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1.1. Verständnisorientierung

Eine Unterrichtsgestaltung, die ein klares Ziel verfolgt und dabei grundlegende Konzepte (Zusammenhänge) herausarbeitet, hilft den Lernenden, dem Unterricht zu folgen und dadurch die Methoden und Inhalte besser zu verstehen und zu vernetzen. Wichtige Fragen bei der Planung und Durchführung des Unterrichts sind daher:

  • Welche konzeptionelle Ausrichtung liegt der Unterrichtsstunde zu Grunde?
  • Trägt jede Arbeitsphase zur Erreichung des Ziels bei?
  • Sind die Ziele und Erwartungen den Lernenden (vor, während und am Ende des Unterrichts) deutlich?
  • Gibt es inhaltliche oder fachliche Unstimmigkeiten?

Die Verständnisorientierung betrifft dabei sowohl das konzeptionelle Denken als auch andere zentrale Elemente des Unterrichts, wie die Zielorientierung und die fachliche Korrektheit.

Im Fach Geographie ist die Anbahnung konzeptionellen Denkens bei den Lernenden ein zentrales Ziel. Basiskonzepte, wie beispielsweise Nachhaltigkeit, Mensch-Umwelt-System und Maßstäblichkeit, stellen die Leitideen fachlichen Denkens dar, welche sich in vielen der inhalts- und prozessbezogenen Kompetenzen wiederfinden und anwenden lassen. Konzeptionelle Ansätze zeigen sich ebenso in den verwendeten Medien, wie beispielsweise im Umgang mit thematischen Karten oder bei der Analyse von Klimadiagrammen.

Einen Überblick und eine Erklärung zu den Basiskonzepten der Geographie, bietet der folgende Artikel von Fögele, Sesemann und Westphal

Mit Basiskonzepten die fachliche Tiefenstruktur des Geographieunterrichts gestalten

Beispiel: Ein Schüler in einer Klausur am Ende der Unterrichtseinheit.

Die Aufgabe lautet: Beurteilen Sie die Maßnahmen der „Vision 2050“ in Ruanda.

intergrundbild kreiert mit DALL·E 2024-04-20 (Create a picture a high school student sitting at a desk during an exam in a geography classroom, looking thoughtful

Quelle: S. Kirsch, Hintergrundbild kreiert mit DALL·E 2024-04-20 (Create a picture a high school student sitting at a desk during an exam in a geography classroom, looking thoughtful.)

Die Grafik veranschaulicht die sich verändernden Denkprozesse bei den Lernenden durch das Verständnis von Basiskonzepten. Der Lernende wendet das Basiskonzept „Nachhaltigkeit“ an, um sich der Beantwortung differenzierter zu nähern. Grundvoraussetzung hierfür ist eine klare Zielsetzung innerhalb des Unterrichts bzw. der Unterrichtseinheit sowie die kontinuierliche Anwendung der Konzepte. Dies ermöglicht den Lernenden einen vielschichtigeren Denkprozess, auch bei neuen Themen.

 

**Noch zu optimieren**

„Dementsprechend ist es Aufgabe der Lehrkraft, die Ziele und Erwartungen zu verdeutlichen und sie im Unterrichtsverlauf regelmäßig aufzugreifen und Bezug darauf zu nehmen.“ (Beobachtungsmanual zum Unterrichtsfeedbackbogen 2024, S. 9).

Ein klar strukturierter Unterrichtsverlauf hilft dabei die Ziele und Erwartungen in der Unterrichtsstunde zu verdeutlichen.

Einsteigen

Einstieg: Begegnung mit einer Problem- / Themenstellung

Problem- / Themenstellung

oder auch Problem- / Themenfindung

Formulierung einer Leitfrage / des Themas der Stunde

wenn möglich Hypothesenbildung

wenn möglich Strategienbildung: Klärung von Wegen

und Methoden zur Problemlösung

Erarbeiten

Informationen zur Lösung des Problems / zur Auseinandersetzung mit dem Thema mittels verschiedener geographischer Medien und/oder Methoden

Operation

Kognition: Einsicht in neue Themenaspekte/Fachmethoden

und deren Zusammenhänge

Sichern

Sicherung: Präsentation und/oder Besprechung der Ergebnisse

Klärung wichtiger Aspekte durch Nachfragen oder Üben

Kognition: Lösung des Problems

bzw. Überprüfung der Hypothesen

Anwenden

Anwendung des Gelernten auf ein neues Raumbeispiel, auf einen neuen inhaltlichen/methodischen Zusammenhang etc.

(Quelle: Thomas Rosenthal)