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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/sueb/urda/urheber/checkl/musik_theater.html, Stand 22. Jan. 2017

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Checkliste: Musizieren und Theater spielen

Diese Seite wurde auf Grund neuer Regelungen für das Kopieren an Schulen (Ergänzungsvereinbarung zum Gesamtvertrag zu § 53 UrhG vom 1.1.2013) aktualisiert, s. auch: Neue Regeln für das Kopieren ab 1.1.2013

Aufführung / Vortrag

Öffentliche Wiedergabe ist in §52 UrhG [1] geregelt.
Die Einwilligungs- und Vergütungsfreiheit für Schulen bezieht sich auf die unkörperliche Form, d. h. Vortrag, Musizieren, sprachliche Aufführung und Aufführung musikalischer Werke.

Erläuterung: Nein heißt immer, es müssen Rechte eingeholt werden und nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Rechteinhabers ist eine Aufführung/Veröffentlichung möglich.


Veröffentlichung
Vorführen
Aufnehmen / Bereitstellen
Vorführen vor / in der Klasse


Vorführen im Rahmen einer privile- gierten Schulver-anstaltung, d.h:

soz. oder erzieherischer Zweck

abgegrenzter Kreis von Personen

kein Erwerbszweck
(Erstattung der Unkosten möglich)

Eintritt ohne Entgelt

keine Vergütung für Künstler

Vorführen im Rahmen einer Schulver-anstaltung mit folgenden Bedingungen:

kein Erwerbs- zweck
(Erstattung der Unkosten möglich)

Eintritt ohne Entgelt

keine Vergütung für Künstler

Vorführen in einer öffent- lichen Schulver- anstaltung mit mindestens einer der folgenden Bedingungen:

Externe zugelassen

Eintritt

Vergütung der Künstler

Werbung
Filmauf- nahme der Vorführung

Falls die Geneh- migung für die Aufnahme eingeholt und vergütet wurde:

Bereit- stellen über DVD / CD / Schul- homepage (auch falls nur in Teilen)
               

nicht-bühnenmäßige  Aufführung

( = kein bewegtes Spiel im Raum, z. B. Gedicht- oder  Liedervortrag, Konzert, Lesung)

Ja

einwil- ligungsfrei und vergütungs- frei

Ja

einwil- ligungsfrei und vergütungs- frei

Ja

einwil- ligungsfrei
aber
vergütungs- pflichtig [2]



Nein [3]

einwil- ligungs- pflichtig und vergütungs- pflichtig


Nein [3]

einwil- ligungs- pflichtig und vergütungs- pflichtig



Nein [3]

bühnenmäßige Aufführung [4]

( = bewegtes Spiel im Raum, z.B. Theaterstück, Musical, Oper)

Ja

einwil-ligungs frei und vergütungs- frei

Nein [4]

einwil- ligungs- pflichtig und vergütungs- pflichtig

Nein

einwil- ligungs- pflichtig und vergütungs- pflichtig

Nein [3]

einwil- ligungs- pflichtig und vergütungs- pflichtig

Nein [3]

einwil- ligungs- pflichtig und vergütungs- pflichtig

Nein [3]

einwil- ligungs- pflichtig und vergütungs- pflichtig

  Checkliste: Herunterladen [pdf] [19 KB]  
  

Fußnoten:

[1]

§ 52 Öffentliche Wiedergabe
(1) Zulässig ist die öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes, wenn die Wiedergabe keinem Erwerbszweck des Veranstalters dient, die Teilnehmer ohne Entgelt zugelassen werden und im Falle des Vortrags oder der Aufführung des Werkes keiner der ausübenden Künstler (§ 73) eine besondere Vergütung erhält. Für die Wiedergabe ist eine angemessene Vergütung zu zahlen. Die Vergütungspflicht entfällt für Veranstaltungen der Jugendhilfe, der Sozialhilfe, der Alten- und Wohlfahrtspflege, der Gefangenenbetreuung sowie für Schulveranstaltungen, sofern sie nach ihrer sozialen oder erzieherischen Zweckbestimmung nur einem bestimmt abgegrenzten Kreis von Personen zugänglich sind. Dies gilt nicht, wenn die Veranstaltung dem Erwerbszweck eines Dritten dient; in diesem Fall hat der Dritte die Vergütung zu zahlen.
(2) Zulässig ist die öffentliche Wiedergabe eines erschienenen Werkes auch bei einem Gottesdienst oder einer kirchlichen Feier der Kirchen oder Religionsgemeinschaften. Jedoch hat der Veranstalter dem Urheber eine angemessene Vergütung zu zahlen.
(3) Öffentliche bühnenmäßige Darstellungen, öffentliche Zugänglichmachungen und Funksendungen eines Werkes sowie öffentliche Vorführungen eines Filmwerks sind stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig.

http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__52.html

 

[2]
Pauschale Abgeltung durch Beitritt des Schulträgers in den Pauschalvertrag PV/ST 1/1 der GEMA möglich“.

[3]

Selbst, wenn ein vollständig neues Musik- oder Theaterstück, welches von den Schülern erarbeitet worden ist, aufgezeichnet werden soll, muss Folgendes beachtet werden:
                                   
§ 77 Aufnahme, Vervielfältigung und Verbreitung

  1. Der ausübende Künstler hat das ausschließliche Recht, seine Darbietung auf Bild- oder Tonträger aufzunehmen.
  2. Der ausübende Künstler hat das ausschließliche Recht, den Bild- oder Tonträger, auf den seine Darbietung aufgenommen worden ist, zu vervielfältigen und zu verbreiten.

Darüber hinaus muss beachtet werden, dass Rechte von Schüler/-innen bzw. Eltern eingeholt werden müssen (Recht am eigenen Bild).

noch oben

[4]

Grund: § 52 Abs. 3 UrhG: Öffentliche bühnenmäßige Darstellungen sind stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig. Die bühnenmäßige Darstellung ist definiert als das „bewegte Spiel im Raum“. Maßgeblich ist also nicht, ob die Vorführung auf einer „Bühne“ stattfindet.

 

Veröffentlichungsort: http://lehrerfortbildung-bw.de/sueb/recht/checkl/musik_theater.htm
© [09.04.2013] [Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen, Baden-Württemberg]

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Letzte Änderung: 12.12.2016