Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/werkstatt/internet/web2/, Stand 20. Jun. 2013
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Der Begriff Web 2.0 war ein "Buzzword" aus der ersten Hälfte des ersten Jahrzehnts im neuen Jahrtausend. Es beschreibt eine Sammlung neuer Technologien und Dienste sowie auch eine veränderte Sichtweise des Internets insgesamt. Der Begriff steht demnach nicht für eine neue Softwarerevision, wie z.B. OpenOffice 2.0 statt OpenOffice 1.5 oder Microsoft Word 2007 statt Microsoft Word 2000, sondern für ein neues Paradigma (oder die Suche danach).
Web 2.0 fasst aktuelle Entwicklungen zusammen, wobei die Grenzen des Begriffes, wie auch der Begriff selbst, unscharf sind. Dies ist auch darin begründet, dass Web 2.0 zuerst ein Marketingbegriff war. Andere Buzzwörter haben den Begriff inzwischen abgelöst (z.B. Cloud).
Zu den Web 2.0 zugerechneten Anwendungen zählen z.B. Content Management
Systeme (
CMS),
Blogs, Internetforen
und
Wikis.
Gemeinsam ist diesen Anwendungen, dass Internetseiten
nicht mehr auf dem heimischen Rechner erstellt (
HTML Editoren) und dann zur Publikation
ins Internet hochgeladen werden (
FTP Programme), sondern direkt im Internet
selbst erzeugt und verändert werden (
CMS).
meist nicht mehr von einer Person allein betreut und gestaltet werden, sondern
die Arbeit an den Webseiten im Kontext einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten
oder an dem jeweiligen Thema Interessierten (der "Community") erzeugt
werden (
Wikis
wie z.B.
de.wikipedia.org).
die Grenzen zwischen Privat (der heimische Rechner) und öffentlich
(die Internetseiten) zunehmend auflösen - Internettagebücher und
Foren, öffentliche Bildersammlungen wie
Flickr und Filmsammlungen
wie
youtube.com
sowie Online-Bookmarksammlungen wie
del.icio.us sind ein gutes
Beispiel hierfür. Komplette Internetbetriebssysteme treiben diese Entwicklung
auf die Spitze:
eyeOS
Die entwickelten Technologien hinter Web 2.0 erlauben sogenannte "Mashups" (Vermischung, Vermanschung) - Neuzusammenstellungen bereits vorhandener Internetdienste, um hieraus eigene Anwendungen zu erzeugen. Auch hier ist die Auflösung der Grenzen zwischen Eigen und Fremd, lokal und entfernt kennzeichnend:
der eigene Server integriert fremde Anwendungen. Das kann ein Wetterinformationsdienst,
ein Routenplaner, eine Bookmarksammlung und dergleichen sein. Eine gute
Sammlung an Beispielen von diesen auch WebAPIs genannten Diensten zur Integration
in Ihre eigene Homepage finden Sie auf
web2null.de)
Internetseiten (entfernt, fremd) lassen sich zunehmend wie ein Desktop (lokal,
eigen) bedienen (z.B. bei
pageflakes.com).
Umgekehrt werden Informationen aus und über den eigenen Rechner auch
im Internet ("in der Cloud") abgelegt.
Die sich aus dieser Vermischung von privat und öffentlich ergebenden (auch
rechtlichen) Probleme werden von den Teilnehmern und Protagonisten dabei oft
ignoriert (Artikel zum Thema bei
Telepolis).
Linksammlungen zu Web 2.0 Anwendungsbeispielen finden Sie z.B. bei den Blogs
von
Virtualkarma
und
Dion
Hinchcliffe
Eine gute Einführung in Web 2.0 mit vielen Links finden Sie im
Wikipedia Artikel
zum Thema.
Der Grundlagenartikel von O'Reilly
What
is Web 2.0 und die
deutsche
Übersetzung hiervon sind selbstverständlich ebenfalls im Netz
zu finden.