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Bewertung und Begutachtung der sprachlichen Leistung

Rechtliche Grundlagen

  1. Einheitliche Prüfungsanforderungen für das Fach Deutsch, KMK-Beschluss vom 1.12.1989 in der Fassung vom 24.5.2002, gültig bis Abitur 2016 (EPA)
  2. Bildungsstandards im Fach Deutsch für die Allgemeine Hochschulreife, KMK-Beschluss vom 1.12.1989 in der Fassung vom 24.5.2002, gültig ab Abitur 2017 (BS)
  3. „Schwerpunktthemenerlass“ 2013, KM Baden-Württemberg, AZ 36-6615.31-2013/25 (SE)
  4. Beurteilungs- und Korrekturrichtlinien für die Abiturprüfung an den allgemein bildenden Gymnasien 2013, KM Baden-Württemberg, AZ 6-6615.31-2013/24 (BK)
  5. „Endbeurteiler-Erlass“ für das Fach Deutsch 2012, RP Stuttgart, AZ 75-6615.31/2394D (EE)

A. Bewertung und Gutachten

  • Eine rein inhaltliche Korrektur der Abiturklausur ist nicht zulässig. Da normgerechter Sprachgebrauch explizit Gegenstand des Deutschunterrichts ist, muss die sprachliche Leistung in die Bewertung der Gesamtleistung einfließen (vgl. BK S. 2); zudem stellt sie „neben der inhaltlichen Darstellung und Argumentation eine wesentliche Grundlage für die Gesamtbewertung der schriftlichen Abiturarbeit“ dar (EPA S. 29).
  • (Häufig vorkommende und) gravierende Verstöße gegen die sprachliche Richtigkeit müssen zu einem Abzug von Notenpunkten führen (vgl. EPA S. 29, BS S. 29, BK S. 2).
  • Das Gutachten muss „Aussagen zur Sprachrichtigkeit enthalten“ (vgl. EPA S. 28).

B. Allgemeine Bewertungskriterien

  • Korrektheit: Die Sprache muss „standardsprachliche[n] Normen“ genügen (EPA S. 27), „orthografisch und grammatisch korrekt“ (BS S. 16) sowie klar und verständlich sein (EPA S. 27, S. 38); auch für die Note „ausreichend“ muss der Sprachgebrauch „weitgehend fehlerfrei“ sein (EPA S. 38).
  • Terminologie: Begriffe müssen trennscharf sein (vgl. BK S. 5) und „überlegt angewandt“ werden (BS S. 58), die Fachterminologie muss bei der Texterschließung angewendet werden (vgl. BK S. 5); auch für die Note „ausreichend“ müssen „wichtige Fachbegriffe“ sicher verwendet werden (EPA S. 49).
  • Syntax: Die Syntax muss „schlüssig und variabel“ sein (BS S. 58).
  • Sprache: Die Sprache muss
    • differenziert (vgl. EPA S. 27),
    • „sachlich“ (BS S. 58),
    • „variabel und stilistisch stimmig“ sein (BS S. 16);
    • Zusammenhänge müssen dargestellt werden (vgl. EPA S. 27).
  • Adressatenorientierung: Die Sprache muss „adressaten- und zielorientiert“ sein (BS S. 16).
  • Abgrenzung von der Textvorlage: Es soll eine „deutliche sprachlich-analytische Distanz zum Stil der Textvorlage“ (BS S. 58) herrschen, die Sprache soll selbstständig sein (vgl. BS S. 35)
  • Textmuster: Es sollen bei der „Produktion komplexer informierender, erklärender und argumentierender sowie gestaltender Textformen“ (BS S. 16) vorgegebene Textmuster „in Anlehnung an journalistische, populärwissenschaftliche oder medienspezifische Textformen“ (BS S. 18) verwendet werden.
  • Ästhetisches Ausdrucksvermögen: Das „ästhetische [...] Ausdrucksvermögen [...]“ der Schülerinnen und Schüler soll „in literarischen oder pragmatischen Zusammenhängen“ bei „ästhetische[n], epistemische[n], reflexive[n] Textformen wie Essay, Tagebuch […]“ entfaltet werden (BS S. 18).

Erstellt von: Regierungspräsidium Stuttgart (Dr. Sander, Dr. Sosna, Dr. Wegner, Utikal)

 

Bewertung und Begutachtung der sprachlichen Leistung in Abiturklausuren im Fach Deutsch: Herunterladen [docx] [21 KB]