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Woher kommt die Welt (Klassenstufe 5, 6)

Stundenverlauf

Lernziele:

Die SuS können …

pbK

  • 2.1.1 Situationen erfassen, in denen letzte Fragen nach Grund, Sinn, Ziel und Verantwortung des Lebens aufbrechen
  • 2.4.1 sich auf die Perspektive eines anderen einlassen und sie in Bezug zum eigenen Standpunkt setzen
  • 2.5.2 . religiös bedeutsame Inhalte und Standpunkte medial und adressatenbezogen präsentieren

ibK

  • 3.1.4 (4) (modifiziert): den Glauben an Gott als Schöpfer zu einer gängigen naturwissenschaftlichen Erklärung der Weltentstehung in Beziehung setzen

Dafür…

  • … stellen sie ihre eigene Antwort auf die Frage „Woher kommt die Welt?“ dar und erläutern ihre Intentionen
  • … nehmen sie die Vorstellungen anderer wahr und setzen sich damit auseinander
  • … fassen sie die Vorstellungen in der Gruppe zusammen und ordnen sie zu Modellen der Beziehung von Glauben und Naturwissenschaft

Einstieg / Erarbeitung 1 (25-30´)

Heute wollen wir uns eine große Frage vornehmen, über die sich schon viele Menschen den Kopf zerbrochen haben, und zu der es ganz unterschiedliche Antwortversuche gibt:

Tiefenstruktur

1.1. VERSTÄNDNISORIENTIERUNG

Der Unterricht hat einen klaren Fokus auf die zentralen Inhalte, die von den Schülerinnen und Schülern verstanden werden sollen.

Der Unterricht fokussiert hier auf existentiell bedeutsame Grundfragen des Lebens.

Woher kommt die Welt? (M1)

AA: Denke nach, wie du diese Frage spontan beantworten würdest, und zeichne bzw. male deine Antwort ins Heft.

Schreibe dann darunter 3-5 Sätze, was du darstellen wolltest und warum du das so dargestellt hast.

Tiefenstruktur

1.2. ERMITTLUNG VON DENKWEISEN UND VORSTELLUNGEN

Die Lehrkraft ermittelt das aktuelle Verständnis der Schülerinnen und Schüler

1.3. HERAUSFORDERNDE AUFGABEN UND FRAGEN

Im Unterricht wird mit Fragen und Aufgaben gearbeitet, die die Schülerinnen und Schüler zur vertieften Auseinandersetzung mit den Inhalten herausfordern.

Dadurch, dass Raum für Schülerantworten gegeben wird, werden Präkonzepte der SuS erhoben.

Die Aufgabe nimmt SuS als eigenständig denkende Subjekte ernst und gibt Spielraum für eigenständiges Denken und Gestalten. Der Zugang über das Gestalterische wird vertieft über die sprachliche Reflexion des gemalten Bildes. Zugleich sind bei dieser Aufgabe alle SuS beteiligt (siehe Item 1.4).

Beim Herumgehen habe ich viele sehr interessante Lösungen gesehen. Ihr sollt jetzt auch die Möglichkeit haben, einige Antworten der anderen genauer anzuschauen und sogar etwas dazu zu schreiben.

Tiefenstruktur

2.3. WERTSCHÄTZUNG UND RESPEKT

Die Lehrkraft begegnet den Schülerinnen und Schülern mit Wertschätzung und Respekt

Bei Lernprozessen, die zu einer persönlichen Positionierung in Grundfragen der Weltdeutung auffordern, ist eine der Grundbedingungen des Gelingens eine Atmosphäre des Vertrauens, die durch die positive Rückmeldung der Lehrkraft bestärkt wird.

AA:

(1) Geht zunächst schweigend herum und schaut euch wie in einer Ausstellung die verschiedenen Lösungen der anderen an.

( 2) Jetzt nimmt jede/r einen Stift mit. Suche dir eine Antwort aus, die anders ist als das, was du selbst gemalt hast. Setze dich auf den Platz. Schreibe einen persönlichen Kommentar auf das Rückmeldungsblatt.

Beachte dabei die Regeln, die oben auf dem Blatt stehen:

  • → Mit Namen unterschreiben
  • → Genau hinschauen und wertschätzend kommentieren
  • → Satzanfänge auf dem Blatt verwenden.

(3) Wenn du fertig bist, lasse das Blatt liegen, gehe zu einem zweiten Bild und schreibe dazu etwas. Setze dich dann wieder auf deinen Platz.

Übrigens: Die Rückmeldungsblätter gehören der Person, die das Bild gemalt und den Text geschrieben hat. Ich werde sie mir aber am Ende der Stunde von euch ausleihen, um sie auszuwerten und zu schauen, wer hier besonders Gutes geschrieben hat und wer andererseits beim nächsten Mal noch etwas Hilfe braucht für das Kommentar-Schreiben.

  • L achtet auf Ruhe (ggf. auch darauf, dass einzelne SuS die Sachen der anderen an deren Platz in Ruhe lassen).
Tiefenstruktur

2.1. QUALITÄT DES FEEDBACKS
Das Feedback, das die Lehrkraft den Schülerinnen und Schülern gibt, ist zum Weiterlernen hilfreich.

und

2.4. KLASSENKLIMA
Die Schülerinnen und Schüler begegnen einander und der Lehrkraft mit Wertschätzung und Respekt.

Die SuS geben sich selbst gegenseitig Feedback. Sie werden zu Perspektivenwechsel und zugleich zu einer Wertschätzung des Anderen aufgefordert und darin durch Regeln und Formulierungsvorschläge unterstützt.

Auswertung (10-15´)

Mögliche Impulse (z.B.):

  • Erzählt mal, welche Fragen euch gestellt wurden …
    … und deine Antwort wäre?
    Was sagen die anderen dazu?
  • Woher kommt die Welt? - Was ist euch aufgefallen an den Antworten in unserer Gruppe?
  • Würde jemand seine Antwort vom Anfang verändern wollen, nachdem er/sie die anderen Ideen aus der Klasse gesehen hat?
  • Würde jemand hier sagen: Meine Antwort ist die einzig richtige? Wie könntest du das begründen? Was sagen die anderen?
    oder:
    Einige haben geschrieben/gesagt, dass ihre Antwort die einzig richtige Lösung ist: Versucht mal zu erklären, warum euch das wichtig ist.
    Was stört dich an … / … findest du unangenehm an …/ … gefällt dir nicht an …?
  • Sehen das alle hier so?

Tiefenstruktur

1.3. HERAUSFORDERNDE AUFGABEN UND FRAGEN

Im Unterricht wird mit Fragen und Aufgaben gearbeitet, die die Schülerinnen und Schüler zur vertieften Auseinandersetzung mit den Inhalten herausfordern.

Die SuS werden zur Wahrnehmung, Bewusstmachung und Reflexion von verschiedenen Antworten zu einer existentiellen Grundlage angeleitet. Im unterrichtlichen Diskurs ereignet sich zudem auf anspruchsvoller kognitiver Ebene konstruktives Feedback und Perspektivenwechsel (siehe Item 2.1).

(FeV, TA, Bsp.: M2)

Lasst uns mal ordnen, welche verschiedenen Antwort-Typen es hier in der Gruppe gab…

L gibt erste Kategorie vor, z.B.: biblisch-religiös und notiert auf Vorschlag der S:S dazu Stichworte aus Lösungen der S:S

SuS schlagen weitere Kategorien vor, L präzisiert/ergänzt ggf. z.B.: naturwissenschaftlich, Kombination von religiös und naturwissenschaftlich

Zu jeder Kategorie werden Beispiele/Stichworte aus den Schülerlösungen notiert.

Tiefenstruktur

1.1. VERSTÄNDNISORIENTIERUNG

Der Unterricht hat einen klaren Fokus auf die zentralen Inhalte, die von den Schülerinnen und Schülern verstanden werden sollen

Im Sinne einer Metakognition reflektieren die SuS die verschiedenen Ergebnisse und finden übergeordnete Kategorien.

Vertiefung (10´)

Stärken und Schwächen der verschiedenen Antwort-Typen:

Was ist stark an diesen Antworten?

Womit könnte man hier Probleme haben?

Tiefenstruktur

1.3. HERAUSFORDERNDE AUFGABEN UND FRAGEN

Im Unterricht wird mit Fragen und Aufgaben gearbeitet, die die Schülerinnen und Schüler zur vertieften Auseinandersetzung mit den Inhalten herausfordern.

Hier werden die SuS zu begründeten Positionierungen herausgefordert.

L sammelt die Hefte und Rückmeldungen ein, um …

Inhalte, Stil und Qualität der Kommentare zu analysieren und ggf. einzelnen S:S positive Rückmeldungen oder Impulse zur Verbesserung ihres Eingehens auf die Lösungen anderer zu gebe, um in der nächsten Stunde mit Schülerbeispielen einsteigen zu können.

Tiefenstruktur

2.1. QUALITÄT DES FEEDBACKS

Das Feedback, das die Lehrkraft den Schülerinnen und Schülern gibt, ist zum Weiterlernen hilfreich.

Die Lehrkraft hat Zeit, besonders auffällige Vorstellungen wahrzunehmen, individuelles Feedback zu geben und zugleich die Schülerergebnisse zu würdigen.

Hinweis: Im Downloadbereich gibt es eine visuell eingänglichere Ansicht des dargestellten Unterrichtsverlaufs

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