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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/werkstatt/lern/, Stand 28. Jun. 2016

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Individuelles und kooperatives Lernen mit digitalen Medien

Grundgedanken

Die Fortbildung soll aufzeigen, welche Möglichkeiten digitale Medien bieten, um individuelle und kooperative Lernprozesse in der Schule zu erleichtern, zu verbessern oder erst möglich zu machen. Dabei spielen sowohl didaktische als auch organisatorische Aspekte eine Rolle.

Neben der Erarbeitung von fachbezogenem Wissen ist in vielen Fällen auch die gleichzeitige Entwicklung von Medienkompetenz ein Unterrichtsziel. Die Schülerinnen und Schüler sollen im praktischen Erleben Werkzeuge kennen lernen, mit deren Hilfe sie sich Wissen erarbeiten können. Darüber hinaus sollen sie aber auch (sowohl individuell als auch zusammen mit der Lehrperson und der ganzen Lerngruppe) darüber nachdenken, wie diese Werkzeuge in anderen Kontexten angewandt werden können, welche Vorteile, aber auch welche Nachteile diese bergen.

Die Fortbildung versucht, praktische Beispiele aufzuzeigen und zu reflektieren, die sich problemlos aus dem konkret gezeigten fachlichen Kontext auf andere Fächer und Anwendungsbereiche übertragen lassen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildung bekommen ausgiebig Gelegenheit, mit den gezeigten Tools zu arbeiten und deren Einsatz im eigenen Unterricht zu reflektieren. Dabei wird in der Regel an konkreten Unterrichtssituation gearbeitet. Im Unterrichtsalltag sollen die Fortbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmer dann ihre Schülerinnen und Schüler zur aktiven, produktiven Verwendung der digitalen Werkzeuge hinführen. Eine rein rezeptive Haltung soll bewusst überwunden werden.

Werkzeuge und Plattformen

Die Vielfalt der verfügbaren digitalen Tools wird in der Fortbildung auf einige wenige, vielseitig einsetzbare Anwendungen reduziert. Dabei stehen kostenlose, in der Regel frei verfügbare Programme und Dienste im Mittelpunkt. Das Ziel der Fortbildung ist, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Gespür dafür zu vermitteln, in welchen Unterrichtssituationen sie mit digitalen Mitteln einen Mehrwert für die Schülerinnen und Schüler und für sich selbst erzielen können. Dabei möchte die Fortbildung zu einer explorativen Herangehensweise an neue Tools ermutigen und setzt daher nur wenige kochrezeptartige Anleitungen ein. Selbstverständlich ist jederzeit Unterstützung vorhanden, wenn man beim Erkunden nicht weiterkommt.

Die vorgestellten Anwendungen werden im Rahmen der Fortbildung in zwei große Kategorien strukturiert:

  1. Werkzeuge und
  2. Plattformen.

bersicht

Werkzeuge dienen in der jeweiligen Unterrichtssituation in der Regel der konkreten, relativ eng umrissenen Erarbeitung, Strukturierung oder Visualisierung von Wissen. Sie haben oft einen recht spezifischen Fokus auf ein konkretes Unterrichtsziel.

Plattformen dienen mehr der Organisation von Lernprozessen, dem Austausch und der Kommunikation mit einer Lerngruppe. Sie sind deutlich breiter in ihrem Fokus, haben in der Regel zahlreiche potentielle Anwendungen. Werkzeuge können entweder in eine Plattform integriert werden oder deren Einsatz wird mit Hilfe einer Plattform organisiert.

Wenn Sie in die Lernarbeit mit digitalen Medien einsteigen, genügt zunächst der Blick auf die Werkzeuge, die für das geplante Unterrichtsziel nützlich sind. Plattformen werden dann nötig, wenn das digital unterstützte Arbeiten zeitlich und inhaltlich umfangreicher wird.

Zwei der vorgestellten Plattformen (Moodle und Wikis) sind sehr vielschichtig und bringen bereits einige Einzelwerkzeuge mit. Die Abgrenzung zwischen Werkzeug und Plattform ist daher nicht immer eindeutig möglich.

Individuelles und Kooperatives Lernen

Individuell

Individuelles Lernen impliziert, dass die Schülerinnen und Schüler in Einzelarbeit lernen. Dies ist seit jeher Teil des Schulalltags. Das individuelle Lernen hat den Vorteil, dass die Lerner das Lerntempo selbst bestimmen und an die eigenen Fähigkeiten anpassen können. Individuelles Lernen findet dabei bei Weitem nicht nur in der Schule statt. Mit digitalen Medien können Lernergebnisse weitgehend unabhängig vom Lernort später wieder gesichtet und weiter bearbeitet werden.

Allerdings ist zu beachten, dassauch Motivation und Strukturierung vom Lerner selbst kommen müssen, was immer wieder eine große Herausforderung ist. Die Dokumentation der Lernergebnisse und auch des Lernprozesses mit digitalen Medien ermöglicht es, diese in der Lerngruppe zu thematisieren und damit zu reflektieren. Es besteht die Chance, den Schülerinnen und Schülern in ihrem Lernprozess zu mehr reflektierter Selbstbestimmung und Mündigkeit zu verhelfen. Dies sind wichtige Aspekte der Selbstkompetenz, denn in Anbetracht der Geschwindigkeit, mit der im beruflichen und akademischen Umfeld bestehendes Wissen revidiert, erweitert und durch neue Erkenntnisse ergänzt wird, ist das »Selbst-lernen-Können« eine Fähigkeit, deren Bedeutung kaum überschätzt werden kann. Die Schule kann und muss die dazu nötigen Fertigkeiten und Haltungen kultivieren, fördern und fordern, wenn sie die Schülerinnen und Schüler adäquat auf ihr späteres Leben außerhalb der Schule vorbereiten möchte.

Kooperativ

Kooperatives Lernen impliziert, dass man die Gedanken und Lernergebnisse von Anderen nutzt, sie verarbeitet und konstruktiv in das eigene Denken »einbaut«. Oft müssen diese Ergebnisse schriftlich oder visuell vorliegen, um das Lernen nachhaltig zu machen. Rein mündliche Kommunikation ist kurzlebig und muss früher oder später schriftlich/visuell fixiert werden, wenn die Ergebnise dauerhaft verfügbar sein sollen. Digitale Medien ermöglichen das flexible Erarbeiten und Festhalten von Ideen und Lernergebnissen und anschließend das Weitergeben an anderer Mitglieder der Lerngruppe.

Offene, kooperative Lernformen wie Projektarbeit oder Arbeitsmethoden wie Rechercheaufträge mit anschließender Strukturierung und Darstellung der Ergebnisse müssen schon aus Zeitgründen auch zu Hause stattfinden. Bestimmte digitale Medien (z.B. Wikis) ermöglichen es Lerngruppen, unabhängig vom Lernort mit den bisher erarbeiteten Materialien zu arbeiten, sie zu ergänzen und zu überarbeiten, ohne dabei ein Chaos an Dateikopien und vertreuter Mail-Korrespondenz zu erzeugen. Ohne digitale Medien wäre eine Zusammenarbeit außerhalb der Schule nur möglich, wenn die Schüler nahe zusammen wohnen und wenn ihre »Zeitpläne« für den Nachmittag und Abend kompatibel sind. Mit vielen digitalen Medien wird eine asynchrone Zusammenarbeit möglich, ohne das Gesamtergebnis aus den Augen zu verlieren.

Kooperative digitale Medien machen es nötig, dass die Schüler sich mit der Arbeit ihrer Mitschüler vertiefend beschäftigen. Die Entwicklung verschiedener Kompetenzen ist damit nicht nur vom Bildungsplan gewünscht, sondern wird zur echten Notwendigkeit, um die Zusammenarbeit gelingen zu lassen. Z.B.

Im Laufe der kooperativen Arbeit erschließt sich den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung dieser Kompetenzen in der Regel durch eigene Einsicht oder sie kann durch konkret erlebte Beispiele deutlich gemacht werden. Diese Sinnstiftung anhand realer Bedürfnisse ist gegenüber der rein bildungsplanbezogenen Begründung der Lerninhalte von großer Bedeutung.

In den interner Link Unterrichtsbeispielen können Sie sich ein Bild von der konkreten Umsetzung einiger der genannten Prinzipien machen.

 

 

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Letzte Änderung: 25.09.2013