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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/werkstatt/websites/5regeln/webregeln3.htm, Stand 2. Sep. 2014

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3. Wirtschaftswoche

  
    Kiss - keep it straight and simple 
 
 

Über zehn Jahre ist das Internet jetzt alt und trotzdem lassen die meisten Web-Seiten immer noch zu wünschen übrig. Dabei ist gutes Design ganz einfach.

Jakob Nielsens Kunden müssen frei von Eitelkeit sein: Überladen, unübersichtlich, schwer zu navigieren - solch harsche Kritik bekommen viele zu hören, die den Amerikaner mit der Analyse ihrer Web-Seite beauftragen. Nielsen gilt als Guru für die Erforschung der Nutzerfreundlichkeit von Internetangeboten. Besonders hart geht der gebürtige Däne mit Konzernen ins Gericht: Die hätten zwar die größten Budgets, "aber was sie damit machen, ist oft reine Geldverschwendung."

Über eine Dekade ist das World Wide Web nun alt, und noch immer mühen sich viele Unternehmen erfolglos mit der Gestaltung ihrer Web-Auftritte ab. Und das, obwohl die Kriterien für gutes Web-Design seit Jahren bekannt sind: Klarheit, Einfachheit, Orientierung an den Bedürfnissen der Nutzer. Die Realität sieht meist anders aus: unlogische Navigation, überladener Schnickschnack, schlecht aufbereitete oder veraltete Inhalte - Web-weit.

 

Die Web-Pages von Mercedes sind nutzlos

Beispiel Mercedes-Benz: Der Autobauer stellt sich auf seinen Seiten vor allem selbst dar. Wer "News" anklickt, bekommt keine Nachrichten, sondern muss sich zu sphärischen Klängen durch einen schwadronierenden Einleitungstext quälen. Kurzum: nutzlos. 

Mercedes ist keine Ausnahme. Nach einer Untersuchung der Unternehmensberatung Mummert + Partner und der Fachhochschule Münster erhielten nur 12 von 202 durchleuchteten Internetauftritten in Europa das Prädikat "sehr gut". Dabei legten die Juroren Kriterien wie Aufbau und Navigation, Unternehmens- und Produktinformation sowie individuelle Beratung und Betreuung an. Besonders schlecht kamen Versicherungen und Behörden weg.

Das A und O einer Web-Site bleibt eine einfache Navigation. Dieses Fazit zog im Dezember auch das Marktforschungsinstitut Modalis, das 130 der weltweit am meisten besuchten Internetseiten untersuchte. Die Marktforscher stellten fest, dass rein technische Eigenschaften wie Ladezeit und Kompatibilität mit möglichst vielen Internetbetriebsprogrammen, Browsern, den Internetsurfern viel weniger bedeuten als die einfache Handhabung der Web-Seiten. Da gilt nach wie vor das Prinzip Kiss - keep it straight and simple ... 

 

Keine Überraschungen hinter dem Design verstecken

Nutzerfreundlich ist nach Modalis ein Web-Design, das die Erwartungen der Besucher vorausahnt und sie vor Überraschungen bewahrt. Denn auf Überraschungen reagieren die meisten empfindlich: Erscheint nach dem Klick etwas völlig Unerwartetes, packt sie der Frust. Die Folge: Sie verlassen die Seite und wenden sich einem Wettbewerber zu.

Dieses Schicksal brauchen nach den Modalis-Forschern die Web-Sites von Yahoo, Amazon und Homestead kaum zu fürchten. Das Portal, der Händler und die Plattform für private Web-Sites erhielten für ihre Nutzerfreundlichkeit die besten Noten. Den europäischen Web-Sites attestiert im Vergleich dazu Experte Nielsen zwei Jahre Entwicklungsrückstand .

  

Aber: Trend zu besseren Websites erkennbar

Ganz so dramatisch sehen das die Experten der Boston Consulting Group (BCG) nicht. Nach einer aktuellen Studie haben 40 Prozent von Europe's 500 - das sind die 500 wachstumsstärksten Unternehmen Europas - ihren Web-Auftritt im vergangenen Jahr deutlich verbessert. Mängel wie Unübersichtlichkeit, Sackgassen oder das Fehlen einer Orientierungsübersicht wurden überwiegend behoben. Schlecht stehe es dagegen immer noch um die Inhalte, meint BCG-Geschäftsführerin Antonella Mei-Pochtler: "Da sind viele noch sehr schwach. Das ist die Schlacht der Zukunft." ...

Zu diesem Grundwissen gehört auch die Tatsache, dass Nutzer zuerst auf Überschriften schauen erst dann auf die Bilder. Oder, dass sie lieber in schmalen Textspalten lesen als in breiten Textblöcken. Der Haupttrend in der Gestaltung heißt derzeit vor allem Rückbesinnung auf alte Werte... Bisher sei jede mögliche Spielerei finanziert und ausprobiert worden. Nun ... komme auch wieder die Rückbesinnung auf die Bedürfnisse der Nutzer.

 
Autor: CHRISTIAN SCHAUDWET  in:

http://wiwo.de/WirtschaftsWoche/
Wiwo_CDA/0,1702,13444_56189,00.html (Die Wirtschaftswoche  2.5.2001)

Der Text wird auszugsweise zitiert.

 

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Letzte Änderung: 04.01.2007