Zur Hauptnavigation springen [Alt]+[0] Zum Seiteninhalt springen [Alt]+[1]

Gott vertrauen!

Mitwirkung in der Schule, Klassenstufe 8

Vorbemerkungen

Dieses Unterrichtsbeispiel zeigt, wie die Items des Unterrichtsfeedbackbogens aus QUBE-F für das Fach Katholische Religionslehre in der Sekundarstufe I umgesetzt werden können.

Die entsprechenden inhalts- und prozessbezogenen Kompetenzen im Bildungsplan für Katholische Religionslehre werden angegeben. Auf die entsprechenden Kompetenzen im Bildungsplan für den Evangelischen Religionsunterricht wird verwiesen.

Mit Blick auf die hohe Heterogenität in den Lerngruppen berücksichtigt diese Planung in besonderem Maß die Arbeit in drei Niveaustufen G, M und E des Bildungsplans. Die Bezüge zum Bildungsplan werden in der Formulierung für die Niveaustufe M gezeigt.

Der Fokus dieses Unterrichtsbeispiels liegt auf der Umsetzung wirksamer Tiefenstrukturen. Dem entsprechend ist der tabellarische Unterrichtsverlauf gestaltet: Die erste Spalte skizziert Arbeitsphasen, Inhalte, Sozialformen und Medien zur Unterrichtsaktivität. In der mittleren Spalte sind die Items zu den Tiefenstrukturen genannt.  In Spalte drei finden Sie ergänzende Kommentare.

Der Kürze und besseren Lesbarkeit wegen nutzen wir in den Spalten 1 und 3 des tabellarischen Unterrichtsablaufs diese Abkürzungen:  

Lk: Lehrkraft

SuS: Schülerinnen und Schüler

EA: Einzelarbeit

PA: Partnerarbeit

GA:  Gruppenarbeit

KG:  Klassengespräch

1. Bildungsplanbezug des Unterrichts

Katholische Religionslehre

Inhaltsbezogene Kompetenzen:

  • 3.2.4 Gott (6): Die Schülerinnen und Schüler können aufzeigen, welche Konsequenzen der Glaube an Gott für die Lebenspraxis haben kann.
  • 3.2.3. (2) Bibel: Die Schülerinnen und Schüler können an einem biblischen Text darstellen, dass die Bibel Erfahrungen mit Gott bewahrt und deshalb für die Kirche ein heiliges Buch ist (z. B. an Ps 23; Lk 19,1-10)

Prozessbezogene Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können…

  • 2.1.1 … die existentielle Dimension von Situationen und Erfahrungen beschreiben.
  • 2.1.2 … Situationen erfassen, in denen Fragen nach Grund, Sinn, Ziel und Verantwortung des Lebens aufbrechen.
  • 2.2.3 … in Lebenszeugnissen und ästhetischen Ausdrucksformen Antwortversuche auf menschliche Grundfragen entdecken und darstellen.
  • 2.3.1 … die Relevanz von Glaubenszeugnissen und Grundaussagen des christlichen Glaubens für das Leben des Einzelnen und für die Gesellschaft prüfen.
  • 2.4.4 … die Perspektive eines anderen einnehmen und dadurch die eigene Perspektive erweitern.
  • 2.5.2: … typische Sprachformen der Bibel transformieren

Evangelische Religionslehre

Inhaltsbezogene Kompetenzen

  • 3.1.2 (2) Die Schülerinnen und Schüler können Aus­drucks­for­men für Kla­ge, Trau­er, Wut, Dank, Ver­trau­en und Bit­te in den Psal­men ver­glei­chen und krea­tiv ge­stal­ten.
  • 3.2.4 (2) Die Schülerinnen und Schüler können Be­son­der­hei­ten christ­li­chen Got­tes­ver­ständ­nis­ses (z. B. Gott als Lie­be, als Be­zie­hung, Tri­ni­tät, Ver­bor­gen­heit Got­tes) ent­fal­ten.

Prozessbezogene Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler können…

  • 2.1.2 … in ethischen Herausforderungen mögliche religiös bedeutsame Entscheidungssituationen identifizieren.
  • 2.2.2 … religiöse Motive und Elemente in medialen Ausdrucksformen deuten.
  • 2.2.4 … den Geltungsanspruch biblischer und theologischer Texte erläutern und sie in Beziehung zum eigenen Leben und zur gesellschaftlichen Wirklichkeit setzen.
  • 2.4.1 … können sich auf die Perspektive eines anderen einlassen und sie in Bezug zum eigenen Standpunkt setzen.
  • 2.5.2… religiös bedeutsame Inhalte und Standpunkte medial und adressatenbezogen präsentieren.

2. Ziele der Stunde

Globales Ziel der Stunde

Ausgehend von Psalm 23 beschreiben, begründen und reflektieren die Schülerinnen und Schüler Aspekte, die zum Wachstum von Vertrauen führen können.

Teilziele:

  1. Die Schülerinnen und Schüler wissen um Bezüge ausgewählter Lebenserfahrungen Davids zu Worten im Psalm 23.
  2. Die Schülerinnen und Schüler erkennen Zusammenhänge von Lebenserfahrungen mit der Entwicklung von Vertrauen.
  3. Die Schülerinnen und Schülern begegnen der Idee des Glaubens, dass alle Arten von Lebenserfahrungen potenziell auch das Vertrauen in einen fürsorglichen Gott wachsen lassen können.

3. Differenzierende Arbeit in Niveaustufen

Beispielhaft wird an Ziel 2 konstruktive Unterstützung durch das „scaffolding“ gezeigt. Der Grundgedanke lautet: Je geringer das potenzielle Leistungspotential, desto mehr Bausteine können zur Leitung, der Unterstützung und dem Strukturieren des Lernprozesses hinzugefügt werden.

Konkret könnte das so aussehen: 

E Niveau: Die SuS nutzen nur den Grundauftrag. Sie finden zeitgemäße Deutungen zu Versen oder Worten des Psalms. Sie beschreiben Personen / Situationen, an deren Erleben beispielhaft Wachstum von Vertrauen gezeigt werden kann. Dabei nennen sie mehrere Faktoren und begründen diese. Grammatikalisch nutzen sie die korrekten Zeitformen. 

M Niveau: Die SuS nutzen den Grundauftrag und eine vorgegebene Deutungskarte zu einem Wort oder Vers des Psalms. Sie wählen eine Person, beschreiben und begründen mehrere Faktoren, die zum Wachstum von Vertrauen beitragen.

G Niveau: Die SuS nutzen den Grundauftrag, eine vorgegebene Deutungskarte, sowie weitere Bild und/oder Textkarten. Sie beschreiben und begründen mindestens einen Aspekt, der zum Wachstum von Vertrauen beiträgt.

4. Stundenverlauf

Begrüßung und Ritual der Stille

Nach der Begrüßung leitet die Lk eine Minute der Stille ein. Dieser Zeitraum wird durch ein akustisches Signal oder ein Symbol definiert.

Tiefenstrukturen

  • Item 2.4:
    • Die Schülerinnen und Schüler begegnen einander und der Lehrkraft mit Wertschätzung und Respekt.

Die Ruhe dient der persönlichen Sammlung und Einstimmung. Sie einzuhalten erfordert Respekt füreinander.

Hinführungsphase

Erste Eindrücke von Psalm 23

Meditatives Hören des Psalms

  • Die Lk visualisiert und liest Psalm 23. (M1).
  • Sie weist im Vorfeld darauf hin, dass dieser Psalm auf mehrfache Art aufgenommen werden kann:
  • Man hört und liest ihn rein kognitiv als sehr bekannten Text des AT.
  • Man hört und liest ihn darüber hinaus auch als persönliches Gebet eines Menschen.
  • Man hört und liest ihn darüber hinaus auch als persönliches Gebet eines Menschen, das man innerlich auch mitbetet. 

Annäherung an den Text

  • SuS notieren Begriffe, die ihnen wichtig scheinen, die sie berühren oder die sie nicht verstehen auf verschiedenfarbige Karten.
  • Im Unterrichtsgespräch werden ausgehend von den Karten erste Eindrücke geteilt und Verständnisfragen geklärt.
  • Die SuS geben dem Psalm spontan einen Titel in Form einer Überschrift oder eines “hashtags” für einen post auf einem sozialen Medium.  

Tiefenstrukturen

  • Item 2.3:
    • Die Lehrkraft begegnet den Schülerinnen und Schülern mit Wertschätzung und Respekt.
  • Item 2.4:
    • Die Schülerinnen und Schüler begegnen einander und der Lehrkraft mit Wertschätzung und Respekt.
  • Item 1.1:
    • Der Unterricht hat einen klaren Fokus auf die zentralen Inhalte, die von den Schülerinnen und Schülern verstanden werden sollen.
  • Item 1.2:
    • Die Lehrkraft ermittelt das aktuelle Verständnis der Schülerinnen und Schüler.

zu 2.3: Die Lk respektiert die Haltung der SuS gegenüber Glaubenszeugnissen in der Bibel. Mit dem Hinweis zur Findung einer persönlichen Haltung beim Hören und Lesen des Psalms berücksichtigt die Lk den je eigenen Willen und ermöglicht den SuS eine Distanzierung zum spirituellen Aspekt in diesem Text.

zu 2.4: Die SuS hören und lesen den Psalm in der von ihnen gewählten Haltung. Alle respektieren die geforderte ruhige Atmosphäre.

zu 1.1: Die Einführungsphase dient dazu, den zentralen Text dieser Stunde hinsichtlich des Inhalts und der besonderen Wortwahl fokussiert wahrzunehmen und zu verstehen.

zu 1.2: Das aktuelle Verständnis zum zentralen Thema bzw. dem Grundanliegen des Psalms wird durch die Aufgabe der Erstellung einer Überschrift / “hashtags” ermittelt.

Erarbeitungsphase

Psalm 23 als Ausgangspunkt für die Vertiefung des Verständnisses von Vertrauen

Die Schülerinnen und Schüler wissen um Bezüge ausgewählter Lebenserfahrungen Davids zu Worten im Psalm 23

Informierender Unterrichtseinstieg: 

  • Psalm 23 ist Ausgangspunkt für unsere Überlegungen zum Thema “Vertrauen”. 
  • Dabei gehen wir in zwei Schritten vor: 
  • Die Erlebnisse eines wechselvollen Lebens werden diesem Psalm zugeordnet. Damit erfahren wir mögliche Hintergründe, die zur Wortwahl in diesem Gebet geführt haben könnte. Die bildhafte Sprache deuten wir auf mögliche Bezüge zur heutigen Lebenswelt und schildern dazu passende Erfahrungen.

Tiefenstruktur

  • Item 1.1:
    • Der Unterricht hat einen klaren Fokus auf die zentralen Inhalte, die von den Schülerinnen und Schülern verstanden werden sollen.

Der informierende Unterrichtseinstieg stellt das Ziel und erste relevante Informationen zum Aufbau der Stunde zur Verfügung.

Die Ziele werden visualisiert. Am Ende der Stunde könnten die SuS reflektieren, zu welchem Grad sie meinen, diese Lernziele erreicht zu haben.

Sammlung von Vorwissen:

  • SuS tragen im KG ihr Wissen zum Leben der biblischen Person von David zusammen. Sie notieren diese auf Karten oder einem digitalen Tool und zeigen diese analog oder digital an einem Präsentationsmedium (Tafel, Pinnwand, Tisch, Boden, Projektionsfläche oder Bildschirm) 

Tiefenstruktur

  • Item 1.2:
    • Die Lehrkraft ermittelt das aktuelle Verständnis der Schülerinnen und Schüler.

Die Ermittlung des Vorwissens gibt der Lk einen Hinweis, wie ausführlich in der folgenden Phase die Beispiele zum Leben von David erklärt werden müssen.

Das Klassengespräch und die gemeinsam erstellte Darstellung fokussiert und aktiviert die SuS.

Analyse des Psalms auf der Basis biographischer Texte

  • Die Sus ordnen die Bibelabschnitte (M2) den jeweils passenden Versen oder Begrifflichkeiten des Psalms zu. 
  • Je nach der zur Verfügung stehenden Zeit und der bevorzugten Arbeitsform wird diese Arbeit im KG, EA oder PA durchgeführt.

Tiefenstruktur

  • Item 1.1:
    • Der Unterricht hat einen klaren Fokus auf die zentralen Inhalte, die von den Schülerinnen und Schülern verstanden werden sollen.
  • Item 3.3:
    • Die zur Verfügung stehende Unterrichtszeit wird für die Auseinandersetzung mit den Lerninhalten genutzt.

zu 1.1: Die Erkenntnis, dass hinter den Glaubens- und Vertrauensaussagen in diesem Psalm konkrete Lebenserfahrungen stehen, eröffnet den Weg, von Lebenserfahrungen aus den Transferaufgaben möglicherweise wieder zu Glaubensaussagen zu finden.

zu 3.3: Unterrichtszeit könnte hier – je nach Kompetenzstand der Klasse - effizient genutzt werden, indem diese Hinführungsphase auch ohne Vorschaltung einer individuellen Erarbeitung geschieht.

Ergebnissicherung

Die Lebensgeschichte von David ist eine komplexe Mischung aus Ruhm, Macht, Schuld und Reue. Er erlebte große Erfolge, wie den Sieg über Goliath und seine Herrschaft über Israel, aber auch tiefgreifende Misserfolge, wie seinen Ehebruch und die Rebellion seines Sohnes. Diese Erfahrungen machen David zu einer vielschichtigen Figur in der biblischen Geschichte. Er wird als „Mann nach dem Herzen Gottes“ (Apostelgeschichte 13, 22) dargestellt. Man erkennt mit ihm aber auch einen Menschen mit Schwächen und Fehlern. Psalm 23 gibt Ausdruck seiner Beziehung zu Gott und der Art wie David gebetet haben könnte. 

Tiefenstruktur

  • Item 1.1:
    • Der Unterricht hat einen klaren Fokus auf die zentralen Inhalte, die von den Schülerinnen und Schülern verstanden werden sollen.

In Verbindung mit der Dokumentation der vorhausgegangenen Phase (Zuordnung der Lebenssituationen zum Psalm 23) ist hier eine erste Ergebnissicherung durch ein Fazit oder eine Zusammenfassung vorgesehen. SuS der Niveaustufen E und M könnten selbst einen Text verfassen. SuS der Niveaustufe G bekommen ein Beispiel, das sie in ihr Heft übertragen. 

Vertiefungsphase

Transfer des Themas in die heutige Zeit und Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler

Die Schülerinnen und Schüler erkennen Zusammenhänge von Lebenserfahrungen mit der Entwicklung von Vertrauen.

Vorbereitung der Transferaufgabe:

  • Exemplarisch wird konkret illustriert, wie David in diesen Situationen wahrscheinlich selbst Verantwortung für sein Leben übernommen hat. Mehrfach hat er in Notsituationen Unterstützung durch andere Menschen erfahren.  
  • Dies und sein Glauben an einen fürsorglichen Gott mehrten sein Vertrauen.
  • Die behandelten Beispiele aus der Biographie Davids werden in die „Matrix: Felder des Vertrauens“ (M6) eingeordnet.

Tiefenstruktur

  • Item 1.1:
    • Der Unterricht hat einen klaren Fokus auf die zentralen Inhalte, die von den Schülerinnen und Schülern verstanden werden sollen.

Diese Erzählungen konkretisieren Aspekte zu Erlebnissen und Entscheidungen, die Vertrauen wachsen lassen können. Damit wird die Transferaufgabe vorbereitet, ohne den SuS die Schilderung eines Beispiels aus der heutigen Lebenswelt vorwegzunehmen.

Transferaufgabe

  • Die Lk stellt den Arbeitsauftrag und den Umgang mit den modularen Materialien vor. (M3, M4, M5, M6)  (Bei Bedarf auch M7, M8, M9)
  • Die Arbeitsschritte werden in EA mit einer selbst zu wählenden Auswahl an unterstützendem Material durchgeführt. Auf dem Grundauftrag (M3) beschreiben und deuten die SuS in EA eine Erfahrung für wachsendes Vertrauen am Beispiel einer Person und Situation ihrer Wahl.
  • Die Lk beobachtet während dieser Arbeitsphase prozessbezogene Kompetenzen und unterstützt  einzelne SuS oder Gruppen konstruktiv im Sinn der Tiefenstrukturen.
  • Im nächsten Schritt reflektieren die SuS mit dem Partner/der Partnerin das bisher Erarbeitete und ordnen es mit einem Stichwort der Matrix des Vertrauens zu.
  • Sie notieren dieses Stichwort in großer Schrift auf eine Karte für die Präsentation. 

Tiefenstruktur

  • Item 1.2
    • Im Unterricht wird mit Fragen und Aufgaben gearbeitet, die die Schülerinnen und Schüler zur vertieften Auseinandersetzung mit den Inhalten herausfordern.
  • Item 2.1.
    • Das Feedback, das die Lehrkraft den Schülerinnen und Schülern gibt, ist zum Weiterlernen hilfreich.
  • Item 2.2:
    • Die Lehrkraft unterstützt die Schülerinnen und Schüler individuell in ihrem Lernprozess.
  • Item 2.4:
    • Die Schülerinnen und Schüler begegnen einander und der Lehrkraft mit Wertschätzung und Respekt
  • Zwei didaktische Entscheidungen sorgen für eine Reduzierung der Komplexität des Themas
    1. Konzentration auf Faktoren, die das Vertrauen wachsen lassen.
    2. Das Angebot einer Struktur zu drei Feldern des Vertrauens  
  • Vielfältige Möglichkeiten des „Scaffoldings“ unterstützen und strukturieren den Lernprozess.
  • Das Angebot zu einer vertiefenden Auseinandersetzung und die Berücksichtigung der unterschiedlichen Leistungsniveaus führen beim Angebot der Arbeitsaufträge zum modularen System. Ausgehend vom Grundauftrag können Text- und Bildkarten zur Lösung des Auftrags hinzugezogen werden.
  • Konstruktive Unterstützung erfolgt sowohl zwischen den SuS als auch über Feedback durch die Lk. 
  • Anmerkung für eine weitergehende Differenzierung:
    • Neben den eher sprachorientierten Angeboten bietet dieser Entwurf zwei weitere Zugänge an:
    • Die gestaltpädagogische Arbeit nutzt die kreativen Kräfte des Gestaltens über die Hände (M7)
    • Die Partnerübung schafft eine körperliche Erfahrung zum Thema Vertrauen geben bzw. Vertrauen können (M8, M9)

Präsentation

SuS ordnen die Karten aus ihren Beispielen der Matrix an der Tafel zu. Sie begründen diese Zuordnung kurz und verständlich.

Tiefenstruktur

  • Item1.2
    • Die Lehrkraft ermittelt das aktuelle Verständnis der Schülerinnen und Schüler.

Der Rückbezug auf Psalm 23 erfordert Überlegungen zu möglichen Zusammenhängen von wachsendem Vertrauen unter Menschen ein Vertrauen in Gott befördern könnte. Die Bereitschaft dafür setzt jedoch den Glauben oder die Grundannahme voraus, dass Gott existiert. Deswegen kann an dieser Stelle „nur“ achtsam das aktuelle Verständnis der SuS ermittelt werden.  

Sicherung des Arbeitsergebnisses

Die Entwicklung von Vertrauen in sich oder Andere ist abhängig von Erfahrungen. Der Psalm 23 bietet ein Beispiel dafür, eigene Lebenserfahrungen mit der Idee eines fürsorglichen Gottes zu verknüpfen. Besonders ist an diesem Psalm, dass sowohl gute als auch schlechte Zeiten von David als von Gott geführt gedeutet werden. 

Tiefenstrukturen

  • Item 1.1:
    • Der Unterricht hat einen klaren Fokus auf die zentralen Inhalte, die von den Schülerinnen und Schülern verstanden werden sollen.

Diese Zusammenfassung, die bearbeiteten Transferaufgaben und die Dokumentation der Präsentationen werden per Heftaufschrieb und/oder ein Fotoprotokoll gesichert.

3 Rahmung, spiritueller und organisatorischer Abschluss der Stunde

Spiritueller Abschluss

  • SuS, die es wollen, tragen einen für sie bedeutsamen Vers aus Psalm 23 vor.
  • Alternativ kann von der LK, einer S´in oder einem S ein Segensspruch vorgetragen werden.
  • Die Lk verabschiedet die Klasse

Tiefenstruktur

  • Item 2.4:
    • Die Schülerinnen und Schüler begegnen einander und der Lehrkraft mit Wertschätzung und Respekt.

Im eingänglich beschriebenen Sinn wird den SuS zum Abschluss der Stunde in aller Freiheit das Ritual des Segens angeboten.

Auch hier geht es wieder darum wertschätzend achtsam und im günstigsten Fall auch selbstbestimmt einen spirituellen Abschluss der Stunde zu gestalten. 

Neben einem geordneten Start drückt auch eine achtsame Verabschiedung Respekt und Wertschätzung aus.

Reflexion und Feedback zur Stunde:

  • Die Lk lässt die SuS schriftlich oder mündlich, offen oder anonym z.B. mit einer Skalenabfrage eine Selbsteinschätzung zum Grad der Erreichung der Lernziele geben.

Tiefenstruktur

  • Item 2.3:
    • Die Lehrkraft begegnet den Schülerinnen und Schülerin mit Wertschätzung und Respekt.
  • Item 2.4:
    • Die Schülerinnen und Schüler begegnen einander und der Lehrkraft mit Wertschätzung und Respekt.

zu 2.3: Die Einladung zu einem Feedback zur gestalteten Lernzeit ist eine wertschätzende Geste gegenüber der Meinung der SuS. Darüber hinaus bietet das Feedback mit einer Selbsteinschätzung eine wertvolle Datenquelle zur Weiterentwicklung des Unterrichts.

zu 2.4: Indem die SuS diese Selbsteinschätzung gewissenhaft und wahrheitsgemäß vornehmen erweisen sie gegenüber sich selbst und der Lk Wertschätzung und Respekt.

 

weiter zu Anhang