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Unterrichtsverlauf (6 Doppelstunden)


Kl. 5/6 UE: „Exilgeschichten – Aus der Not eine Bibel machen“
2. DS:
Hat uns Gott aufgegeben?

 

Bezug zur inhaltsbezogenen Teilkompetenz: Die SuS können

3.1.3 (3) Zusammenhänge zwischen ausgewählten Erzählungen (zum Beispiel Abraham, Josef, Mose, Rut …) aufzeigen

3.1.3 (1) anhand von Erschließungshilfen (zum Beispiel Anhänge in Bibeln...) Bibelstellen beziehungsweise -texte gezielt recherchieren

  Ziele der Stunde: Die SuS können

  • bereits bekannte biblische Personen in einen genealogischen Zusammenhang bringen
  • Erzählungen über biblische Personen unter der theologischen Fragestellung der Lebensbegleitung durch Gott deuten

 

Phase

Geplanter Unterrichtsverlauf

Medien

Didaktische Kommentare und Hinweise

Einstieg

Impuls 1: Aktuelles Bild mit flüchtenden Menschen

UG über die Besonderheiten der Situation:

(Marsch zu Fuß, ein langer Treck durch ödes Land, Alt und Jung auf der Flucht, die Frage: Warum mussten sie die Heimat verlassen? Was mussten die Menschen zurücklassen, welche Zukunft erwartet sie?)

Impuls 2: Relief der Deportation der Elamiter durch die Assyrer 3

UG über Gemeinsamkeiten (die Gruppen sind zu Fuß unterwegs, Kinder und Gehbehinderte werden gefahren,

sehr wenig Gepäck) und Unterschiede (Einsatz von Soldaten auf dem Relief, freiwillige Flucht auf der Fotografie) .

M2.1

M2.2

Zu M2.2: Auch wenn es sich hier um die assyrische Deportation der Elamiter rund 60 Jahre vor der Eroberung Jerusalems handelt, dürfte sich der Zug der aus Jerusalem deportierten Einwohner ähnlich vollzogen haben: Begleitet von bewaffneten Soldaten zieht eine Menschenmenge teils auf Wagen, die meisten jedoch zu Fuß, in die Fremde.

Überleitung

LV : Anknüpfung an die vorherige Stunde mit wichtigen historischen Informationen

  • Die Babylonier eroberten im Jahr 587 v.Chr. wirklich Jerusalem.
  • Der mehrere Kilometer lange Treck mit ca. 20.000 Personen, bewacht von babylonischen Soldaten, zog durch das öde Land, Tag um Tag, Woche um Woche. Vermutlich dauerte der Marsch ein halbes Jahr lang, die zurückgelegte Strecke betrug 1.400 km. Die Strecke bewegte sich am fruchtbaren Halbmond entlang, weil der direkte Weg nach Osten durch die gebirgige Wüstenlandschaft nicht machbar war.

Karte (M1.1PPP)

 

 

Erarbeitung 1

 

LV Erzählung: Hat Gott uns aufgegeben

Am Ende der Erzählung werden die Namen Sarah, Rebekka, Jakob, Josef, Mose, Noomi mit Magneten an der Tafel befestigt .

UG Biblische Personen: Who ist Who? – Der genealogische Zusammenhang
Welche dieser Personen kennt ihr? Was wisst ihr von ihr?

Fallen euch die Namen ein, die mit diesen Personen zu tun haben (Eltern, Geschwister, Ehepartner)?

Wir wollen versuchen, sie in einem Stammbaum unterzubringen!

SuS äußern Vermutungen zu den Zusammenhängen, bekannte Namen werden als Teil des Tafelbildes angeordnet, fehlende Personen ergänzt. L ergänzt und verknüpft mit der Zeit in Israel,

der Landnahme und Königszeit.

 M2.3

M2.4a und b

Diese Phase übernimmt die Funktion der Lernstands-erhebung. Aus den Geschichten biblischer Personen, die in der Grundschule exemplarisch behandelt wurden, wird in Form eines Stammbaums ein Zusammenhang her-gestellt.

Überleitung

 

LV: Alle diese Personen mussten ihre Heimat verlassen und wie Aaron ins Unbekannte aufbrechen. Wenn man ihre Lebenswege betrachtet, kann man an einigen Stellen auch fragen, ob Gott bei ihnen war oder sie aufgegeben hatte.

 

 

Erarbeitung 2

GA : Gestaltung von Erzählzusammenhängen mit verschiedenfarbigen Fußabdrücken

SuS wählen in GA eine der Personen, deren „Weg“ sie recherchieren.

Auf M2.5 sind Informationen enthalten, weitere Informationen werden durch Recherche in der Bibel gewonnen.

Das Ergebnis wird als Abfolge von Fußabdrücken gestaltet.

Jede Gruppe erhält so viele dunkle bzw. helle Fußabdrücke, wie sie braucht, um den Lebensweg zu gestalten.

Auf jedem Fußabdruck stehen wenige Stichworte, um den Lebensabschnitt zu charakterisieren.

Die dunklen Fußabdrücke stehen für die Zeiten, in denen sich die Person von Gott verlassen gefühlt haben mag, die hellen Fußabdrücke für Zeiten der Bewahrung. Zu folgenden Personen stehen Arbeitsblätter zur Verfügung:

Sarah – Rebekka – Jakob - Josef - Mose - Noomi

M 2.5a-f

M2.6

 

Präsentation

Jede Gruppe legt ihre gestalteten Schritte aus und erzählt, die Fußspuren entlang gehend, die dazu gehörende Geschichte.

Alternative (bei Zeitknappheit): Jede Gruppe stellt nur eine helle und dunkle Fußspur vor, alle Fußabdrücke werden, mit dem Namensstreifen der Person versehen, im Klassenraum aufgehängt.

 

 

Ergebnissicherung

AB/TA „Gott begleitet Menschen auf ihrem Lebensweg“

M2.7

 

 

Wie im Exil ankommen?

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Unterrichtsverlauf (6 Doppelstunden): Herunterladen [pdf] [836 KB]



1   Louvre AO 19906-07: Vgl. http://www.louvre.fr/en/oeuvre-notices/king-ashurbanipal-his-chariot-and-elamite-prisoners (abgerufen am 22.11.2015)
Die Sammlung an Flachreliefs zierte die Mauern des Palastes von Assurbanipal, dem letzten großen Herrscher Assyriens. Auf dem Ausschnitt ist die Deportation der Elamiter im Jahr 646 v.Chr. dargestellt. Auf dem Wagen sitzen zwei Frauen. Ein nacktes Kind geht zwischen zwei Männern.