Doppelstunde 3: UFB-Item 1.3
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Doppelstunde 3: Welche Arten von Regeln unterscheiden wir?
Unterrichtsinhalte im Überblick:
Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten von unterschiedlichen Regelwächtern (M3.1) und von unterschiedlichen Regelformulierungen (M3.2) verschiedene Klassen von Normen: Benimmregeln (Konventionen), Spielregeln, rechtliche Regeln, ethische Regeln und mathematische Regeln. Dadurch lernen sie zugleich anhand eines Beispiels die begrifflichen Beziehungen zwischen Begriffen kennen durch die Unterscheidung zwischen einem Oberbegriff und der ihm zugehörigen Unterbegriffen. Außerdem erkennen sie, dass Begriffe mithilfe der Beschreibung ihrer Funktion bestimmt werden können (implizite/funktionale Definition). Zugleich reflektieren die Schülerinnen und Schüler darüber, ob eine eindeutige Zuordnung von Regeln zu einer bestimmten Regelklasse immer möglich ist.
Berücksichtigung der Basisdimension „Kognitive Aktivierung“:
| UFB-Items und Positivindikatoren | Fachspezifische Exemplifizierung |
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Herausfordernde Aufgaben und Fragen (1.3): Die Lehrkraft konfrontiert die Schülerinnen und Schüler mit widersprüchlichen Sachverhalten |
Durch die Präsentation von zwei menschlichen Regelwächtern und einem technischen Gerät und der damit verbundenen Frage nach dem gemeinsamen Gegenstand der drei Bilder (M3.1) im Einstieg wird auf Seiten der Schülerinnen und Schüler eine kognitive Dissonanz erzeugt. Über die unterschiedlichen Regelwächter wird induktiv zu unterschiedlichen Arten von Regeln hingeführt. |
Verständnisorientierung (1.1) |
Das Unterrichtsmaterial (M3.2) dient zur Klassifikation unterschiedlicher Regelarten. Induktiv werden dabei unterschiedliche Arten von Regeln eingeführt, deren Bezeichnung erst nach der Bearbeitung der Aufgaben genau definiert werden. Die Definition der unterschiedlichen Regelkassen erfolgt mithilfe einer Beschreibung ihrer Funktion. |
Herausfordernde Aufgaben und Fragen (1.3): |
Durch das Identifizieren der von in den Zeichnungen und Symbolen aufgehobenen Regeln werden sich die Schülerinnen und Schüler der unterschiedlichen medialen Repräsentation von Regeln im Alltag bewusst. |
Herausfordernde Aufgaben und Fragen (1.3): Die von der Lehrkraft gestellten Fragen und Aufgaben gehen über die reine Reproduktion von auswendig gelerntem Wissen oder der Anwendung von Prozeduren hinaus. |
Die Problematisierung nach der eindeutigen Klassifizierung von Regeln dient dazu, Schülerinnen und Schüler mit Grenzen von klassifikatorischen Schaubildern vertraut zu machen. |
Materialien
M.3.1: Regelwächter
Bild 1
City, Police, robert_marinkovic [Pixabay], via pixabay
Bild 2:
Soccer, StockSnap [Pixabay], via pixabay
Bild 3:
Speed camera, manfredrichter [Pixabay], via pixabay
Beschreibt die Bilder. Was verbindet die Bilder miteinander?
- Nennt weitere Regelwächter, die ihr kennt.
- Unterschiedliche Regelwächter achten auf die Einhaltung von verschiedenen Regeln. Notiert unterschiedliche Arten von Regeln, die ihr kennt.
M3.2: Arten von Regeln
Welche Art von Regel liegt vor?
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Nr. |
Regel |
Art |
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1. |
Morgens soll man sich seine Zähne putzen. |
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2. |
Es ist verboten, bei Rot über die Ampel zu fahren |
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3. |
Man sollte immer die Wahrheit sagen. |
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4. |
Bei einem Kartenspiel darfst du anderen nicht in die Karten schauen. |
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5. |
Reiche sollten mehr Steuern zahlen. |
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6. |
Es gilt Punktrechnung vor Strichrechnung. |
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7. |
Im Unterricht darfst du keine Mitschülerinnen beleidigen. |
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8. |
Willst du den Bus bekommen, solltest du pünktlich bei der Bushaltestelle sein. |
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9. |
Nimm deine Füße vom Tisch. |
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10. |
Keiner darf Steuern hinterziehen. |
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11. |
Gegenstände fallen nach unten. |
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12. |
Putze deine Zähne, damit diese gesund bleiben. |
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13. |
Die Menschen haben sich zu benehmen. |
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14. |
Rede im Unterricht nicht dazwischen. |
Arbeitsanregungen:
- Welche Art von Regeln liegt vor? Notiert dazu die Begriffe Benimmregel, Klugheitsregel, Spielregel, rechtliche Regel, moralische Regel oder mathematische Regel in die dritte Spalte.
- Überlegt euch zwei weitere Regeln, die nicht bei den Regeln 1 bis 14 genannt werden. Entwickelt eine Zeichnung oder ein Symbol zur Verdeutlichung der Regeln. Deine Mitschülerinnen und Mitschüler sollen später anhand der Zeichnung oder des Symbols die darin zum Ausdruck kommende Regel herausfinden.
- Prüft, ob sich alle Regeln eindeutig einer Art von Regeln zuordnen lassen.