Windows Benutzerprofile
Seit Windows NT/ Windows
2000 arbeiten die Microsoft-Betriebssysteme mit so genannten Benutzerprofilen.
Im Normalfall erhält jeder Benutzer, der sich an einer Windows-Arbeitsstation
anmeldet, ein persönliches Profil zugewiesen. Das Profil wird standardmäßig
lokal unter C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername gespeichert und enthält
neben den Desktop-Einstellungen und persönlichen Daten des Benutzers
eine ganze Reihe weiterer Verzeichnisse und Daten.
In der Zusammenarbeit von
Windows-Arbeitsstationen und der Linux Musterlösung macht diese Standardeinstellung
auf den ersten Blick wenig Sinn. Im Zweifelsfall würde die Übernahme
der Standardeinstellung dazu führen, dass auf allen Arbeitsstationen
unzählige Profile von Benutzern lokal gespeichert würden. Da die
Benutzer sich nicht immer an der gleichen Arbeitsstation anmelden, würde
eine unübersehbare Zahl von lokalen Profilen auf den Festplatten existieren.
Wer als Händler oder
Netzwerkverwalter Windows-Arbeitsstationen für die Linux Musterlösung
einrichtet, muss sich also Gedanken über den sinnvollen Umgang mit Profilen
machen.
Profilierung
Grundsätzlich gibt es unter
Windows 2000 und Windows XP Professional drei Arten von Profilen:
- das lokale Profil (local user
profile)
- das serverbasierte Profil (roaming
user profile)
- das verbindliche Profil (mandatory
user profile), das sowohl lokal als auch serverbasiert realisiert werden
kann
Weiter führende Informationen zu Benutzerprofilen (am Beispiel der Musterlösung
Windows) gib es hier.
. Auch eine
Online-Präsentation
beschäftigt sich mit der Problematik der Profile im Zusammenhang mit
der Musterlösung Linux.
Viele Netzwerkverwalter werden bei der Lösung des Profil-Problems zuerst
an ein verbindliches, serverbasiertes Profil denken. Diese Überlegung
ist im Prinzip natürlich richtig, jedoch lässt sie die besonderen
Gegebenheiten der Linux Musterlösung außer Acht. Da die Linux Musterlösung
durch den Einsatz von Rembo/MySHN in der Lage ist, Arbeitsstationen zu „klonen“
und beim Booten zu „synchronisieren“ – d.h. einen vorher definierten Zustand
wieder herzustellen - , kann es gerade die lokale Profil-Variante sein, die
die im Umgang mit Profilen am meisten Sinn macht.
Allerdings sollten sich die Netzwerkverwalter darüber im Klaren sein,
dass sie mit der unten ausgeführten Methode alle Benutzer zu Administratoren
der Workstations machen und sich dadurch vielleicht neue (Sicherheits) Probleme
einhandeln. Wer sich dazu entschließt, allen Benutzern lokale Administratorrechte
zu geben, macht unter Sicherheitsgesichtspunkten aus einem Windows 2000/XP-Rechner
faktisch einen Windows 98-Rechner. Als Gegenleistung vermeiden die Netzwerkverwalter
allerdings Probleme mit der Verwaltung der einzelnen Rechner und sparen viel
Zeit.
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