Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/werkstatt/sonstige/clouddienste/, Stand 26. May. 2012
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Ganz allgemein gesprochen beschreibt Cloud Computing die Tatsache, dass sich - bedingt durch die Zunahme breitbandiger Internetverbindungen - immer mehr Programme und Daten in der (metaphorischen) Wolke im Internet befinden, statt auf dem lokalen Rechner oder dem firmeneigenen Rechenzentrum. Der Zugriff auf die entfernten Systeme erfolgt meist mit Hilfe eines Browsers über das Internet.
Mit welchem Gerät die Verbindung mit der Wolke hergestellt wird, spielt keine große Rolle. In Frage kommen der klassische PC genau so wie Smartphones, Netbooks, Tablet-PCs oder E-Book Reader. Welches Betriebssystem auf dem jeweiligen Gerät läuft, ist unwichtig. Wichtig ist lediglich, dass das Gerät eine Internetverbindung herstellen kann und über einen Webbrowser verfügt. Anwendungen und Programme werden von der lokalen Hardware weit gehend entkoppelt.
Eine neue Gerätekategorie
- der Cloud-Computer - verzichtet auf ein umfangreiches Betriebssystem
sowie auf der Festplatte installierte lokale Programme und arbeitet mit
aus dem Internet geladenen Programmen, die im Webbrowser laufen.
Inzwischen kann man die ersten Geräte dieser Art kaufen, z.B. das
Chromebook.
Einen
grundlegenden Artikel zum Cloud Computing finden Sie im Bereich Computer & Netze
Am Beispiel des E-Book Readers
Kindle von Amazon soll
verdeutlicht werden, welche Vorteile und Risiken das Arbeiten mit der
Wolke bietet.
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Auf den ersten Blick ist der Kindle ein Reader wie viele andere, der es
ermöglicht, elektronische Bücher zu lesen. Tatsächlich ist der Kindle
jedoch ein vernetztes "Ökosystem" mit vielen Möglichkeiten. |
Dabei ist es egal, auf welchem Gerät das E-Book gekauft wurde, da Amazon alle Bücher automatisch über die Gerätegrenzen hinweg synchronisiert und auf seinen Servern eine Datenbank darüber führt, welche E-Books ein Kunde gekauft hat und auf welchen Geräten sie gelesen werden.
Für den Benutzer hat dies auf den ersten Blick nur Vorteile: Er kann den aktuellen Roman abends im Bett auf seinem Kindle Reader lesen und am nächsten Morgen in der U-Bahn auf seinem Smartphone genau da weiter lesen, wo er am Abend zuvor aufgehört hat. Löscht er versehentlich ein Buch auf einem Gerät, ist dies kein Beinbruch, weil er das Buch jederzeit erneut kostenlos bei Amazon herunterladen kann.
Allerdings zeigen sich hier auch die Probleme des Arbeitens in und mit
der Wolke: Der Benutzer gerät in eine Abhängigkeit zum Anbieter, die
ganzen Komfortfunktionen klappen nur, solange Amazons Server nicht
ausfallen. Darüber hinaus hat Amazon quasi die Herrschaft über die
Geräte: Versehentlich gelöschte E-Books können nicht nur leicht
nachgeladen werden, Amazon hat auch die Möglichkeit, gegen den Willen
des Kunden und ohne Ankündigung E-Books auf seinem Reader zu löschen.
Dies ist zumindest in
einem Fall auch schon geschehen. Darüber hinaus erfährt Amazon auch viel über den Nutzer - z.B. über dessen Vorlieben für bestimmte Themen oder Autoren.