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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/netz/muster/linux/material/client_debian.html, Stand 3. Sep. 2010

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Debian-Client (Knoppix) für die Linux ML

Einrichtung eines Linux-Clients für die Linux Musterlösung am Beispiel von Knoppix 3.3/3.4

Die Integration von Linux-Clients in Rembo/MySHN wird in einem extra Beitrag beschrieben.

Die Knoppix-CD  bietet ein komplettes Linux auf Basis von Debian mit allen wichtigen Applikationen. Das Knoppix-Linux startet komplett von CD und verändert nichts auf der Festplatte des Rechners. Knoppix in der Version 3.3. kann z.B. hier herunter geladen werden.

Allerdings kann Knoppix auch recht komfortabel auf Festplatte installiert werden. Dazu dient das Skript /usr/local/bin/knx-hdinstall. Der Aufruf des Skripts erfolgt in der Konsole: sudo /usr/local/bin/knx-hdinstall.

Im Februar 2004 lag der Zeitschrift c't Knoppix in der Version 3.4 bei. Diese Version lässt sich wegen eines fehlenden Skripts nicht so ohne weiteres auf Festplatte installieren. Führen Sie die folgenden Schritte aus, um diese Version trotzdem auf Festplatte zu installieren:
  • Legen Sie die Knoppix-CD in Ihr CD/DVD-Laufwerk und warten Sie, bis das System bereit ist
  • Öffnen Sie eine Konsole. Am Prompt geben Sie ein:
    wget ftp://ftp.heise.de/pub/ct/projekte/knoppix/knoppix-inst.sh
  • Nachdem das Skript herunter geladen wurde, geben Sie ein:
    chmod a+x knoppix-inst.sh
  • Der Befehl sudo ./knoppix-inst.sh startet die Festplatteninstallation.
Ein Artikel in der c't  5/2004 (S. 200ff.) setzt sich mit der Frage auseinander, inwiefern es Sinn macht, Knoppix auf Festplatte zu installieren, und welche Vor- und Nachteile diese Distribution im Vergleich zu Standarddistributionen wie z.B. SuSE hat.

Die Installation von Knoppix auf der Festplatte erfolgt weit gehend menügesteuert. Eine detaillierte Anleitung findet man hier: http://www.pl-forum.de/berichte/knoppix_hdinstall/knoppix-hdinstall.html. Abweichend von der Empfehlung der Anleitung sollte bei der Frage nach DHCP mit "Ja" geantwortet werden. (Die Installationsroutine der Version 3.4 wurde verändert, läuft aber ähnlich ab)

Im folgenden wird vorausgesetzt, dass Knoppix erfolgreich auf Festplatte installiert wurde. Es werden die Schritte erläutert, die nötig sind, um den Linux-Client in die Musterlösung zu integrieren. Alle Schritte müssen als Benutzer 'root' durchgeführt werden:

Konfiguration des Clients

NIS-Anmeldung

In /etc/defaultdomain ist der NISDOMAINNAME einzutragen. Dieser Name muss identisch sein mit der Bezeichnung, die im ML-Server eingetragen ist, z.B. name.s.bw.schule.de_intern. Den korrekten Domainnamen erfahren Sie durch die Eingabe von "domainname" an der Serverkonsole.

In /etc/nsswitch.conf ist zu kontrollieren, ob folgende Einträge vorhanden sind:

passwd:     compat
groups:      compat
shadow:     compat

In /etc/passwd ist ganz am Ende einzufügen:

+:::::: (6 Doppelpunkte)

In /etc/group ist ganz am Ende einzufügen:

+::: (3 Doppelpunkte)

In /etc/yp.conf ist die IP des ML-Servers einzutragen:  ypserver 10.1.1.254

Jetzt muss NIS neu gestartet werden:  /etc/init.d/nis restart

Anschließend muss geprüft werden, ob der Client tatsächlich die Passwortdatei des ML-Servers holt:

getent passwd

Alle Benutzer, die auf dem ML-Server eingetragen sind, sollten jetzt angezeigt werden.

Zum Schluss ist ein Starteintrag für nis zu machen: dpkg-reconfigure nis

Home-Verzeichnisse des ML-Servers mounten

In die /etc/fstab ist einzutragen:

10.1.1.254:/home  /home nfs defaults    0    0

Alternativ sind auch folgende Einträge möglich:

10.1.1.254:/home  /home  nfs  bg,hard,intr,rsize=8192,wsize=8192   0   0

Optional sind noch folgende Schritte sinnvoll:

Drucker konfigurieren

Starten Sie einen Browser und geben Sie als Adresse'localhost:631' ein. Sie können nun wie auf dem Server CUPS konfigurieren.

USB-Stick konfigurieren

Normalerweise wird ein USB-Stick als SCSI-Gerät erkannt., z.B. /dev/sda1. Testen Sie, ob dies der Fall ist, indem Sie 'mount /dev/sda1 /mnt' eingeben. Kommt keine Fehlermeldung hat die Einbindung des USB-Sticks geklappt. Um allen Benutzern zu ermöglichen, einen USB-Stick zu mounten, gehen Sie wie folgt vor:

Tragen Sie in die /etc/fstab die Zeile 'dev/sda1 /usbstick     vfat    defaults,users,noauto    0   0' ein. Legen Sie einen Mountpoint an mit 'mkdir /usbstick'. Nun kann jeder Benutzer mit 'mount /usbstick' auf seinen USB-Stick zugreifen. Vor dem Abziehen ist unbedingt 'umount /usbstick' einzugeben.

Damit ist die Integration des Debian-Clients abgeschlossen.       


Konfiguration des ML-Servers

Auf Seiten des Servers ist alles für die Integration von Linux-Clients vorbereitet. Zur Sicherheit ist zu überprüfen, ob in der /etc/exports ein korrekter Eintrag  zum Export der Home-Verzeichnisse vorhanden ist:

/home      10.1.1.0/255.255.0.0(rw)

Natürlich ist es auch möglich, durch geeignete Einträge in der /etc/exports andere Verzeichnisse (z.B. /usr/local/samba/progs) zu exportieren. Wenn Sie an der /etc/exports Änderungen vorgenommen haben, muss der NFS-Server mit 'rcnfsserver restart' neu gestartet werden.

Der Client muss nun neu gebootet werden. Jetzt sollten sich alle Benutzer, die dem ML-Server bekannt sind, anmelden und auf ihre Heimat-Verzeichnisse zugreifen können.

Es kann vorkommen, dass KDE nicht korrekt startet. Dies kann an einem fehlenden symbolischen Link auf die KDE-Startdatei liegen. In /usr/X11R6/bin/ muss sich der symbolische Link @kde befinden, der auf /etc/kde3/debian/startkde verweist. Wenn der symbolische Link fehlt, muss er manuell erstellt werden.

(Vielen Dank an Rüdiger Beck, der diese Anleitung ursprünglich zusammengestellt hat)
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Letzte Änderung: 06.03.2005