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Etherpad und Gobby

Bei der gemeinsamen Arbeit mehrerer Menschen an einem Text in Echtzeit helfen Programme wie Etherpad oder auch Gobby. Diese Programme gleichen die Unterschiede zwischen Benutzereingaben ab und markieren mit Farbe, wer was geschrieben hat.

Echtzeiteditoren können im Unterricht helfen:

  • Die Probleme, die z.B. Wikis (kein gleichzeitiges Bearbeiten eines Textes) bei der Texterstellung in Kleingruppen machen, ist man los. Versionskonflikte treten nicht auf.
  • Verbinden sich Lehrkräfte mit den Editoren der Schülerinnen und Schülern, können diese nicht nur deren Schreibprozess beobachten, sondern auch "live" korrigierend oder mit Hinweisen eingreifen.
  • Bei der Erstellung einer gemeinsamen Musterlösung (Beamer) muss nicht die Lehrkraft die Ideen einarbeiten, sondern kann dies den einzelnen Ideengebern in der Klasse überlassen und hat so "den Kopf frei", während alle sehen können, wie sich der Text verändert.

In beiden hier vorgestellten Programmen steht ein Chatfenster für die Kommunikation über den gemeinsamen Text zu Verfügung.

Eine Beschreibung eines Echtzeiteditors für Tabellen finden Sier hier auf unserem Server:
Ethercalc

Etherpad

EPL

Zu unterscheiden ist zwischen einer nicht mehr weiter gepflegten Etherpad "Vollversion", die etwas mehr Funktionen bietet und auf vielen Servern im Netz - darunter bei Mozilla - auch noch im Einsatz ist, und der Weiterentwicklung Etherpad-Lite.

In beiden Versionen lassen sich die gemeinsam verfassten Texte für die Textverarbeitung in unterschiedliche Formate (darunter DOC, ODT, PDF, HTML, TXT) exportieren. Einfache Formatierungen sind möglich (verschiedene Listen, fett, kursiv etc.). Etherpad-Lite kann mit Plugins auch dahingehend erweitert werden, dass Tabellen bearbeitet werden können. Beide bieten auch die Möglichkeit, die Enstehungsgeschichte des Textes - quasi als Film - abzurufen.

Frei im Netz verfügbare Etherpad-Server findet man schnell über eine Suchmaschine. Empfohlen werden kann der folgende freie Server, da dieser ohne Werbung arbeitet und SSL verschlüsselt ist:

https://etherpad.mozilla.org/

Besondere Sicherheitsfeatures darf man nicht erwarten - dafür muss man aber auch keine Benutzerkonten anlegen, sondern lediglich eine URL austauschen und schon geht es los.

Zur Installation von Etherpad-Lite auf einem schulinternem Server beachten Sie bitte die folgende Anleitung im Ubuntu Wiki .

Gobby

Gobby Fenster

Auch der Gemeinschaftseditor Gobby ermöglicht die Zusammenarbeit mehrerer Personen an einem Text in Echtzeit. Im Gegensatz zu Etherpad wird Gobby meist auf einem Rechner im lokalen Netz gestartet ... und die anderen Benutzer verbinden sich dann mit dieser ersten Programminstanz. Eine dezidierte Serverkomponente steht unter dem Namen Sobby aber ebenfalls zur Verfügung.

Der Einstieg in Gobby im lokalen Netz ist oft etwas hakliger als bei Etherpad, weil zuerst gruppeninterne Absprachen getroffen werden müssen:

  • Wer in der Gruppe startet den ersten Gobby - und damit sozusagen den lokalen Server?
  • Wer arbeitet mit wem auf welchem lokalen Gobby-Server zusammen?

Weil jeder im lokalen Netz alle aktiven Gobby Instanzen sehen kann, ist es bei der Arbeit mit ganzen Klassen sinnvoll, Kennwörter für einzelne Gruppen festzulegen - damit keiner aus einer anderen Gruppe "quer schießt".

Gut ist, dass in den Basiseinstellungen von Gobby der lokale Benutzername (Anmeldename) automatisch übernommen wird - so ist leicht zu erkennen, wer wer ist. Weniger gut ist, dass dieser Name geändert werden kann. In Mittelstufenklasse hat man dann oft lauter "Mickey-Mäuse" in der Nutzerliste.

Für Informatiker/innen bringt Gobby den Vorteil mit, dass eine ganze Reihe unterschiedlicher Syntax unterstützt wird - von Java und HTML bis zu eher unbekannten Programmiersprachen. Sitzungen können gespeichert und auch wieder fortgesetzt werden.

Als Alternative zu einer Vielzahl von einzeln gestarteten lokalen Gobby-Servern, kann die Schule auch einen permanent laufenden Gobby-Server (Sobby) aufsetzen (Hinweise hierzu finden Sie bei 1 und 2 ).

Installation : Viele Linuxdistributionen bringen fertige Pakete für die Installation von Gobby mit (unter Ubuntu reicht z.B.: sudo apt-get install gobby ). Details und eine Downloadmöglichkeit für Windows finden Sie auf den Projektseiten:

http://gobby.0x539.de/trac/