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#ecbw17

Mitmachkonferenz für digitale Bildung in Bad Wildbad

Um das Lehren und Lernen in der digitalen Welt geht es am letzten Aprilwochenende beim 19. deutschsprachigen EduCamp. Die Konferenz unter dem Motto „Lernen im digitalen Zeitalter“ kommt vom 28.-30. April 2017 erstmals an die Landesakademie nach Bad Wildbad. In einer Internetabstimmung hatte sich der malerische Schwarzwaldort gegen Dresden und Hannover als Standort durchgesetzt.

Bei dieser innovativen Veranstaltung sind Menschen aus ganz Deutschland eingeladen, die sich mit der Bildung im digitalen Wandel auseinandersetzen, mit informatischen, didaktischen, technischen und pädagogischen Fragestellungen. Wie funktioniert das Lernen mit und über Medien, wie arbeitet man mit Tablets, Blogs und Apps im Unterricht? Welche Rolle spielen die Geräte der Schüler („Bring-your-own-device“) an Schulen? Kommt zukünftig die „Virtual Reality Brille“ im Klassenzimmer zum Einsatz? Wird unser Lernen bald von Daten und Algorithmen gesteuert und optimiert? Fragen über Fragen, die derzeit im Bildungskontext von Schulen, Hochschulen und Unternehmen diskutiert werden.

Am Samstag und Sonntag ist das Format der Veranstaltung ein Barcamp, eine Art „Mitmachkonferenz“. Anders als bei traditionellen Konferenzen werden die Diskussions- und Vortragsthemen hier nicht vorab vom Veranstalter geplant und eingeworben, sondern von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor Ort ausgehandelt. Jeder und jede kann sich einbringen und sogenannte „Sessions“ vorstellen und anbieten, über die dann mehr oder weniger mit den Füßen abgestimmt wird. Deshalb spricht man bei einem Barcamp auch nicht von Teil-Nehmern, sondern von Teil-Gebern. Die Sessions sind im Format frei wählbar, bieten Raum für Vorträge in Themenbereichen, in denen man sich selbst als Experte fühlt und sein Wissen und Können anderen weitergeben will, aber auch für Diskussionen oder Workshops.

Der Freitagnachmittag wird von den Organisatoren inhaltlich geplant und gestaltet. So gibt es hier für die Besucher verschiedene Workshopangebote, darunter 3D-Druck, das Arbeiten mit Erklärfilmen im Unterricht, die Herstellung solcher Erklärvideos  und der Einsatz von Tablets in der Schule. Des Weiteren gibt es die Gelegenheit,  den beim IT-Gipfel in Saarbrücken vorgestellten Mini-Computer „Calliope“ kennenzulernen oder das „Roboting“, beides Ansätze, die Kindern einen spielerisch-handelnden Zugang zur Welt der Algorithmen eröffnen.

Das Ziel des Events ist es, Menschen zu Austausch und Vernetzung zusammenzubringen, die in den verschiedenen Bildungsbranchen beschäftigt sind und die sich mit innovativen Formen, Formaten, Technologien, Strategien etc. des mediengestützten Lernens auseinandersetzen. Alle im Bildungskontext Beschäftigen und Betroffenen sind willkommen, Lehrende im Schul- und Hochschulbereich und interessierte Schüler und Studierende ebenso wie Vertreter von im Bildungsbereich tätigen Unternehmen und Agenturen.

Die Bildungsmesse „Didacta 2017“ in Stuttgart rückte das Thema „Digitalisierung im Unterricht“ in den Fokus. Dass sich mit der Digitalisierung für Deutschlands Bildungssystem große Chancen ebenso wie Herausforderungen verknüpfen, haben zahlreiche Beiträge von Bildungsexperten im Rahmen der Bildungsmesse deutlich gemacht.

In einer Zeit des digitalen Wandels ist es unabdingbar, gut vernetzt zu sein und sich über neueste Erfahrungen und Erkenntnisse auszutauschen, um up-to-date zu bleiben und zusätzliche Wissensquellen zu erschließen, die bei der Bewältigung von gestellten Aufgaben hilfreich sein können.

Veranstalter des EduCamps ist die Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen.Dass die Fortbildung für Lehrkräfte ihren Beitrag im Bereich der Digitalisierung leisten muss, liegt auf der Hand. Um neue mediale Lernkulturen zu erfahren und zu erwerben, ist der gegenseitige Austausch und das Miteinanderlernen ein ideales Format“ sagt Bernd Schinko, Vorstand der Landesakademie und Mitglied des Organisationsteams des EduCamps in Bad Wildbad.

Saskia Esken, Mitglied im Organisationsteam und örtliche Bundestagsabgeordnete der SPD, die ihre Fraktion im Bildungsausschuss sowie im Ausschuss Digitale Agenda vertritt, hat selbst schon solche Konferenzen zur Digitalen Bildung in Berlin organisiert und dabei auch zahlreiche Gäste aus Baden-Württemberg  begrüßt. „Ich mag die offene Atmosphäre bei solchen Veranstaltungen. Man lernt immer wieder spannende Leute kennen“ sagt die Abgeordnete und freut sich darauf, interessante Impulse für ihre politische Arbeit mitzunehmen.

Dejan Mihajlovic, der sich als Realschullehrer aktiv an der Vorbereitung des EduCamps einbringt, weiß, dass sich bereits viele Koryphäen auf dem Gebiet der Digitalen Bildung angemeldet haben und diese aus allen Teilen der Republik anreisen. Das  EduCamp stelle eine einzigartige Gelegenheit für den Südwesten dar, sich mit Medienexperten bundes- bzw. landesweit und regional auszutauschen. Gleichzeitig gebe das EduCamp auch die Möglichkeit für eine regionale und überregionale Vernetzung,  sodass auch längerfristig ein vertieftes Arbeiten im Bereich der digitalen Bildung gegeben ist.

Über die Internetseite https://ecbw17.educamps.org/ sind Anmeldungen für die Mitmachkonferenz möglich. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in der Landesakademie. Es ist aber auch möglich, als Tagesgast am EduCamp teilzunehmen. Nähere Auskünfte erteilt die Landesakademie: Bernd Schinko Direktor und Vorstand, +49 (0) 7081/9259-201