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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/werkstatt/text/open_libre/, Stand 26. May. 2012

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OpenOffice oder LibreOffice?

 

Seit vielen Jahren gibt es das freie Office-Paket extern Openoffice. Es besteht aus einer Textverarbeitung, einer Tabellenkalkulation, einem Präsentationsprogramm, einem Zeichenprogramm und einem Datenbankprogramm sowie einem Formeleditor. OpenOffice ist angetreten, um eine extern Open Source-Alternative für Microsoft Office anzubieten. Inzwischen verwenden Millionen von Menschen und zahlreiche Institutionen weltweit OpenOffice. Das Office-Paket steht für offene Standards in den Dateiformaten; am bekanntesten ist das international anerkannte Austauschformat extern OpenDocument.

openoffice

Rückblick

OpenOffice (der „offizielle“ Name ist openoffice.org) entstand im Jahr 2000 aus den offengelegten Quelltexten des (kommerziellen) Produkts extern StarOffice. StarOffice gehörte ursprünglich dem deutschen Unternehmen Star Division, das von Sun Microsystems übernommen wurde. Sun bot StarOffice zuerst als preiswertes bzw. für Privatpersonen kostenloses Konkurrenzprodukt zu Microsoft Office an, bevor die Firma sich dazu entschloss, StarOffice freizugeben.

Seit dem wurde OpenOffice.org in enger Zusammenarbeit zwischen Sun und der Open Source-Gemeinde weiter entwickelt und in zwei weit gehend identischen Versionen angeboten: als StarOffice (von der Firma Sun mit einigen nicht frei verfügbaren Erweiterungen) und als OpenOffice (von der Open Source-Gemeinde).

libreoffice

Ausblick

2010 übernahm die extern Oracle Corporation die Firma Sun und vertreibt seither StarOffice als kommerzielles Produkt unter dem Namen Oracle Open Office. In Folge dieser Übernahme kam es zu einem Konflikt zwischen Oracle und einem Teil der OpenOffice.org-Entwickler, die sich komplett von Oracle lösten und extern The Document Foundation gründeten. Die Document Foundation will das quelloffene Projekt los gelöst von kommerziellen Interessen weiter entwickeln. Weil die Namensrechte für OpenOffice.org bei Oracle liegen, nennt sie ihre Version des freien Office-Pakets extern LibreOffice.

Aktuell (2011) gibt es deshalb zwei vom Leistungsumfang her nahezu identische Versionen des freien Office-Pakets in Version 3.3: OpenOffice.org (mit Unterstützung von Oracle), und LibreOffice (mit Unterstützung der Document Foundation). Beide Office-Pakete gibt es für Windows, Mac OS X und Linux. Ob die beiden Entwicklungsstränge in absehbarer Zeit wieder zusammengeführt werden können, ist momentan schwer zu sagen. Es sieht so aus, als ob die beiden Versionen zumindest kurz- bis mittelfristig parallel entwickelt würden. Für die Anwender stellt sich deshalb die Frage, ob sie bei Openoffice.org bleiben oder zu LibreOffice wechseln sollen. Die folgende Seite kann bei der Entscheidung vielleicht hilfreich sein.

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Letzte Änderung: 19.04.2011