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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/unterricht/sol/fb1/06_lernkultur/, Stand 18. Jan. 2017

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Lernkultur

SOL bildet nicht nur den strukturellen Rahmen für die Selbstorganisation von Lerngruppen.
SOL ist untrennbar mit einer neuen Lernkultur im Klassenzimmer verbunden.

Damit SOL gelingt, muss eine wesentliche Voraussetzung erfüllt sein:
eine vertrauensvolle und wertschätzende Lernatmosphäre entsteht im Klassenzimmer.
Damit ist die Lernumgebung als Ganzes gemeint, in der vor allem Beziehungen zwischen den Lernenden und der Lehrperson entscheidend für den Lernerfolg sind.

Wichtig dafür ist:

Professionalität des Lehrers

Das Konzept der Handlungsorientierung

Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre eigenen Lösungswege finden, sie sollen sich selbständig Informationen beschaffen und diese im Rahmen der Aufgabenstellung bewerten.
Sie müssen sich mit unterschiedlichen Lösungsansätzen innerhalb der Arbeitsgruppe auseinandersetzen und dabei eine geeignete Strategie gemeinsam entwickeln.
Ob die von den Lernenden getroffenen Entscheidungen richtig und der Problemstellung angemessen sind, muss während des Unterrichtsverlaufs mit Hilfe der Lehrenden geklärt werden.

Eine Fehlerkultur
Bei selbst organisierten Lernprozessen sind somit Fehler unvermeidbar, der Umgang damit wird zum didaktischen Prinzip.
Fehler sind aus dieser Sichtweise keine persönlichen Defizite der Lernenden.
Sie sollten im Laufe des Lern- und Unterrichtsprozesses in Lernchancen verwandelt werden. Dies sicherzustellen, ist Aufgabe der Lehrkräfte.

Diese Lernkultur umzusetzen, heißt konkret:


Eine Feedbackkultur

SOL-Unterricht fordert laufende Reflexionen und Rücksprachen mit den Schülerinnen und Schülern über die Wirkung des Unterrichts. Besonders wichtig ist dieser gegenseitige Austausch zum Aufbau der geforderten vertrauensvollen Lernumgebung: Nicht nur die Schülerinnen und Schüler lernen dazu, auch die Lehrerinnen und Lehrer sind in einen beständigen Lernprozess eingebunden – dies kann sich auf die Fachinhalte und Gestaltung von Arbeitsaufträgen beziehen und auf den Bereich der Entwicklung überfachlicher Kompetenzen.
Auch wir Lehrenden müssen lernen, wie beispielsweise gute Kooperation im Lehrerteam funktioniert, und unsere Schülerinnen und Schüler können uns z. B. nach einem fächerübergreifenden Projekt gut rückmelden, welche Wirkungen die Projektabsprachen der Lehrerinnen und Lehrer für sie hatten. Dazu können wir gezielt Feedbackschleifen einplanen und den Einsatz von Feedbackmethoden nach SOL-Arrangements anwenden.
Und das heißt: wir lassen die Schülerinnen und Schüler zu Wort kommen, nehmen ihre Argumente ernst und sind selbst lernbereit.

Die weiter Instrumente von SOL (Regelkreis, Arbeitsplanung, Zielkreislauf) sind Hilfsmittel zur Konkretisierung der oben beschriebenen Anforderungen.
Beispielsweise gibt der Einsatz des download Blattes zur SOL-Arbeitsplanung wichtige Hinweise darauf, wie die Lernprozesse in den einzelnen Schritten ablaufen.
Die gemeinsame Analyse möglicher Diskrepanzen zwischen Planung und Umsetzung lässt wertvolle Rückschlüsse auf die Lernprozesse zu und erleichtert die notwendige Lernberatung.



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Letzte Änderung: 27.04.2016