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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/werkstatt/video/vhsdigital/pinnacle/pinnacle.htm, Stand 13. Feb. 2012

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Digitale Videobearbeitung mit der Studiosoftware von Pinnacle

Bisher bestand die einfachste Methode der Videobearbeitung darin, den Camcorder an einen Videorecorder anzuschließen und nur die Lieblingsszenen aufzuzeichnen. Aber leider verschlechtert sich bei jedem Überspielvorgang von Videoband auf Videoband die Qualität. Außerdem ist dieser Vorgang aufwendig und knifflig.

Mit einem Computer kann jedoch Abhilfe geschaffen werden, indem man den Vorgang digitalisiert. Bei digitalen Aufnahmen gibt es keine Qualitätsverluste, da es sich dabei nur um einen Zahlenstrom handelt, der so oft wie gewünscht kopiert werden kann. Mit dem Einsatz eines Computers können Sie entscheiden, welche Sequenzen des Videos gezeigt werden und in welcher Reihenfolge.

Wie oft ist es Ihnen schon passiert: Aus der Aufzeichnung einer einstündigen Fernsehsendung benötigen Sie eben Mal 5 Minuten. Sie haben sich die Videokassette für die Unterrichtsstunde bereitgelegt, ein Kollege behandelt derzeit das gleiche Thema und hat die Kassette vor Ihnen benutzt. Der mühsam gesuchte Anfang der Videosequenz muss im Unterricht erneut gesucht werden. Lärmpegel und Nervosität nehmen zu ...

Die VHS-Kassette ist als Medium für das Aufnehmen von Filmen aus dem TV ziemlich in die Jahre gekommen und im Zeitalter der digitalen Videotechnik wohl nur noch zweite Wahl.

Wie schön wäre es doch, wenn Sie lediglich diesen Ausschnitt, oder zwei bis drei unmittelbar hintereinander auf einer Videokassette oder einer Video-CD hätten!

Die im folgenden beschriebene Software können Sie bei Pinnacle als spezielle Schulversion beziehen. Weiterführende Infos zum Link zu einem fremden Server. Wir haften nicht für dessen Inhalt! Pinnacle Systems Education Programm

Gibt es nicht? Doch und zwar ganz einfach:

Ausgangsmaterial für den Videoschnitt ist ein Video auf VHS-Kassette oder DV-Band. Der Videoschnitt mit dem Computer gliedert sich prinzipiell in die folgenden Arbeitsschritte:

Zeichnen Sie zunächst Ihr Videomaterial auf die Festplatte Ihres PCs auf. Spielen Sie Ihr Bildmaterial von einer digitalen Videokamera ein, so steuern Sie diese Kamera direkt vom Computer aus. Im Vorschaufenster wird das Filmmaterial bereits während der Aufzeichnung dargestellt.




Bereits während der Aufzeichnung wird der Film in Szenen unterteilt und in einem Album bereit gehalten. Diese einzelnen Videoszenen ordnen sie in der gewünschten Reihenfolge an. Sie können auch einzelne Szenen kürzen oder vollständig aus dem Film entfernen. Mit Hilfe der Drag & Drop-Technik können Sie Übergangseffekte, Titel und Standbilder einfügen. Audioeffekte, Hintergrundmusik und gesprochenen Filmkommentare vervollständigen Ihren Film. Selbstverständlich können Sie auch den Originalton bearbeiten (Lautstärke verändern oder vollständig entfernen).



Im letzten Schritt übertragen Sie Ihre fertige Videoproduktion auf Videoband oder erstellen Sie davon digitale Filmdateien auf Ihrem Rechner oder auf CD.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hardwarekomponenten für die Videoaufzeichnung:

Um ein sinnvolles Arbeiten mit Studio zu gewährleisten, sollte Ihr Computer über die folgenden Komponenten verfügen:

Anschlüsse und Verbindungen:

SCART

Dieser Anschluss ist heute an den meisten Video Geräten Standard. Er wird auch EURO-AV genannt. Hier ist es eine 21-polige Verbindung zwischen TV, Videogeräten, Receiver, Laser-Disk oder auch Pay-TV Decoder. Wer jetzt so einen Stecker zur Hand nimmt wird sagen: „Ich sehe aber nur 20 Stifte“. Das ist richtig, denn eine Verbindung ist der Metallrahmen als Masseverbindung. Mit einem voll bestückten Kabel können Sie Audio (Stereo), Video in VHS und S-VHS übertragen. Die meisten der heute im Handel erhältlichen Videorecorder haben zwei SCART-Anschlüsse: einen als Pay-TV-Decoder Eingang und einen als Ein- und Ausgang für Video- und Audiosignale.

 

Cinch

Eine Steckerverbindung zur Übertragung von Ton- und Videosignalen. Sie finden diese Anschlussart an allen Camcordern, an einem guten Videorecorder, sowie an allen Audiogeräten, die heute auf dem Markt erhältlich sind. Hat sich bei Geräten auf dem europäischen Markt die SCART-Verbindung durchgesetzt, so ist es in Japan und den USA die Cinch-Verbindung.

 

Hosiden oder Y/C

Die meisten kennen diese Verbindung wenn Sie S-VHS oder Hi8-Camcorder mit anderen Komponenten verbinden und dabei die Bildvorteile ausschöpfen wollen. Dies wird deutlich, wenn man die horizontale Auflösung vergleicht: VHS bis zu 250 Zeilen, S-VHS bis zu 430 Zeilen. Die Fernsehanstalten senden ihre Bilder mit 330 Zeilen Auflösung. So steht der Buchstabe Y für das Schwarzweiß- oder Helligkeitssignal und C für das Farbsignal, die getrennt voneinander übertragen werden. Das einfache VHS Signal wird übrigens auch FBAS genannt.

Firewire Schnittstelle

FirewireKorrekt heißt diese Schnittstelle für DV (Digital Video) nach dem Normungsprotokoll IEEE 1394. Ursprünglich schon in den 80er Jahren von Apple für den Computerbereich entwickelt, sollen die winzigen Stecker künftig den Datenaustausch zwischen PCs und Geräten der Unterhaltungselektronik besorgen. Über diese digitale Schnittstelle laufen Bild und Tonsignale. Sie können verlustfrei Signale von Ihrem DV-Camcorder auf den DV-Recorder oder Computer übertragen und dort weiterverarbeiten z.B. durch Videoschnitt.

 

Bernhard Veith April 2002

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Letzte Änderung: 13.06.2007