Arten von WebQuests
Der Erfinder
Bernie Dodge differenziert Webquests
nach dem Zeitrahmen, über den sich Schülerinnen und Schüler mit
dem WebQuest beschäftigen - Short Term WebQuests (kleine WebQuests)
und Longer Term WebQuests (große Webquests):
- Kleine Webquests
Die Schülerinnen und Schüler erhalten
eine bestimmte Menge an neuen Informationen über ein Sachgebiet und setzen
sich mit ihnen innerhalb weniger Unterrichtsstunden auseinander. Ungeordnete
Informationen eines Sachthemas werden nach Kriterien strukturiert und in den
Wissenshorizont der Schülerinnen und Schüler integriert sowie von
ihnen präsentiert.
- Große WebQuests dienen der Bearbeitung
einer komplexen Fragestellung über einen längeren Zeitraum (u.U.
über ein Schulhalbjahr) hinweg. Ziel ist ein Ausbau und das Vertiefen
von Wissen sowie eine Problemlösung. Die Schülerinnen und Schüler
analysieren und transformieren ein Wissensgebiet tiefgründig und umfassend.
Heinz Moser, der die WebQuest-Methode
in den deutschsprachigen Raum gebracht hat, unterscheidet drei Grundformen
von WebQuests:
-
WebQuests, in denen Informationen zu Wissen-
und Erfahrungswelten verdichtet wird.
- WebQuests, mit denen Probleme gelöst
werden.
- WebQuests im kommunikativen Austausch.
(Über die Kommunikatiosmöglichkeiten des Internets nehmen die SchülerInnen
Kontakt zu externen Expertinnen und Experten oder anderen Schülerinnen
und Schülern auf.)
Daneben können WebQuests auch in Form eines
Rollenspiels konzipiert werden. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten
ein Problem aus unterschiedlichen Rollen heraus und kommen so zu unterschiedlichen
Lösungen und Sichtweisen.
Weiterführende Links und Literatur:
- Moser, Heinz: Abenteuer Internet. Lernen mit
WebQuests, Zürich 2000
- Bernie Dodge:
Some
Thoughts About WebQuests, San Diego State University 1995 und 1997