach DHCP mit "Ja"
geantwortet werden. (Die Installationsroutine der Version 3.4 wurde
verändert, läuft aber ähnlich ab)Im folgenden wird vorausgesetzt, dass Knoppix erfolgreich auf Festplatte installiert wurde. Es werden die Schritte erläutert, die nötig sind, um den Linux-Client in die Musterlösung zu integrieren. Alle Schritte müssen als Benutzer 'root' durchgeführt werden: Konfiguration des ClientsNIS-AnmeldungIn /etc/defaultdomain ist der NISDOMAINNAME einzutragen. Dieser Name muss identisch sein mit der Bezeichnung, die im ML-Server eingetragen ist, z.B. name.s.bw.schule.de_intern. Den korrekten Domainnamen erfahren Sie durch die Eingabe von "domainname" an der Serverkonsole. In /etc/nsswitch.conf ist zu kontrollieren, ob folgende Einträge vorhanden sind: passwd: compat groups: compat shadow: compat In /etc/passwd ist ganz am Ende einzufügen: +:::::: (6 Doppelpunkte) In /etc/group ist ganz am Ende einzufügen: +::: (3 Doppelpunkte) In /etc/yp.conf ist die IP des ML-Servers einzutragen: ypserver 10.1.1.254 Jetzt muss NIS neu gestartet werden: /etc/init.d/nis restart Anschließend muss geprüft werden, ob der Client tatsächlich die Passwortdatei des ML-Servers holt: getent passwd Alle Benutzer, die auf dem ML-Server eingetragen sind, sollten jetzt angezeigt werden. Zum Schluss ist ein Starteintrag für nis zu machen: dpkg-reconfigure nis Home-Verzeichnisse des ML-Servers mounten In die /etc/fstab ist einzutragen: 10.1.1.254:/home /home nfs defaults 0 0 Alternativ sind auch folgende Einträge möglich: 10.1.1.254:/home /home nfs bg,hard,intr,rsize=8192,wsize=8192 0 0 Optional sind noch folgende Schritte sinnvoll: Drucker konfigurieren Starten Sie einen Browser und geben Sie als Adresse'localhost:631' ein. Sie können nun wie auf dem Server CUPS konfigurieren. USB-Stick konfigurieren Normalerweise wird ein USB-Stick als SCSI-Gerät erkannt., z.B. /dev/sda1. Testen Sie, ob dies der Fall ist, indem Sie 'mount /dev/sda1 /mnt' eingeben. Kommt keine Fehlermeldung hat die Einbindung des USB-Sticks geklappt. Um allen Benutzern zu ermöglichen, einen USB-Stick zu mounten, gehen Sie wie folgt vor: Tragen Sie in die /etc/fstab die Zeile 'dev/sda1 /usbstick vfat defaults,users,noauto 0 0' ein. Legen Sie einen Mountpoint an mit 'mkdir /usbstick'. Nun kann jeder Benutzer mit 'mount /usbstick' auf seinen USB-Stick zugreifen. Vor dem Abziehen ist unbedingt 'umount /usbstick' einzugeben. Damit ist die Integration des Debian-Clients abgeschlossen. Konfiguration des ML-ServersAuf Seiten des Servers ist alles für die Integration von Linux-Clients vorbereitet. Zur Sicherheit ist zu überprüfen, ob in der /etc/exports ein korrekter Eintrag zum Export der Home-Verzeichnisse vorhanden ist:/home 10.1.1.0/255.255.0.0(rw) Natürlich ist es auch möglich, durch geeignete Einträge in der /etc/exports andere Verzeichnisse (z.B. /usr/local/samba/progs) zu exportieren. Wenn Sie an der /etc/exports Änderungen vorgenommen haben, muss der NFS-Server mit 'rcnfsserver restart' neu gestartet werden. Der Client muss nun neu gebootet werden. Jetzt sollten sich alle Benutzer, die dem ML-Server bekannt sind, anmelden und auf ihre Heimat-Verzeichnisse zugreifen können. Es kann vorkommen, dass KDE nicht korrekt startet. Dies kann an einem fehlenden symbolischen Link auf die KDE-Startdatei liegen. In /usr/X11R6/bin/ muss sich der symbolische Link @kde befinden, der auf /etc/kde3/debian/startkde verweist. Wenn der symbolische Link fehlt, muss er manuell erstellt werden. (Vielen Dank an Rüdiger Beck, der diese Anleitung ursprünglich zusammengestellt hat) |