Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/werkstatt/sonstige/txtimnetz/, Stand 12. Feb. 2012
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Bei der gemeinsamen Arbeit mehrerer Menschen an einem Text helfen Programme wie etherpad (im Internet) oder auch gobby (im lokalen Netz).
Bis zu 8 Personen können bei
etherpad in
einem Editor zusammen an einem Text arbeiten, der alle 0,5 Sekunden die Unterschiede
abgleicht und außerdem
farblich markiert, wer was geschrieben hat. Gemeinsam verfasste Texte lassen sich für die Textverarbeitung exportieren.
Frei im Netz verfügbare etherpad-Server findet man über die Liste auf dieser Seite:
http://etherpad.org/etherpadsites.html
Dazu kommt ein Chatfenster für die Kommunikation über den gemeinsamen Text und die Möglichkeit, bestimmte Versionen zu speichern und wieder zu laden. Sicherheitsfeatures darf man nicht erwarten - dafür muss man aber auch keine Benutzerkonten anlegen, sondern lediglich eine URL austauschen und schon geht es los.
Die Probleme, die z.B. Moodle-Module wie Wiki oder gar GoogleDocs machen, ist man mit etherpad los: Versionskonflikte treten nicht auf.
Wer etherpad auf dem eigenen Server installieren will, findet hier eine Installationsanleitung für Debian 5 (Lenny):
Installation von etherpad und einen kurzen Exkurs zur Installation unter Ubuntu. Wer etherpad auf einer anderen Linuxdistribution installieren will, findet in den
Quellen entsprechende Hinweise.
Viele Linuxdistributionen bringen fertige Pakete für die Installation von gobby mit, die man mit dem jeweiligen Paketmanager installieren kann. Details zur Installation von gobby finden Sie auf den Projektseiten - unter Ubuntu reicht z.B.: sudo apt-get install gobby.
Windows-Nutzer/innen
finden das Programm zum Download hier:
http://gobby.0x539.de/trac/
Der Einstieg ist etwas hakliger als bei etherpad, da gruppeninterne Absprachen
getroffen werden müssen, wer den gobby-Server startet und wer sich dann
als Client mit diesem verbindet - es sei denn, Ihre Schule hat einen permanent laufenden Gobby-Server aufgesetzt (Hinweise hierzu bei
1 und
2). Bei der Arbeit mit ganzen Klassen ist darüber
hinaus auch ein Kennwort für jede Kooperationsgruppe wichtig, das nur
diese kennen sollte, damit keiner aus anderen Gruppen quer schießt. Gut
ist jedoch, dass der lokale Benutzername erst einmal automatisch übernommen
wird - weniger gut, dass dieser geändert werden kann, weil in Mittelstufenklasse
dann oft viele Mickey-Mäuse in der Nutzerliste auftauchen.
Für Informatiker/innen bringt gobby den Vorteil mit, dass eine ganze Reihe unterschiedlicher Syntax unterstützt wird - von ADA über Java und Eiffel bis zu eher unbekannten Programmiersprachen. Darüber hinaus können Sitzungen gespeichert und auch wieder fortgesetzt werden.