Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/unterricht/cm/zukunftswerkstatt/4_utopiephase.htm, Stand 26. May. 2012
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Auf die Kritikphase folgt die Phantasiephase. Dabei geht des darum, die in der Kritikphase aufgedeckten Probleme, Schwierigkeiten, Ängste und Befürchtungen ins Positive zu wenden. Die Teilnehmer werden durch den Moderator ermuntert, ihrer Phantasie und Kreativität freien Lauf zu lassen. Es wird ihnen zugestanden, dass sie alle Macht und alles Geld haben, um sich ihre neue Zukunft zu schaffen. In der Regel werden die Problemschwerpunkte der Kritikphase aufgenommen und in Arbeitsgruppen durch die Entbindung sozialer Phantasie und utopischen Denkens positiv gewendet.
Auch diese Phase ist in einzelne Schritte untergliedert:
Zunächst soll für jeden Kritikpunkt eine oder mehrere positive Alternativen gesucht werden. Auch diese werden wieder auf Karten geschrieben. Hier müssen in der Regel noch keine Phantasien oder Utopien entwickelt werden. Als Ziel dieses Schrittes kann man sich z. B. vornehmen, so viele positive Alternativen zu finden, dass die Kritikpunkte vollständig zugedeckt werden können.
Beispiel:
Abb. 5: POSITIVE UMFORMULIERUNG
Nun werden die Teilnehmer aufgefordert, in Stichworten möglichst phantasievolle, kreative und utopische Vorschläge für die Veränderung oder Verbesserung der Ausgangsproblematik zu skizzieren. Dabei ist es wichtig, von wirtschaftlichen, politischen und sozialen Zwängen zu abstrahieren und der Imagination freien Lauf zu lassen.
Spielregeln:
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Nachdem die von den Teilnehmern geäußerten Ideen systematisiert und bewertet wurden, sollen die besten Ideen (die mit den höchsten Punktzahlen) in der Kleingruppe weiterentwickelt werden. Dabei entstehen möglichst vollständige und anschauliche „utopische Entwürfe". Jede Gruppe ist zunächst aufgefordert, ihre Ergebnisse in grafischer Form darzustellen.
Beispiel: Entwurf eines Plakats

Die Gruppen überlegen sich dann, in welcher Weise sie den anderen Gruppenmitgliedern
ihre Ergebnisse in möglichst anschaulicher Form präsentieren. Hierzu
bieten sich vielfältige Darstellungsformen an (Kurzgeschichte, Rollenspiel,
Pantomime, usw.). In dieser Phase ist es besonders wichtig, dass der Moderator
darauf achtet, dass die Zeitvorgaben eingehalten werden. Allen Gruppen sollte
zu Beginn klar sein, dass sie spielen müssen. „Wir hatten nicht genügend
Zeit zum Üben" wird als Ausrede nicht akzeptiert.
Die hier am obigen Beispiel gezeigte Gruppe hat in einer szenischen Darstellung gespielt, wie es in der „Schule der Freiheit" zugeht.
Die Materialien zur Zukunftswerkstatt wurden von Herrn StD Franz Hergenröder Wirtschaftsgymnasium West, Stuttgart, erstellt, der auch für diese Inhalte verantwortlich zeichnet.
Die „Methode der Zukunftswerkstatt“ wurde von
Herrn Prof. Peter Weinbrenner auf einer Geschichtsfortbildung in Esslingen
1999 an der Landesakademie vorgestellt.