HTTrack feinsteuern
HTTrack bietet eine zu Anfang fast erschlagende Vielfalt an Einstellungsmöglichkeiten
für den Download von Internetseiten. Hier soll lediglich auf die Registerkarten
des Einstellungsmenüs aufmerksam gemacht werden, die im schulischen Kontext
häufig benötigt werden.
- Sollten Sie hinter einem Proxyserver sitzen, dann können
Sie diesen hier eintragen und konfigurieren. HTTrack ist damit auch in komplexeren
Client-Server Umgebungen einsetzbar. Was Sie hier eintragen müssen, kann
Ihnen Ihr Netzwerkberater mitteilen.
- HTTrack lädt nicht einfach alles aus dem Netz - Sie können einstellen,
welche Dateiformate Sie auf der Festplatte vorfinden wollen
und welche nicht. So können Sie hier z.B. die oft sehr großen Dateiformate
wie ZIP-Archive oder Filme (MPG, AVI, MOV ...) vom Download ausschließen
und HTTrack auf das Kopieren von Bildern und Text beschränken. In diesem
Fall nutzen Sie die vordefinierten Filterregeln in HTTrack und setzen Sie
kein Häkchen bei den Archivformaten [zip, tar, tgz ...] und den Filmformaten
[mov, mpg, mpeg ...], dafür aber bei den Bilderformaten [gif, jpg, jpeg
...].
Auch Werbebanner können durch Ausschluss der bekannten Werbeserver wie
ad.doubleclick.net explizit vom Download ausgenommen werden - hierzu dient
die Schaltfläche [Link(s) ausschließen].
- Hinter der Registerkarte [Flusskontrolle] verbirgt sich die Möglichkeit,
HTTrack zum Aufbau mehrerer Verbindungen zu der Internetseite
zu bringen. Dadurch entstehen bei Modem- oder ISDN Verbindungen keine weiteren
Kosten - die Internetseite wird lediglich etwas schneller geladen, weil das
Programm schon die nächsten Daten anfordert, bevor die aktuelle Seite
komplett auf der Festplatte ist. Bei Problemen mit dem Download - zum Beispiel
bei hohem Netzwerkverkehr - lohnt sich das Spiel mit den Einstellungen [Timeout(s)]
und [Wiederholungen].
- Auf der Karte [Grenzwerte] definieren Sie, wie viele Links und auch welche
Links HTTrack verfolgen soll. Sie steuern hiermit den Umfang des Downloads.
Eine [Maximale Tiefe] von [2] bedeutet, dass HTTrack nicht nur die Internetseite
liest, die Sie als Startseite eingegeben haben, sondern dass a.) alle Links
auf dieser Seite gelesen werden und b.) auch noch alle Links auf den Seiten,
die eine weitere Ebene tiefer liegen in den Download mit eingeschlossen werden.
Sie sollten mit diesen Einstellungen vorsichtig umgehen und keine zu hohen
Werte wählen - der Umfang des Downloads kann schnell sehr groß
werden, da HTTrack alle Links der Seite verfolgt. Wenn Sie unter [Maximale
externe Tiefe] [0] wählen, können Sie HTTrack aber auf das Laden
von Seiten vom Server der Startseite beschränken. Zeitliche Beschränkungen
wie auch Beschränkungen der Grösse des gesamten Downloads können
ebenfalls hier eingestellt werden. Durch die Senkung der [Maximalen Übertragungsrate]
schaffen Sie sich Raum, um parallel zu einem Download durch HTTrack auch noch
selbst surfen zu können.
- Über die Registerkarte [Struktur] legen Sie fest, wie die Seiten
auf Ihrer lokalen Festplatte abgelegt werden sollen. Wenn Sie Ihr
Projekt auf CD brennen wollen, dann sollten Sie z.B. bei [ISO9660-Namen] ein
Häkchen setzen.
HTTrack bietet eine Reihe von vordefinierten Strukturtypen zur Auswahl an:
[Site-Struktur (Standard)] ist fast immer die richtige Einstellung.
Selbstverständlich können Sie auch eine eigene Struktur für
den Download festlegen, indem Sie auf das Feld [Optionen] klicken.
Auf den weiteren Registerkarten dieses Menüs finden Sie Möglichkeiten
zur weiteren Feinsteuerung des Programms. Lediglich [Browser ID] spielt noch
eine größere Rolle, da Sie hier HTTrack den Internetservern gegenüber
als Mozilla oder auch als Internetexplorer auftreten lassen können. Viele
Lese- und Darstellungsfehler auf den heruntergeladenen Seiten lassen sich so
leicht korrigieren.
Weitere Hinweise entnehmen Sie bitte dem englischen Handbuch und den Hilfeseiten
zu HTTrack:
http://www.httrack.com/html/index.html