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Unterrichtsverlauf (6 Doppelstunden)


Kl. 5/6 UE: „Exilgeschichten – Aus der Not eine Bibel machen“
3. DS:
Wie im Exil ankommen?

 

Bezug zur inhaltsbezogenen Teilkompetenz: Die SuS können

3.1.1 (1) Erfahrungen menschlichen Zusammenlebens (z.B. ... Fremdsein, Verlust) zu biblischen Erzählungen … in Beziehung setzen

3.1.1 (2) an einem Beispiel (zum Beispiel Umgang mit Fremdem, Konflikten, Anderssein) Bedingungen für gelingendes Miteinander entfalten

3.1.4 (3) unterschiedliche Formen der Hinwendung zu Gott gestalten (zum Beispiel Bitte, Dank, Lob, Klage) entfalten

Ziele der Stunde: Die SuS können

  • die in Psalm 137 geäußerten Gefühle zum Leben im Exil erläutern und in die Kategorie „Klagepsalm“ einordnen
  • die Aufforderungen zur Lebensgestaltung im Exil in Jer 29 erläutern
  • die Erfahrungen mit den biblischen Texten (vor allem Jer 29) auf die Flüchtlingssituation in Deutschland übertragen

 

Phase

Geplanter Unterrichtsverlauf

Medien

Didaktische Kommentare und Hinweise

Einstieg

LV: Erzählung „Ankommen im Exil“

UG (Offene Frage): Welche Haltung ist besser? SuS äußern sich spontan.

Aarons Vater soll seine Meinung sagen. Dafür wollen wir beide Haltungen näher erkunden.

M3.1

 

Erarbeitung 1

Für Haltung 1 nehmen wir ein altes Gebet zu Hilfe, das die Erfahrungen im Exil beschreibt:

Die SuS lesen still Psalm 137 und hören dabei die Vertonung von Arvo Pärt.

EA: Sucht euch einen angemessenen Platz im Klassenzimmer und nehmt eine Körperhaltung ein, die der Stimmung im Psalm entspricht.

Nehmt eure Gefühle wahr.

UG: Wie habt ihr euch gefühlt?

L führt den Begriff „Klagepsalm“ ein.

M3.2

Musik 1

 

 

 

Erarbeitung 2

Für Haltung 2 hören wir noch einmal den Brief des Jeremia:

LV : L liest M3.3

GA: Setzt den Brief in ein Standbild um.

Die Standbilder werden nacheinander betrachtet und kommentiert.

UG: Wie unterscheidet sich Haltung 1 von Haltung 2?

Evtl. Ergebnissicherung: Kurze Charakteristik von Haltung 1 u.2

M3.3

 

Vertiefung 1

Aarons Vater bezieht Stellung in der Versammlung.

UG: Welche Haltung wird Aarons Vater unterstützt haben? SuS äußern Vermutungen.

PA/GA: Bereitet eine kleine Rede vor, in der Aarons Vater versucht, für Haltung 1 Verständnis aufzubringen, aber die Botschaft Jeremias unterstützt.

Präsentation der Reden

UG: Reflexion der Argumente, die geäußert wurden.

Evtl. Ergebnissicherung (s.o.) ergänzen

Heft

 

Es sollte deutlich werden, dass Klage eine legitime Haltung vor Gott ist, hier aber eine dezidierte Haltung zum Leben im Exil vertreten wird. Evtl. bringen die SuS ihre Vorkenntnisse über die Gründe des Exils ein.

Vertiefung 2

PA (Kurze Murmelphase): Der Brief des Jeremia heute: Was bedeutet er für die Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, was bedeutet er für uns?

UG: mit Austausch über die Schwierigkeiten, auf die beide Seiten stoßen.

PA 1 (arbeitsteilig) : Entwickelt ausgehend von den bisherigen Überlegungen und des Äußerungen, die ihr auf dem AB findet, Tipps für die Flüchtlinge/für die Menschen in Deutschland für ein gutes Leben und Miteinander der beiden Gruppen.

PA 2: Suche dir jemand, der die andere Aufgabe bearbeitet hat, und stellt euch gegenseitig eure Überlegungen vor. Gebt euch Rückmeldungen, welche 3 Tipps ihr jeweils besonders wichtig findet.

M3.4

Heft

 

Sicherung

EA optional: Halte in deinem Heft drei Tipps für die Flüchtlinge und die Menschen in Deutschland fest, die dir besonders wichtig erscheinen.

Heft

 

Schluss

Evtl. abschließendes UG

 

 

 

Wie mächtig ist unser Gott?

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1   An den Wassern zu Babel (1976/84/91) von Arvo Pärt, Album „Da Pacem“ (2009), vorgetragen von Estonian Philharmonic Chamber Choir, Christopher Bowers-Broadbent und Paul Hillier. Auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=_Xns8VOfe9g (abgerufen am 22.11.2015)