Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/netz/muster/linux/material/umstieg/paedml/, Stand 3. Sep. 2010
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Für den Umstieg von der Linux Musterlösung auf die paedML Linux gibt es ein Programm, das fast alle Daten von einer bestehenden Installation übernimmt (sophomorix-vampire). Trotzdem empfehlen wir den Schulen, beim Umstieg von der Version 2.x auf die paedML einen Neuanfang zu machen. Da der Server sowieso neu aufgesetzt werden muss, bietet es sich bei dieser Gelegenheit an, zahlreiche "Altlasten", die über die Jahre angehäuft wurden, zu entsorgen und mit einem "sauberen" System neu anzufangen. Wichtige Daten - z.B. die Homeverzeichnisse der Lehrer, die Workstation-Images, die serverbasierten Programme auf P:\ und die HTML-Dateien - können auch bei einem Neuanfang bei Bedarf ohne großen Aufwand übernommen werden.
Grundsätzlich ist zu überlegen, ob der Netzwerkberater die Daten in den "alten" Heimat- und Tauschverzeichnisse nach dem erfolgten Umstieg auf irgendeine Weise zur Verfügung stellt oder ob er allen Nutzern rechtzeitig den Umstiegstermin mitteilt und sie bittet, ihre persönlichen Daten zu sichern. Bei der großen Verbreitung von inzwischen sehr preiswerten USB-Sticks oder USB-Festplatten ist es wohl zumutbar, den Nutzern die Datensicherung zu überlassen.
Eine detaillierte Anleitung zum Umstieg von der Version 2.x auf die paedML finden Sie auch im Installationshandbuch. |
Voraussetzungen
Die folgende Anleitung zum Umsteigen geht von folgenden Annahmen aus:
Domänenabmeldung und DomänenanmeldungDiese Sicherungsplatte sollte noch eine Weile sicher aufbewahrt werden, da sie die einzige Möglichkeit einer unkomplizierten Rückkehr zum alten System darstellt.
Absicht
Es sollen ausgewählte Daten vom alten auf den neuen Server kopiert werden,
so dass einige Strukturen aus der alten Umgebung in die neue Umgebung eingepasst werden können. Trotzdem soll ein Neuanfang gemacht und die Daten aus den Heimat- und Tauschverzeichnissen der Schüler nicht, und die der Lehrer nur eventuell übernommen werden. Das alte P:-Laufwerk (Programme) wird wieder implementiert, da einige Programm in der alten Lösung serverbasiert installiert waren. Damit wird vermieden, dass alle Images neu angepasst werden müssen.
Anschluss der alten Platte
Die Sicherungsplatte des alten Servers wird in ein USB-Gehäuse eingebaut. Damit kann der alte Server komplett per USB an den neuen Server angeschlossen werden. Der neue Server meldet auf der Konsole, unter welchem Namen er die Platte findet (z.B. sda ; dann kann man die Partitionen der Platte entsprechend ihrer Nummer sda1 oder sda3 mounten).
Kopieren und anpassen
alt ML 2.3-x |
|
neu paedML 3.0 |
/home/lehrer |
nach |
/home/share/teachers/tauschalt |
/usr/local/samba/progs (P:) |
nach |
/home/samba/pml23 |
Die Rechte in tauschalt müssen so angepasst werden, dass die Kollegen/innen lesen können. Nach einigen Wochen wird das komplette Verzeichnis gelöscht. So lange haben die Kolleg/innen Zeit, ihre Daten zu sichern bzw. in die neuen Heimatverzeichnisse zu kopieren.
Hinweis: Bevor Konfigrationsdateien verändert werden, muss immer eine Kopie des Orginals angelegt werden. Beispiel: cp smb.conf smb.conf.orig
In /etc/samba wird die Datei smb.conf.shares mit einem neuen Share [pgmalt] erweitert. Als Vorlage benutzt man das Share [pgm] aus der smb.conf. Dieses Share wird sinngemäß angepasst; es setzt die Rechte so, dass Schüler und Lehrer nur lesen können. Wichtig: selbst angelegte shares müssen in der smb.conf.shares stehen. Dann wird die Logon-Batch-Datei angepasst. Sie befindet sich im Verzeichnis /home/samba/netlogon. Dort wird die Datei login.bat.compat editiert: Es wird eingefügt P: pgmalt . Danach wird login.bat.compat auf login.bat kopiert (vorher Sicherungskopie anlegen):
cp login.bat.compat login.bat (vor den Veränderungen Sicherungskopien anlegen).
Damit wird jedem User das Laufwerk P: verbunden, die Installationen auf den Images funktionieren wie vorher. Neue serverbasierte Programme werden dann auf K: installiert und entsprechen somit der Struktur der neuen Musterlösung.
Weiterhin werden wichtige Dateien auf den neuen Server kopiert, hierzu wird im Rootverzeichnis ein Unterverzeichnis alt angelegt. Es dient als Sammelstelle für allerlei Konfigurationsdateien.
alt |
|
neu |
wimport-data |
nach |
/root/alt |
rembo.key |
nach |
/root/alt |
myshn-v40.key |
nach |
/root/alt |
Harwarklasse a: config |
nach |
/root/alt/config.a |
Harwareklasse athlon2006: config |
nach |
/root/alt/config.athlon2006 |
lehrer.txt |
nach |
root/alt/lehrer.txt |
schueler.txt |
nach |
root/alt/schueler.text |
Von /root/alt werden die lehrer.txt und schueler.txt - Dateien an den vorgesehenen Ort für die Benutzer kopiert (/etc/sophomorix/user/). Sie sollten editiert (mit mc oder der Schulkonsole) und mit den Vorgaben (siehe Basiskursskript) abgeglichen werden. Vor dem Anlegen der User soll man sophomorix.conf editieren oder in der Schulkonsole die entsprechenden Voreinstellungen (Passwort, Quotas) machen. Danach kann man die Benutzer anlegen.
Die Rembo und mySHN-Schlüssel müssen in die vorgesehenen Verzeichnisse kopiert werden.
Die wimport-data muss ebenfalls editiert werden. Die eingetragenen IPs der alten Datei stimmen nicht mit IP-Struktur der neuen Musterlösung überein. Am zweiten Block muss immer eine 16 (entsprechend der Installation) stehen: 10.16.xx.xx. Den Rest kann man belassen, so wie er vorher war. Die angepasste Datei wird dann nach /var/lib/rembo/files/global/ kopiert. Danach kann man import_workstations aufrufen und spart sich damit die einzelne Rechneraufnahme.
Damit bekommt aber jede Hardwareklasse automatisch eine Konfigurationsdatei, die allerlei Voreinstellungen enthält. Diese Voreinstellungen stimmen in der Regel nicht mit den Einstellungen der alten Konfigurationsdateien überein. Man kopiert aus /root/alt die Konfigurationsdatei in das entsprechende Verzeichnis: /var/lib/mshn/groups/xxx . Beispiel für die Hardwareklasse athlon2006:
cd /root/alt, dann cp config.athlon2006 /var/lib/myshn/groups/athlon2006 . Nun befinden sich die neue und die alte config -Datei im richtigen Verzeichnis. Man wechselt in das Verzeichnis /var/lib/myshn/groups/athlon2006. Nun editiert man die alte Datei, indem man sie mit der neuen vergleicht. In der Regel sind bei den Voreinstellungen zwei Kommentarzeichen zu entfernen und eines zu setzen. Der Kopf der alten Datei soll genau so aussehen wie der Kopf der neuen Datei. Alles andere kann man belassen. Nun sichert man die neue Datei: cp config config.org dann kopiert man die alte Datei auf config: cp config.athlon2006 config
Damit hat man die alte Struktur angepasst. So verfährt man in jeder Hardwareklasse.
weiter mit Images für jede Hardwareklasse und Domänenanmeldung