Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/unterricht/cm/zukunftswerkstatt/5_verwirklichungsphase.htm, Stand 26. May. 2012
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In der dritten Hauptphase geht es darum, die Zukunftsentwürfe und sozialen
Phantasien mit den realen Verhältnissen der Gegenwart zusammenzubringen
sowie Wege und Strategien zu ihrer Durchsetzung zu finden. Jetzt darf die bis
dahin aufgestaute Kritik wieder voll zum Zuge kommen, ohne dass die Zukunftsentwürfe
gleich wieder erdrückt werden. Vielmehr ist auch in dieser Phase wieder
Erfindungsreichtum und soziale Phantasie notwendig, um möglichst vielfältige,
neuartige und erfolgsversprechende Wege zur Verwirklichung der besseren Zukunft
zu finden.
Auch die letzte Hauptphase wird in mehrere Verwirklichungsschritte untergliedert:
Hierbei sollen die Entwürfe auf ihre Realisierbarkeit unter den gegenwärtigen und noch zu schaffenden Bedingungen überprüft werden: „Inwieweit lassen sie sich schon jetzt in Angriff nehmen? Gibt es bereits reale Ansätze in der gewünschten Richtung? Welche Hindernisse stehen ihnen im Wege? Welche Beharrungskräfte müssen überwunden werden? Wie beurteilen Fachleute, Wissenschaftler, Politiker ihre Erfolgschancen?"
Bei der Entwicklung von Durchsetzungsstrategien sollte sich die Gruppe zunächst darüber einig werden, an welchen Elementen ihres Entwurfes sie unbedingt festhalten will, und in welchen Bereichen auch Kompromisse möglich sind: Wie müsste vorgegangen und taktiert werden, um wenigstens die wichtigsten Teile zu retten? Welche politischen und ökonomischen Voraussetzungen wären notwendig? Gibt es Bündnispartner, die für die Unterstützung in Frage kämen? Soll man offen vorgehen oder solange wie möglich ohne große Publizität arbeiten?
Keine Zukunftswerkstatt sollte folgenlos bleiben. Im günstigsten Fall entwirft die Gruppe selbst einen Projektplan, bzw. bereitet eine gemeinsame Aktion vor, um ihre Neuerungen, Vorstellungen oder Utopien zu verwirklichen: „Was muss bei einem solchen Unternehmen bedacht werden? Wie sieht es mit der Finanzierung aus? Wer engagiert sich und mit welchem Einsatz? Wie wird die Öffentlichkeit hergestellt? Welche Repressalien sind zu befürchten, und wie ist ihnen zu begegnen? Welche Absicherungen sind möglich, welche sollten vorgenommen werden?"
Spielregeln:
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Die Materialien zur Zukunftswerkstatt wurden von Herrn StD Franz Hergenröder Wirtschaftsgymnasium West, Stuttgart, erstellt, der auch für diese Inhalte verantwortlich zeichnet.
Die „Methode der Zukunftswerkstatt“ wurde von
Herrn Prof. Peter Weinbrenner auf einer Geschichtsfortbildung in Esslingen
1999 an der Landesakademie vorgestellt.