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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/netz/muster/linux/material/profile.html, Stand 3. Sep. 2010

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Windows Benutzerprofile


Seit Windows NT/ Windows 2000 arbeiten die Microsoft-Betriebssysteme mit so genannten Benutzerprofilen. Im Normalfall erhält jeder Benutzer, der sich an einer Windows-Arbeitsstation anmeldet, ein persönliches Profil zugewiesen. Das Profil wird standardmäßig lokal unter C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzername gespeichert und enthält neben den Desktop-Einstellungen und persönlichen Daten des Benutzers eine ganze Reihe weiterer Verzeichnisse und Daten.

In der Zusammenarbeit von Windows-Arbeitsstationen und der Linux Musterlösung macht diese Standardeinstellung auf den ersten Blick wenig Sinn. Im Zweifelsfall würde die Übernahme der Standardeinstellung dazu führen, dass auf allen Arbeitsstationen unzählige Profile von Benutzern lokal gespeichert würden. Da die Benutzer sich nicht immer an der gleichen Arbeitsstation anmelden, würde eine unübersehbare Zahl von lokalen Profilen auf den Festplatten existieren.

Wer als Händler oder Netzwerkverwalter Windows-Arbeitsstationen für die Linux Musterlösung einrichtet, muss sich also Gedanken über den sinnvollen Umgang mit Profilen machen.

Profilierung

Grundsätzlich gibt es unter Windows 2000 und Windows XP Professional drei Arten von Profilen:
  1. das lokale Profil (local user profile)
  2. das serverbasierte Profil (roaming user profile)
  3. das verbindliche Profil (mandatory user profile), das sowohl lokal als auch serverbasiert realisiert werden kann

Weiter führende Informationen zu Benutzerprofilen (am Beispiel der Musterlösung Windows) gib es hier . Auch eine Online-Präsentation beschäftigt sich mit der Problematik der Profile im Zusammenhang mit der Musterlösung Linux.

Viele Netzwerkverwalter werden bei der Lösung des Profil-Problems zuerst an ein verbindliches, serverbasiertes Profil denken. Diese Überlegung ist im Prinzip natürlich richtig, jedoch lässt sie die besonderen Gegebenheiten der Linux Musterlösung außer Acht. Da die Linux Musterlösung durch den Einsatz von Rembo/MySHN in der Lage ist,
Arbeitsstationen zu „klonen“ und beim Booten zu „synchronisieren“ – d.h. einen vorher definierten Zustand wieder herzustellen - , kann es gerade die lokale Profil-Variante sein, die die im Umgang mit Profilen am meisten Sinn macht.

Allerdings sollten sich die Netzwerkverwalter darüber im Klaren sein, dass sie mit der unten ausgeführten Methode alle Benutzer zu Administratoren der Workstations machen und sich dadurch vielleicht neue (Sicherheits) Probleme einhandeln. Wer sich dazu entschließt, allen Benutzern lokale Administratorrechte zu geben, macht unter Sicherheitsgesichtspunkten aus einem Windows 2000/XP-Rechner faktisch einen Windows 98-Rechner. Als Gegenleistung vermeiden die Netzwerkverwalter allerdings Probleme mit der Verwaltung der einzelnen Rechner und sparen viel Zeit.

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Letzte Änderung: 17.10.2007