Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/werkstatt/sonstige/cloud/os/, Stand 19. Jun. 2013
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Betriebssystem und Software
Lokal auf dem PC installierte Software wie z.B. Word, Excel oder Powerpoint verliert an Bedeutung. An ihre Stelle treten Software-Dienste, die im Internet zur Verfügung stehen und keine lokal installierte Programm mehr benötigen. Google zum Beispiel bietet solche Dienste unter dem Namen
Text & Tabellen oder - in erweiterter Form -
Google Apps bereits an. Solche Dienste werden auch
Software as a Service (SaaS) genannt. Um Texte zu erstellen braucht der Benutzer lediglich ein Konto bei Google, einen Internetzugang und ein Gerät, auf dem ein beliebiges Betriebssystem und ein Browser laufen. Der Browser mutiert zur modernen Variante eines
Terminals. Anwendungen werden so unabhängig vom Betriebssystem und der Hardware. Ob der Benutzer einen PC, ein Smartphone oder ein Netbook einsetzt, ist belanglos.
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Ebenso belanglos ist es, welche Betriebssysteme auf seinen Geräten laufen. Software benötigt er praktisch keine - ein Browser reicht aus, da die Programme in jedem Browser laufen. Derzeitige Betriebssysteme wie Windows, MacOS oder Linux sind für diese Aufgaben eigentlich überdimensioniert. "Schlanken" Betriebssystemen gehört wohl die Zukunft. Ein Beispiel dafür ist das quelloffene
Android, das auf
Smartphones und
Tablets eingesetzt wird. Es ist deutlich weniger umfangreich als die traditionellen Desktop-Betriebssysteme und stellt in erster Linie Schnittstellen für den Zugriff auf Programme und Informationen im Internet zur Verfügung. In 2011 sollen die ersten Rechner mit Googles quelloffenem Betriebssystem
ChromeOS auf den Markt kommen. In ChromeOS (Chromium) werden wohl alle Programme Web-Anwendungen sein.
| Auf |
Daten
Auch die Zukunft der von den Benutzern erzeugten Daten liegt wohl im Netz - genauer in der Wolke. Immer mehr Dienstleister bieten die - meist kostenlose oder zumindest preiswerte - Speicherung der Benutzer-Daten auf ihren Servern an. Dies hat den Vorteil, dass die Benutzer von überall aus und mit unterschiedlichen Geräten auf ihre Daten zugreifen können. Wer ein Postfach bei einem der großen Mail-Provider hat, kennt dieses Prinzip schon: Die elektronische Post kann mit Hilfe eines Browsers von jedem beliebigen Rechner mit Internetzugang abgerufen werden. Belässt der Benutzer die Mail auf dem Server des Providers, entsteht mit der Zeit ein umfangreiches Mailarchiv, auf das jederzeit ortsunabhängig zugegriffen werden kann.
Ähnlich kann mit allen Daten eines Benutzers verfahren werden: Der Speicherort für Texte, Bilder, Videos, Musik usw. ist nicht länger die PC-Festplatte, sondern der Server eines Dienstleisters in der Wolke. Browser-Ergänzungen (Plug-ins) wie
(Google)Gears sorgen dafür, dass auch offline gearbeitet werden kann und ermöglichen auch das lokale Speichern von Daten. So kann bei einem Ausfall der Internetverbindung zumindest eingeschränkt weitergearbeitet werden.