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Network Attached Storage (NAS)


Das Konzept des "Speichers im (lokalen) Netz" (NAS - Network Attached Storage) gibt es schon länger, doch erst in den letzten Jahren werden leistungsfähige und bezahlbare Geräte für Heimanwender angeboten.

NASVereinfacht gesagt ist ein NAS ein relativ kleines Kästchen, in das eine oder mehrere Festplatten eingebaut werden können und auf dem ein eigenes Betriebssystem läuft, meist eine Linux-Version. Fast alles, was ein NAS kann, erledigt auch ein PC - allerdings nur, wenn er permament eingeschaltet ist. Ein NAS braucht weniger Strom und macht weniger Krach.
Quelle:ht
tp://commons.wikimedia.org/wiki/File:Synology_DS_101_Rev_3.0.jpg?uselang=de (Thiemo Schluff)


Was kann ein NAS?

Ein NAS (Wikipedia) ist ein gemeinsames Speichermedium, das im lokalen Netz allen Rechnern zur Verfügung steht und in einem Heimnetz häufig an den   Router (Wikipedia) angeschlossen wird. Darüberhinaus kann ein NAS relativ leicht so eingerichtet werden, dass es auch über das Internet erreicht werden kann. Manche Router leisten Vergleichbares, indem sie den Anschluß von externen Festplatten ermöglichen.

Die meisten NAS-Geräte bieten die folgenden Funktionen:

  • Backup . Alle Rechner im lokalen Netz nutzen den Festplattenplatz auf dem NAS für Sicherungskopien der Daten (oder des gesamten Rechners).
  • Dateiserver . Das NAS stellt allen Rechnern im lokalen Netz zentral alle Daten bereit.
  • Druckerserver . Drucker werden an das NAS angeschlossen und stehen so allen Rechnern im lokalen Netz zur Verfügung.
  • Webserver . Webseiten, z.B. eine persönliche Homepage, liegen auf dem NAS und sind über das Internet erreichbar.
  • Medienserver . Bilder, Musik und Videos werden auf dem NAS gespeichert. Alle Rechner im lokalen Netz, aber auch Tablets und Smartphones sowie Medienabspieler können auf diese Medien zugreifen. Wer sich nicht im lokalen Netz befindet, greift beispielsweise über ein Smartphone oder ein Tablet darauf zu, vorausgesetz der Zugang vom Internet aus ist eingerichtet. Die Mediendateien können auf die jeweiligen Geräte heruntergeladen oder "gestreamt" werden. Ein modernes NAS taugt durchaus als "Medienzentrale" für Heimanwender. Neuere Geräte können über HDMI direkt an den Fernseher angeschlossen werden und werden so zum Filmabspieler.
  • Cloud-Dienste . Es ist auch möglich, auf manchen NAS-Geräten eine eigene, persönliche "Wolke zu installieren - z.B. ownCloud - und dort alle Daten und Medien zu speichern sowie Kalender, Adressbücher und Notizen zwischen unterschiedlichen Geräten zu synchronisieren. Das ist vergleichbar mit Diensten wie Dropbox, allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, dass die Daten nicht bei einem Dienstleister in der Wolke liegen, sondern auf dem eigenen Rechner bzw. NAS.
Die Einrichtung und Bedienung der meisten NAS-Geräte erfolgt recht unkompliziert über einen Browser. Wer ein NAS betreiben will, muss kein Computerexperte sein!

Wer will, kann ein einfaches NAS mit Hilfe von vorhandener Hardware auch selber realisieren. Eine Beschreibung, wie ein älteres EeePC-Netbook zu einem kostenlosen NAS umfunktioniert wurde, finden Sie hier:   FreeNAS auf dem EeePC .

NAS-Geräte gibt es in zahlreichen Ausstattungen und Preislagen. Für den Heimgebrauch eignen sich Geräte mit Einschüben für mindestens 2 Festplatten von Herstellern wie Qnap, Synology, Western Digital und anderen Firmen. Die Preise für gut ausgestattete Geräte beginnen ab etwa € 250 ohne und € 300 mit Festplatten.