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Unterrichtsverlauf (6 Doppelstunden)


Kl. 5/6 UE: „Exilgeschichten – Aus der Not eine Bibel machen“
1. DS:
Auf welcher Seite steht Gott?

 

Bezug zur inhaltsbezogenen Teilkompetenz: Die SuS können

3.1.1 (1) Erfahrungen menschlichen Zusammenlebens (zum Beispiel ... Fremdsein, Verlust) zu biblischen Erzählungen … in Beziehung setzen

3.1.2 (2) die Relevanz biblischer Weisungen ... für menschliches Zusammenleben entfalten

3.1.3 (3) Zusammenhänge zwischen ausgewählten Erzählungen (zum Beispiel ... Jeremia ...) aufzeigen

3.1.4 (2) Gottesvorstellungen in biblischen Texten (zum Beispiel Erzählungen ...) zu menschlichen Fragen und Erfahrungen in Beziehung setzen


Ziele der Stunde: Die SuS können

  • (die Ängste und Hoffnungen der belagerten Jerusalemer Bürger/innen vor der Eroberung durch die Babylonier formulieren)
  • Zedekias und Jeremias Deutungen des Willens Gottes voneinander unterscheiden
  • eine Zeichenhandlung Jeremias (Ackerkauf) zu Heilszusagen Gottes (Jer 32, 37-44) in Beziehung setzen

 

Phase

Geplanter Unterrichtsverlauf

Medien

Didaktische Kommentare und Hinweise

Einstieg

L schreibt unten links an Tafel:

„Ich habe den Glauben an Gott verloren.“

UG: Stellt euch vor, jemand sagt diesen Satz. Wie könnte das passiert sein?

L sammelt an Tafel:

TA: Mögliche Erfahrungen:

  • Gott hat Leid nicht verhindert.
  • Wissenschaftliche Erkenntnisse passen nicht zum Gottesglauben.
  • Man kommt ohne Gott aus.
  • ...

LV: Wenn man etwas erlebt, das nicht zu dem passt, wie man sich bisher Gott vorgestellt hat, dann gibt es zwei Möglichkeiten, damit umzugehen: Man zweifelt an Gottes Macht oder sogar an seiner Existenz oder man glaubt weiter, muss dabei aber seine Vorstellungen von Gott korrigieren.

(L ergänzt TA)

TA:

(Wenn man an Gott glaubt und man erlebt etwas Schlimmes - was meint ihr: Hat Gott einen da im Stich gelassen?)

Ich möchte euch heute eine Geschichte aus der Bibel erzählen, in der die Menschen etwas Schlimmes erlebten und daher ganz neu über ihre Vorstellung von Gott nachdenken mussten.

Tafel

Mögliche Methode:

Theologisieren mit Kindern

Erarbeitung 1

LV: Erzählung Teil 1

SuS erhalten M1.4 (auf Vorder- und Rückseite) und bearbeiten es arbeitsteilig:

EA: Bearbeite die Seite zu Zedekia / zu Jeremia. Lass die letzte Lückenzeile noch frei.

PA: Vergleiche deine Ergebnisse mit jemand, der die gleiche Seite bearbeitet hat.

(GA: Sucht euch ein Paar, das die andere Seite bearbeitet hat, und stellt euch eure Ergebnisse gegenseitig vor.)

UG: Besprechung der Ergebnisse. SuS ergänzen ihr AB.

Warum sagt Jeremia, dass sich die Leute selbst betrügen?

Auf wessen Seite steht Gott nach Zedekia (auf der Seite Jerusalems) bzw. nach Jeremia? (auf der Seite der Armen und Benachteiligten)

M1.1, M1.2

M1.1PPP

 

M1.4

Die Lehrkraft kann zwischen einer „normalen“ Lehrererzählung (M1.1a) und dem „Erlebten Erzählen“ (M1.1b) wählen, das jedoch zeitlich aufwändig ist.

Als Hilfestellung dienen in beiden Fällen Stichwort-karten (M1.2a/b), in der Erlebten Erzählung auch Rollenkarten (M1.3).

Zedekia misst dem Tempel geradezu eine apotropäische Wirkung bei.

Erarbeitung 2

LV: Wer behält Recht in der Geschichte: Zedekia oder Jeremia? Hören wir, wie es weitergeht.

Erzählung Teil 2

UG:

Was haltet ihr von Zedekias und Jeremias Verhalten? (SuS ergänzen letzte Zeile auf M1.4)

Jeremia ist doch nicht dumm. Warum hat er einen Acker gekauft, der von Feinden besetzt ist? (Hat er sich hereinlegen lassen?)

Jeremia vollzieht den Kauf ganz öffentlich: vor Zeugen mit doppelter Kaufurkunde, die er in einem Tonkrug aufbewahren lässt, damit sie, wie er sagt, „lange Zeit erhalten bleibe“.

Wie könnte die Botschaft lauten, die er den Menschen in Jerusalem vermitteln will?

Gott selbst erklärt Jeremia, was er mit seinem Volk vorhat.

SuS bearbeiten M1.5.

M1.1

M1.5

 

 

 

UG: Besprechung der EA-Ergebnisse.

L verweist auf TA (Einstieg):

Gott hatte sich nicht so verhalten, wie Zedekia und viele andere es erwartet hatten: Er hatte Jerusalem nicht verschont. Das führte dazu, dass einige bald anfingen, andere Götter, z.B. die der Babylonier zu verehren.

Aber andere dachten viel über die Warnungen und Voraussagen Jeremias nach und sie lernten etwas von Gott.

Was haben die Menschen aus Jeremias Reden von Gott gelernt?

Besprechung der Mindmap.

 

 

 

In dem UG sollte deutlich werden, dass Gott – trotz der bevorstehenden Zerstörung Jerusalems – sein Volk nicht im Stich lässt.

Er kündigt seine (einseitige) Treue an.

mögliche HA

SuS wiederholen den Erzählverlauf, indem sie Aussagen den handelnden Personen zuordnen.

M1.6

Auch als Zusatzaufgabe für schnelle SuS geeignet

 

Hat uns Gott aufgegeben?

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