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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/werkstatt/opensource/os/schule/linux/technik.html, Stand 26. May. 2012

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Technische Lösungen für den Einsatz von Linux an Schulen


Will eine Schule komplett auf Linux umsteigen und auf Windows verzichten, dann geht es lediglich darum, die Linux-PCs in das schulische Netz zu integrieren. Da Linux-PCs den meisten Server-Betriebssystemen „vorgaukeln“, Windows-PCs zu sein, ist dies in aller Regel keine unüberwindbare Hürde. Besonders leicht haben es Schulen, die die weiter paedML Linux – eine der Musterlösungen des Landes Baden-Württemberg – einsetzen. Hier ist die nahtlose Integration von Linux-Arbeitsplatzrechnern bereits vorgesehen. Der technische Dienstleister der Schule muss lediglich eine Version von Ubuntu auf einem Muster-PC installieren und dafür sorgen, dass die von der Schule gewünschte Softwareausstattung vorhanden ist. Danach sorgen automatisierte Skripte dafür, dass der PC in das Schulnetz integriert wird und alle notwenigen Dienste wie den Zugriff auf die persönlichen Ordner, die Tauschverzeichnisse und die Drucker bereit stellt. Im Ergebnis können Schüler/innen und Lehrer/innen unter einer leicht veränderten Oberfläche arbeiten wie bisher.

Schulen, die Linux einsetzen wollen, jedoch nicht auf Windows verzichten können (oder wollen), haben drei Möglichkeiten:

  1. Sie setzen sogenannte Dual-Boot Systeme ein. Dies bedeutet, dass auf jedem Rechner der Schule sowohl Windows als auch Linux installiert ist. Beim Starten der Rechner wird ausgewählt, welches Betriebssystem hochfahren soll. Ein Wechsel zwischen Windows und Linux erfordert einen Neustart des Rechners. Vorhandene Lizenzen für Windows und Windows-Software werden weiter genutzt.
    weiter Mehr zu Dual-Boot Systemen im Bereich "Computer und Netze"
    weiter Allgemeine Anleitung zur Einrichtung von Dual-Boot-Systemen

  2. Sie virtualisieren Windows unter Linux. In diesem Fall ist lediglich Linux auf den Arbeitsplatzrechnern installiert. Mit Hilfe einer kostenlosen Virtualisierungssoftware – z.B. SunVirtualBox – wird Windows unter Linux installiert, ebenso die benötigte Windows-Anwendungssoftware. Jetzt kann – aus Linux heraus – Windows gestartet und damit gearbeitet werden. Ein Wechsel zwischen Windows und Linux ist jederzeit ohne Neustart des Rechners möglich. Vorhandene Lizenzen für Windows und Windows-Software werden weiter genutzt.
    weiter Mehr zur Virtualisierung im Bereich "Computer und Netze"

In jedem der beiden oben genannten Fälle müssen genügend Lizenzen für Windows und Windows-Anwendungssoftware vorhanden sein. Eine Kostenersparnis durch den Einsatz von Linux ergibt sich in solchen Umgebungen nur dann, wenn auf möglichst lange Dauer mit den vorhandenen Lizenzen gearbeitet und auf die Anschaffung neuerer Versionen verzichtet wird.
  1. Sie emulieren Windows unter Linux, ohne Windows-Lizenzen zu benötigen. Mit Wine oder der kommerziellen Variante CrossOver ist es möglich, viele (wenn auch längst nicht alle) Programme, die für Windows geschrieben wurden, auch unter Linux laufen zu lassen. Wichtige Windows-Programme wie MS Office, Adobe Photoshop u.a. laufen durchaus mit Hilfe von Wine, wenn auch nicht immer in den neuesten Versionen.
    extern Informationen zu Wine
    extern Wine
    extern CrossOver

 

 

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Letzte Änderung: 13.04.2011