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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/sueb/recht/urh/checkl/text_bild.htm, Stand 21. Oct. 2014

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
LehrerInnen Fortbildungs-Server
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Checkliste: Texte und Bilder

Diese Seite wurde auf Grund neuer Regelungen für das Kopieren an Schulen (Ergänzungsvereinbarung zum Gesamtvertrag zu § 53 UrhG vom 1.1.2013) aktualisiert, s. auch: interner Link Neue Regeln für das Kopieren ab 1.1.2013

Veröffentlichung urheberrechtlich geschützter Texte und Bilder (Grafiken, Fotos) in der Schule

Erläuterung zur Matrix:
Nein heißt immer, es müssen Rechte eingeholt werden und nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Rechteinhabers ist eine Nutzung möglich.

 
Bereitstellen
1
2
3
Fotokopie/digitale Kopie
Intranet (Kursraum, z.B. Moodle) (digital) [1]
Intranet / Internet (digital)
  Distribution

Material/Arbeitsblatt als

Fotokopie für die Klasse/Lehrerfortbildung

digitale Kopie, von der Lehrkraft erstellt
(z.B. auf CD/DVD/USB-Stick, per E-Mail [2a])

  • Weitergabe auch an Schüler [3a], aber nicht an Dritte
  • Ausdruck eines Digitalisats und Weitergabe an Schüler
  • Wiedergabe über PC, Beamer, IWB [2]
  • Speicherung auf Medien der Lehrkraft (Zugriff Dritter ist ausgeschlossen → Passwortschutz)


Material/Arbeitsblatt digital

Zugang mit Passwort für Lehrkräfte / Schüler/innen einer Klasse

im Rahmen einer Lehrer-Fortbildungsveranstaltung

Material/Arbeitsblatt digital

Zugang mit Passwort für alle Lehrkräfte / Schüler/innen einer Schule

auf der Homepage der Schule (frei zugänglich)

      § 53 Abs. 3 UrhG [3], Gesamtvertrag zu § 53 und Ergänzung § 52a Abs. 1 Nr. 1 UrhG [4], Gesamtvertrag zu § 52a  
1 Schulbuch

Ja [5] [6]

kleine Teile, d.h. bis zu 10 %, max. 20 Seiten.

Es darf aus jedem Werk 1 x pro Schuljahr/Klasse kopiert werden

Nein
§ 52a Abs.2 [7] [8]
Nein
Vgl. [7]
2 Sonstige Veröffentlichung als Text Ja [5]

kleine Teile eines Werks, bis zu 10%, max. 20 Seiten

Werke geringen Umfangs, (Lieder, Gedichte, kurze Erzählungen) max. 25 Seiten

ganze Bilder, Fotos und sonstige Abbildungen

Es darf aus jedem Werk 1 x pro Schuljahr/Klasse kopiert werden.

Ja [7]

kleine Teile eines Werks: bis zu 12%, max. 20 Seiten

Teile eines Druckwerks, max. 25%, nicht mehr als 100 Seiten

Werk geringen Umfangs: ein Druckwerk mit max. 25 Seiten

ganze Bilder, Fotos und sonstigen Abbildungen

Nein
Vgl. [7] § 52a Abs.1 (1)
3 WWW / Internet Ja [9]

Kleine Teile eines Werks, s. o.

Werke geringen Umfangs, (Liedtexte, Gedichte, kurze Erzählungen), s. o.

ganze Bilder, Fotos und sonstige Abbildungen

aus jedem Werk 1 x pro Schuljahr/Klasse

Ja

s.o.

Nein

s.o.

 

4 Notenblätter Ja [6] [10]

Kleine Teile eines Werks

Werke geringen Umfangs: Max. 6 Seiten [2a]

(Es darf aus jedem Werk 1 x pro Schuljahr/Klasse [14] kopiert werden)

Ja [10]

kleine Teile, bis zu 12 %, max. 20 Seiten [14]

Nein

s.o. [14]

 

5 Sonderfall
Blindenschrift
„Es ist zulässig, dass die Schule für blinde Schüler die sonst optisch sichtbaren Texte in Blindenschrift übersetzt oder auf Tonträger aufnimmt. Soweit hierbei nur einzelne Vervielfältigungsstücke des jeweiligen Werkes hergestellt werden, ist schon nach dem Gesetz keine Vergütung zu zahlen (§ 45 a UrhG). [11] Im Übrigen greift der Vertrag mit den Verwertungsgesellschaften.“ Johannes Lambert in Schulverwaltung spezial 1/2007, S. 26

 Checkliste: Download Herunterladen [pdf] [39 KB]  

 

Fußnoten:

[1]
Die vernetzte Arbeitsumgebung einer Schule / einem Seminar umfasst die lokale Netzumgebung insbesondere den Zugriff auf eine blended learning Plattform (z. B: Moodle bei BelWü). Die blended learning Plattform muss dabei Bedingungen erfüllen:

[2]
IWB bedeutet: interaktives Whiteboard

[2a]
s. interner Link www.schulbuchkopie.de

[3]
UrhG § 53 Abs 3

„(3) Zulässig ist es, Vervielfältigungsstücke von kleinen Teilen eines Werkes, von Werken von geringem Umfang oder von einzelnen Beiträgen die in Zeitungen oder Zeitschriften erschienen sind oder öffentlich zugänglich gemacht worden sind, zum eigenen Gebrauch

  1. zur Veranschaulichung des Unterrichts in Schulen, in nichtgewerblichen Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung sowie in Einrichtungen der Berufsbildung in der für die Unterrichtsteilnehmer erforderlichen Anzahl oder
  2. für staatliche Prüfungen und Prüfungen in Schulen, Hochschulen, in nicht gewerblichen Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung sowie in der Berufsbildung in der erforderlichen Anzahl
herzustellen oder herstellen zu lassen, wenn und soweit die Vervielfältigung zu diesem Zweck geboten ist.
Die Vervielfältigung eines Werkes, das für den Unterrichtsgebrauch an Schulen bestimmt ist, ist stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig.“


Die Einwilligung und die Kostenerstattung wird über einen interner Link Gesamtvertrag zu §53 (09.11.2011) und eine interner Link Ergänzungsvereinbarung zu diesem Gesamtvertrag (06.12.2012) über das Kopieren an Schulen geregelt.
externer Link http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__53.html

Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg hat seine Schulen am 6.11.2008 (s. http://lehrerfortbildung-bw.de/sueb/recht/urh/kopieren/ ) und am 21.12.2012 (s.interner Link http://lehrerfortbildung-bw.de/sueb/recht/urh/kop_2013) hierzu informiert.

[3a] Bitte weisen Sie Ihre Schüler darauf hin, dass diese die Digitalisate weder analog noch digital weiterverbreitet werden dürfen.



[4]

UrhG § 52a Öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung

(1) Zulässig ist,

  1. veröffentlichte kleine Teile eines Werkes, Werke geringen Umfangs sowie einzelne Beiträge aus Zeitungen oder Zeitschriften zur Veranschaulichung im Unterricht an Schulen, Hochschulen, nichtgewerblichen Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung sowie an Einrichtungen der Berufsbildung ausschließlich für den bestimmt abgegrenzten Kreis von Unterrichtsteilnehmern oder
  2. veröffentlichte Teile eines Werkes, Werke geringen Umfangs sowie einzelne Beiträge aus Zeitungen oder Zeitschriften ausschließlich für einen bestimmt abgegrenzten Kreis von Personen für deren eigene wissenschaftliche Forschung

veröffentlich zugänglich zu machen, soweit dies zu dem jeweiligen Zweck geboten und zur Verfolgung nicht kommerzieller Zwecke gerechtfertigt ist.

(2) Die öffentliche Zugänglichmachung eines für den Unterrichtsgebrauch an Schulen bestimmten Werkes ist stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig. Die öffentliche Zugänglichmachung eines Filmwerkes ist vor Ablauf von zwei Jahren nach Beginn der üblichen regulären Auswertung in Filmtheatern im Geltungsbereich dieses Gesetzes stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig.

(3) Zulässig sind in den Fällen des Absatzes 1 auch die zur öffentlichen Zugänglichmachung erforderlichen Vervielfältigungen.

(4) Für die öffentliche Zugänglichmachung nach Absatz 1 ist eine angemessene Vergütung zu zahlen. Der Anspruch kann nur durch eine Verwertungsgesellschaft geltend gemacht werden.
externer Link http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__52a.html

§ 19a Recht der öffentlichen Zugänglichmachung
Das Recht der öffentlichen Zugänglichmachung ist das Recht, das Werk drahtgebunden oder drahtlos der Öffentlichkeit in einer Weise zugänglich zu machen, dass es Mitgliedern der Öffentlichkeit von Orten und zu Zeiten ihrer Wahl zugänglich ist.
externer Link http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__19a.html


[5]
Die Veröffentlichung ist einwilligungsfrei, aber nicht vergütungsfrei. Die Vergütung erfolgt pauschal durch einen Gesamtvertrag der Länder mit den Verwertungsgesellschaften (VG Wort, VG Bild/Kunst, VG Musikedition), vgl. interner Link http://lehrerfortbildung-bw.de/sueb/recht/urh/vertrag/zfs.htm

[6]
Bei Werken, die für den Unterrichtsgebrauch an Schulen bestimmt sind sowie bei graphischen Aufzeichnungen von Werken der Musik (Noten) ist die Digitalisierung nur aus Printmedien erlaubt, die ab dem Jahr 2005 erschienen sind. Das Datum 2005 musste gewählt werden, weil die Verlage selbst erst ab diesem Zeitpunkt über die entsprechenden Rechte verfügen.


[7]
Entsprechend dem Gesamtvertrag der Länder mit den Verwertungsgesellschaften zur Abgeltung von Vergütungsansprüchen nach § 52 a Urheberrechtsgesetz für die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke bzw. Werkteile im Intranet von Schulen
                                             
Vgl. interner Link http://lehrerfortbildung-bw.de/sueb/recht/urh/vertrag/gesamtvertrag_52_a_urhg_14_Juli_2010.pdf

Vgl. auch :
externer Link http://www.lehrer-online.de/fall-des-monats-11-06.php


[8]
Die Regelungen für das öffentliche Zugänglichmachen von Werken oder Werkteilen für Zwecke des Unterrichts an den Schulen auf Lernplattformen mit passwortgeschütztem Zugang für Unterrichtsteilnehmer bleiben unverändert. Dies bedeutet, dass es auch künftig nicht erlaubt ist, Teile von Werken, die für den Unterrichtsgebrauch an Schulen bestimmt sind (Schulbücher) beispielsweise in eine Lernplattform (Moodle) einzustellen. Der Regelungsbereich des § 52 a UrhG (Öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung) unterscheidet sich zu dem in der Ergänzungsvereinbarung geregelten Bereich des § 53 UrhG dadurch, dass es bei § 52 a UrhG beispielsweise möglich ist, Materialien auf einen Server zu legen, auf die Schüler von Orten und Zeiten ihrer Wahl zugreifen können. In § 53 UrhG hingegen sind Vervielfältigungen zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch geregelt. Es handelt sich um eine andere Form der Verfügbarmachung.

[9]
„Praktisch wichtig für Schulen ist die Möglichkeit, kleine Teile eines Werkes bzw. Werke geringen Umfanges, die über das Internet zugänglich gemacht worden sind, auszudrucken und in der für eine Schulklasse erforderlichen Anzahl zu kopieren (§ 53 Abs. 3 UrhG). Damit können kurze Texte und einzelne Bilder aus dem Internet ohne Zustimmung des Rechteinhabers für den Unterrichtsgebrauch übernommen werden. § 53 Abs 3 UrhG ermöglicht in einem bestimmten Rahmen also den Download von Werken aus dem Internet“. (Stefan Haupt, Urheberrecht in der Schule, München 2006. S.79f .§ 53)
Die Veröffentlichung ist einwilligungsfrei, aber nicht vergütungsfrei. Die Vergütung erfolgt pauschal durch Gesamtvertrag der Länder mit den Verwertungsgesellschaften (VG Wort, VG Bild/Kunst, VG Musikedition), vgl.interner Link http://lehrerfortbildung-bw.de/sueb/recht/urh/vertrag/zfs.htm

[10]
Die Veröffentlichung ist einwilligungs- und vergütungspflichtig, beides aber bei kleinen Teilen, Werken von geringem Umfang oder einzelnen Beiträgen bei Printmedien durch Gesamtvertrag der Länder mit der VG Musikedition abgedeckt (vgl. Johannes Lambert in Schulverwaltung spezial 1/2007, S. 31f),
vgl. interner Link http://lehrerfortbildung-bw.de/sueb/recht/urh/vertrag/zfs.htm

[11]
§ 45a Behinderte Menschen
(1) Zulässig ist die nicht Erwerbszwecken dienende Vervielfältigung eines Werkes für und deren Verbreitung ausschließlich an Menschen, soweit diesen der Zugang zu dem Werk in einer bereits verfügbaren Art der sinnlichen Wahrnehmung auf Grund einer Behinderung nicht möglich oder erheblich erschwert ist, soweit es zur Ermöglichung des Zugangs erforderlich ist.
(2) Für die Vervielfältigung und Verbreitung ist dem Urheber eine angemessene Vergütung zu zahlen; ausgenommen ist die Herstellung lediglich einzelner Vervielfältigungsstücke. Der Anspruch kann nur durch eine Verwertungsgesellschaft geltend gemacht werden.
externer Link http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__45a.html

[14]Fotokopien für den Schulchor, das Schulorchester oder -bands usw. sind nicht erlaubt, es sei denn im Rahmen des Unterrichts, s. interner Link www.schulbuchkopie.de

 

Veröffentlichungsort: http://lehrerfortbildung-bw.de/sueb/recht/urh/checkl/text_bild.htm
© [28.11.2013] [Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen, Baden-Württemberg]

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Zuständige Redakteurin: Barbara Abel, abel@lehrerfortbildung-bw.de
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Letzte Änderung: 28.11.2013