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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/werkstatt/freemedia/pg/, Stand 26. May. 2012

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
LehrerInnen Fortbildungs-Server
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Hinweise für Fortbildner/innen

Die folgenden Hinweise sollen Fortbildner/innen dabei helfen, Materialien in Ihren Fortbildungen sowie auf dem Lehrerfortbildungsserver zur Verfügung zu stellen und von Beginn an, Konflikte mit dem Urheberrecht zu vermeiden.

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Gliederung

Einen Überblick zum Internet- und Urheberrecht erhalten Sie im Bereich
weiter Urheberrecht und Datenschutz in der Schule.


Planung der Fortbildung

Eine fertige Fortbildung im Nachhinein auf die Einhaltung von Urheberrechten zu überprüfen und für die Publikation aufzubereiten, ist mühsam und stellenweise kaum möglich, weil die genutzten Quellen oft nicht genau genug dokumentiert wurden oder weil kein Ersatz für zentrale Materialien gefunden werden kann.

Unsere Erfahrung zeigt, dass schon in der Planungsphase geklärt sein muss, dass in der Veranstaltung und ihrer Dokumentation Materialien unter freien Lizenzformen (z.B. Creative Commons) verwendet werden sollen. Im Einzelfall begründete Abweichungen können sich ergeben - Hinweise finden Sie im entsprechenden Abschnitt weiter Umgang mit geschützten Materialien.

Materialiensuche

Alle größeren Webdienste stellen Ihnen ausgefeilte Suchfunktionen zur Verfügung, die eine Einschränkung der Funde auf Materialien unter CC Lizenz oder verwandten Lizenzformen erlauben.

Bilder Für die Suche nach Bildern haben wir Ihnen im Bereich weiter Suchstrategien entsprechende Anleitungen hinterlegt, die Sie auch als Video einsehen können. Eine Linkliste zu entsprechenden Bilderdatenbanken ist weiter hier zu finden.
Texte Schwieriger gestaltet sich meist die Suche nach freien Texten. Eine weiter Linkliste zu Webseiten mit freien Texten steht Ihnen bei uns zwar zur Verfügung, behebt aber nicht alle Probleme. Im Ergebnis werden Sie vermehrt Texte auch selbst schreiben. Beachten Sie das Zitatrecht.
Karten Seit Openstreetmap ist die Suche nach freien Karten leicht geworden. Geographen werden bei den weiter hier verlinkten Diensten nicht nur - auf der lokalen Ebene hervorragendes - Material vorfinden, sondern erhalten auch Anregungen zum Mitmachen.

Literaturangaben sind ein Muss

Bibliografisch korrekte Quellenangaben sind die Voraussetzung für die Aufbereitung von Materialien für die Publikation und erleichtern auch den Teilnehmer/innen Ihrer Fortbildung die Suche nach Alternativen, um eine bessere Passung für deren konkrete Unterrichtssituation zu erreichen. Welche Zitierweise Sie nun vorziehen ist hierbei nicht erheblich - das Material muss gefunden werden können, und zwar mit einem Klick. Links, die z.B. auf die Hauptseite "Der Zeit" führen, helfen nicht. Sie müssen den URL zum einzelnen Artikel, zum konkreten Bild etc. angeben. Zeitangaben sind bei Internetquellen hilfreich - vor allem wenn Sie auf Seiten verlinken, die sich schnell verändern. Einige Beispiele:

  Richtig / Vollständig Falsch / Unvollständig
Texte Klopp, Tina; Gesetze zu verkaufen; in: Zeit Online, 07.10.2010: http://www.zeit.de/digital/internet/2010-10/open-data-lizenzen-urheberrechte [04.01.2011: 12:48] Klopp, Tina; Gesetze zu verkaufen; in: Zeit Online, 07.10.2010: http://www.zeit.de/
Bilder N.N.; Der Deutsche Bundestag in Berlin. in: Klopp, Tina; Gesetze zu verkaufen; in: Zeit Online, 07.10.2010: http://images.zeit.de/digital/internet/2010-10/bundestag-gesetzgeber/bundestag-gesetzgeber-540x304.jpg [04.01.2011: 12:48] N.N.; Der Deutsche Bundestag in Berlin. in: Klopp, Tina; Gesetze zu verkaufen; in: Zeit Online, 07.10.2010: http://www.zeit.de/digital/internet/2010-10/open-data-lizenzen-urheberrechte

Umgang mit geschützten Materialien

Gelegentlich lassen sich im Internet keine freien Medien finden. Hier beschreiben wir einige alternative Vorgehensweisen für Ihre Onlinepublikation, die mit sich bringen können, dass die Originale nicht Bestandteil Ihrer Materialien sind. Über Ihre Quellenangaben oder Links haben Ihre Teilnehmer/innen jedoch immer die Möglichkeit, sich das Original zu besorgen. Die Teilnehmer/innen der Veranstaltung und die Online-Lesenden haben so zwar eine Komforteinbuße hinzunehmen, dafür ist das Material jedoch auf dem Lehrerfortbildungsserver publizierbar.

Möglichkeit 1: Auf die Quelle wird verlinkt:

Die einfachste Möglichkeit im Internet: Ein Link führt zur Seite mit den entsprechenden Informationen. Sie selbst geben in Ihren Materialien lediglich die Bereiche an, die für die konkrete Unterrichtsstunde genutzt werden sollen. Das kann dann wie folgt aussehen:

Klopp, Tina; Gesetze zu verkaufen; in: Zeit Online, 07.10.2010: extern http://www.zeit.de/digital/internet/2010-10/open-data-lizenzen-urheberrechte [04.01.2011: 12:48] - zweiter und dritter Absatz des Textes:

"Kostenlos bietet der Bundesanzeiger im Netz [...]

[...] es spezielle Abkommen mit externen Dienstleistern gibt."

Möglichkeit 2: Die Quelle wird lediglich genannt:

Diese Möglichkeit bietet sich an, wenn keine Internetquelle vorhanden ist oder auch immer dann, wenn das Material Lehrwerken entnommen wurde:

Badische Zeitung; 'Junges Freiburg' im Gemeinderat; 25.10.2003; in: Bub-Kalb, S. et al; Terra. GWG 8/9 Gemeinschaftskunde Wirtschaft 1/2. Gymnasium Baden-Württemberg; Klett-Perthes, Stuttgart 2004: S. 54-55 - gesamter Text inklusive der Arbeitsaufträge 1,2 und 3

Plaßmann, T.; Karikatur zum Thema Teleshopping; in: Bub-Kalb, S. et al; Terra. GWG 8/9 Gemeinschaftskunde Wirtschaft 1/2. Gymnasium Baden-Württemberg; Klett-Perthes, Stuttgart 2004: S. 76.

Eine Reihe von Beispielen aus einer Fortbildung, die das oben genannte Verfahren verwendet, finden Sie im Bereich weiter Fächer /GWG auf unserem Server.

Möglichkeit 3: Die Rechte zur Publikation werden eingeholt:

Es kann Gründe geben, warum Materialien unbedingt Teil der Materialien zur Fortbildung und auch der Publikation zu derselben sein sollten. In diesem Fall müssen Sie die entsprechenden Rechte beim Autor bzw. dessen Verlag einholen.

Wir stellen Ihnen bei Bedarf Formulare zur Verfügung, die eine Kommunikation mit den Rechteinhabern erleichtern und die sich über viele Jahre bei uns bewährt haben. Wichtig ist:

  1. Dokumentieren Sie die Kommunikation mit den Rechteinhabern vollständig.
  2. Drucken Sie erhaltene E-Mails immer auch aus.
  3. Bewahren Sie die Dokumentation zu diesem Vorgang an einem sicheren Ort auf.

Uns - dem Lehrerfortbildungsserver - reicht Ihre schriftliche Versicherung per Fax, dass Sie die Rechte eingeholt und die Rechteeinholung dokumentiert haben. Entsprechende Unterlagen schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

Dokumentenformate

Eine Online-Redaktion kann mit vielfältigen Dokumentenformaten umgehen und die Inhalte für einen Internetauftritt aufbereiten - aber wir haben auch unsere begründeten Vorlieben:

Office-Dokumente

Office Dokumente nehmen wir am liebsten im Format DOC, XLS, PPT (Microsoft Word, Excel, PowerPoint) oder ODT, ODS bzw. ODP (OpenOffice Writer, Calc, Impress) entgegen.

Die Dokumentenformate von Microsoft Office 2007 und 2010 (DOCX, PPTX, XLSX) eignen sich nur bedingt für den Dokumentenaustausch mit uns und selten für Ihre Teilnehmer/innen an Fortbildungen bzw. Ihre Leser/innen im Netz:

  1. Auf Rechnern mit einer älteren Softwareausstattung unter Windows können derartige Dokumente nicht geöffnet und bearbeitet werden.
  2. Einige Webserver haben bei der Einbindung derartiger Dokumente technische Probleme, weil die sog. Mime-Type Definition nicht angepasst wurde. Die direkte Verwendung bzw. Weitergabe über das Schulnetz oder schulische Rechner ist nicht sicher gestellt.
  3. Auf Betriebsystemen, die nicht aus dem Hause Microsoft stammen, macht die Verarbeitung derartiger Dokumente ebenfalls Probleme: Entweder können diese nicht einmal lesend eingesehen werden oder aber nicht bearbeitet werden.

Gerne nehmen wir zusätzlich auch PDF-Dokumente entgegen, damit wir uns einen Eindruck davon machen können, wie das von Ihnen gewünschte Druckergebnis aussehen soll. Auf Wunsch stellen wir - neben der üblichen Aufbereitung fürs Internet - auch ausschließlich PDF Dokumente zum Download zur Verfügung.

Sonstige Dateiformate

Bilder und Grafiken stellen Sie uns bitte im Original zur Verfügung (JPG, GIF oder PNG). Wenn Sie Bilder und Grafiken in Office-Dokumente einbinden, dann sollten Sie diese mit einer Bildbearbeitung auf die richtige Größe bringen.

Tondateien werden am besten im MP3 oder OGG Format eingereicht.

Videodateien eignen sich nur in den seltensten Fällen für eine direkte Einbindung auf dem Lehrerfortbildungsserver. Hier sollten Sie mit uns in Kontakt treten, damit wir die Details besprechen können.

Anleitungen

Anleitungen für den Umgang mit den wichtigsten Programmen aus den Bereichen Bild, Grafik und Office etc. finden Sie bei uns auf dem Server im Bereich der weiter Medienwerkstatt.

Freie Lizenzen nutzen - warum?

Die Suche nach freien Materialien gestaltet sich - gerade zu Beginn, wenn man die benötigten Suchtechniken noch nicht beherrscht - schwieriger als der Griff ins schulische Bücherregal oder zur Tageszeitung. Sie und Ihre Teilnehmer/innen haben von diesem Aufwand jedoch entscheidende Vorteile:

  1. Fortbildner/innen können die Materialien ohne Umgehung der Urheberrechte und ohne Kosten in ihren Fortbildungen verwenden und weitergeben.
  2. Ihre Teilnehmer/innen können die Materialien ohne weitere Kosten einsetzen. Der Kauf entsprechender Literatur (oft: im Klassensatz) ist nicht nötig.
  3. Ihre Teilnehmer/innen können die Materialien bei vielen freien Lizenzmodellen an die eigenen unterrichtlichen Bedürfnisse anpassen.
  4. Ihre Teilnhemer/innen können die Materialien selbst wiederum anderen Kolleg/innen weitergeben. Die Verbreitung der Fortbildungsinhalte wird hierdurch erleichtert und Ihre Fortbildung erzielt eine höhere Reichweite und somit Wirksamkeit.
  5. Ihre Teilnehmer/innen können das Medium für ihren Unterricht freier wählen: Sie sind z.B. nicht auf Papier angewiesen, wenn eine E-Learning-Umgebung besser in das Unterrichtssetting passen würde. In einer solchen (z.B. Moodle) können die Materialien dann auch zusätzlich zum Unterrichtsablauf zur Verfügung gestellt werden - oder für Freiarbeitsphasen, Binnendifferenzierung oder Hausarbeiten etc. von den Schüler/innen genutzt werden.
  6. Durch die Pflicht zur Quellenangabe werden die Schüler/innen an die wissenschaftliche Zitierweise herangeführt, können sich ein Vorbild nehmen und können somit leichter zum exakten Arbeiten angehalten werden.
  7. Die überwiegende Nutzung freier Materialien schließt die Nutzung ausgewählter kostenpflichtiger Materialien nicht aus: Ihre Teilnehmer/innen, vor allem jedoch die Schüler/innen, erfahren, dass bestimmte Leistungen auch im Bildungsbereich Geld kosten und dass es keine Lösung für Finanzierungsprobleme sein kann, das Recht zu beugen oder zu brechen.
  8. Die Nutzung von Materialien unter freier Lizenz ist auch eine Wertentscheidung: Die Teilnehmer/innen in den Fortbildungen und die Schüler/innen im Unterricht werden nicht an Rechtsbrüche gewöhnt.
  9. Für die Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Materialien können Sie auch haftbar gemacht werden.

Nehmen Sie die Probleme zum Anlass, selbst unter freien Lizenzformen zu publizieren.

In eigener Sache: Umsetzungsplanung mit Web-Blick

Internetredaktionen denken in Ordner-Strukturen und Navigationsebenen. Fortbildner/innen und Unterrichtende denken in Unterrichtsschritten oder Kapiteln.

Oft passt dies wunderbar zusammen - jeder Abschnitt, jedes Kapitel in der Fortbildung wird im Internet dann ein eigener Ordner und damit eine eigene Ebene. Probleme treten dann auf, wenn die Zahl der Untergliederungen der Kapitel die Zahl der Navigationsebenen auf einem Internet-Server überschreitet:

1. Kapitel
1.1. Unterkapitel
1.1.1. Unterkapitel
1.1.1.1. Unterkapitel
1.1.1.1.1. Diese Gliederungstiefe sollte vermieden werden!

Orientierungsregel: Kapitel können in (fast) beliebiger Zahl verwendet werden - mehr als 4 Unterkapitel-Ebenen sind problematisch.

Ein Blick in die Dokumentation einer Fortbildung zum Kompetenzorientiertem Unterricht im Fächerverbund GWG am Gymnasium hilft Ihnen beim Verständnis: weiter http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/gwg/fb1/

Beispiel aus dem Bereich GWG

  1. Die erste Ebene beinhaltet die Kapitel
    1. Bildungsplan1
    2. Standardbasierter und kompetenzorientierter Unterricht im Fächerverbund GWG - im Bild markiert mit (1)
    3. Kompetenzorientiert Unterrichten
    4. Umsetzungsbeispiele
    5. Integrative Module
    6. etc. pp
  2. Die zweite Ebene innerhalb des Kapitels "Übersicht: Kompetenzorientierter Unterricht im Fächerverbund GWG" erlaubt den Zugriff auf die Unterkapitel
    1. Einführungsvortrag - im Bild markiert mit (2)
    2. Vortrag Gerhard Ziener
  3. Die dritte Ebene innerhalb des Kapitels "Einführungsvortrag" erlaubt den Zugriff auf die Unterkapitel
    1. Aufgaben der Zentralen Projektgruppe (ZPG) GWG
    2. Perspektivwechsel oder Paradigmenwechsel
    3. Vom Perspektivwechsel zum kompetenzorientierten Unterricht - im Bild markiert mit (3)
  4. Die vierte Ebene innerhalb des Kapitels "Vom Perspektivwechsel zum kompetenzorientierten Unterricht" erlaubt den Zugriff auf die Unterkapitel
    1. Was sind Kompetenzen?
    2. Operatoren
    3. Kompetenzorientiert unterrichten - im Bild markiert mit (4)

Aktiv und geöffnet ist das Kapitel "Kompetenzorientiert unterrichten", was an der Farbe des Links in der Navigation zu sehen ist. Es werden im Beispiel oben lediglich vier Unterkapitel-Ebenen verwendet. Die Abbildung der Gliederung der Fortbildungs-Veransaltung auf unserem Server ist ohne Probleme möglich.


Quellenangaben zu dieser Seite

Alle Icons auf dieser Seite stehen unter GPL: extern http://gnome-look.org/content/show.php/Faenza?content=128143

Diese Seite selbst steht unter der folgenden Lizenz: weiter (CC) BY-NC-SA


1 Der Knopf "Übersicht: Kompetenzorientierter Unterricht im Fächerverbund GWG" ist kein eigener Hauptabschnitt, sondern die Startseite des Bereichs.

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Zuständiger Redakteur: Dirk Weller, weller@lehrerfortbildung-bw.de
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Letzte Änderung: 18.01.2011