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Anhang

Tabellarische Übersicht zu den Unterrichtsmaterialien

  • M1 Psalm 23, Deutsche Luther Bibel
    Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift© 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart, Alle Rechte vorbehalten. Die Herausgeber sind: (Erz-)Bischöfe Deutschlands, Österreichs, der Schweiz u.a. Herausgebender Verlag: Katholische Bibelanstalt GmbH
  • M2 Karten mit Kurzbeschreibungen und den Bezügen aus den Büchern Salomo zu Davids Leben.
  • M3 Transferaufgabe in den Niveaustufen E, M, G
  • M4 Verse / Worte des Psalms
  • M5 Bild und Textimpulse
  • M6 Matrix: 3 Felder des Vertrauens

Weitere Materialien zur Nutzung in inklusiven Settings

  • M7 Gestalten mit Knete
  • M8 Vertrauensübung
  • M9 Reflexion: Vertrauen haben

M1 Psalm 23

  Der gute Hirte

  1. Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen.
  2. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
  3. Meine Lebenskraft bringt er zurück. Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu seinem Namen.
  4. Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab, sie trösten mich.
  5. Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, übervoll ist mein Becher.
  6. Ja, Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang und heimkehren werde ich ins Haus des HERRN für lange Zeiten.

Aufgabe:

  • Ordne die Lebenserfahrungen passenden Worten oder Versen des Psalms zu.

M2 Karten zu Lebenserfahrungen Davids

Salbung zum König: David wird vom Propheten Samuel zum König gesalbt, als er noch ein junger Hirte ist. Dies markiert den Beginn seines Aufstiegs. (1 Sam 16, 1-13)

David und Goliath David besiegt den riesigen Philister Goliath mit einem geschleuderten Stein aus seiner Schleuder. Dieser Sieg bringt ihm Ruhm und Anerkennung im ganzen Land. (1 Sam 17)

Bund mit Jonathan David und Jonathan, der Sohn von Saul, schließen einen tiefen Freundschaftsbund, der von Loyalität und Hingabe geprägt ist. Ihm verdankt David auch mehrmals Rettung in riskanten und lebensbedrohlichen Situationen. (1 Sam 18, 1-4)

Siege über die Philister David führt das israelitische Heer in Kämpfen gegen die Philister und gewinnt zahlreiche Schlachten, was ihn im israelitischen Volk zu einem beliebten Kriegshelden macht. „Saul hat Tausend erschlagen, David aber Zehntausend.“ (1. Sam 18, 5-9)

Flucht vor König Saul: König Saul ist neidisch, eifersüchtig und voller Argwohn auf den im Volk beliebten David. Saul verfolgt David über viele Jahre. Das zwingt David dazu, als Flüchtling zu leben (1. Sam 19 bis 24)

König über Juda und Israel: Nach dem Tod von Saul wird David zunächst König über Juda und später über ganz Israel. Er vereint die Stämme und macht Jerusalem zur Hauptstadt. (2. Sam 2, 1-4; und 5, 1-10)

Ehebruch mit schwerwiegenden Folgen: David begeht Ehebruch mit Bathseba, der Frau von Uria. Er versucht, alles zu vertuschen, indem er Uria in den Tod schickt. Der Prophet Nathan konfrontiert David mit seiner großen Schuld. David bereut, aber die Konsequenzen sind schwer. Der Tod des Kindes, das Bathseba gebar, ist eine der tragischen Folgen. (2. Sam 11, und 12,1-14)

Rebellion Absaloms: Davids eigener Sohn Absalom erhebt sich gegen ihn und reißt unrechtmäßig die Macht an sich (=usurpieren). David und seine Gefolgsleute fliehen. Er muss wieder um sein Leben fürchten. In der Folge entsteht ein Bürgerkrieg. Absalom stirbt im Kampf.  (2. Sam 15-18 )

Rückkehr auf den Thron: David gewinnt die Macht zurück. Gleichzeitig zeigt er tiefe Trauer um den Tod seines Sohnes. (2. Sam 18)

Zusammenfassung: Pflüger, Quelle: Einheitsüberset-zung der Heiligen Schrift © 2016 Katholische Bibelan-stalt GmbH, Stuttgart Alle Rechte vorbehalten.

Lösungsvorlage

Zuordnung der Bibelstellen zu den jeweiligen Fersen in Psalm 23

M3 Erfahrungen, die Vertrauen wachsen lassen

Ich nehme Bezug zu diesem Teil des Psalms: (Das kann ein Vers oder ein Wort sein.)

Platz für Lösung. Eine Zeile

Sinnbildlich meint dieser Text, dass… Platz für Lösung. Eine Zeile

Platz für Lösung. Eine Zeile

Ich denke an diese Person: Platz für Lösung. Eine Zeile

 (Das kannst Du selbst sein oder jemand aus dem näheren oder weiteren gesellschaftlichen Umfeld, den Du gut zu kennen glaubst.)

Meine Erfahrung hat diese Überschrift:

Platz für Lösung. Eine Zeile

Schritt 1:  Beschreibe die Erfahrung.

  1. Das hat diese Person selbst zu dieser Erfahrung beigetragen.  
  2. Das haben andere Personen zu dieser Erfahrung beigetragen.
  3. Diese sonstigen Umstände waren für die Erfahrung wichtig.

Schritt 2: Deute das Beschriebene:

  1. Welcher beschriebenen Aspekte hat bei der Person Vertrauen wachsen lassen?
  2. Könnte der Glaube an Gottes Fürsorge beim Wachstum von Vertrauen bedeutsam sein? 

Schritt 3: Austausch und Reflektion:

Stelle einer Mitschülerin oder einem Mitschüler Dein Beispiel vor. Reflektiert gemeinsam:

  • Was lässt bei Menschen Vertrauen wachsen?
  • Welche Haltungen, Annahmen oder Gedanken sind dabei bedeutsam?
  • In welchen Feldern ist mit diesem Erlebnis Vertrauen gewachsen? (Nutzt dazu die Matrix.)

M4: Version A: Verse des Psalms und mögliche Bezüge zum heutigen Leben.

„Grüne Auen“ und „frisches Wasser“ stehen im Psalm sinnbildlich für eine lebensfreundliche Umgebung und gute Versorgung. Heute könnte es ein Bild für materiellen Wohlstand, Gesundheit und Wohlbfinden sein.

„Meine Lebenskraft bringt er zurück“. Bei David wie auch heute könnte dieser Satz für Erlebnisse, Gedanken, Gefühle und Haltungen stehen, die Menschen psychisch aufbauen und ihnen guttun. Aufbauendes geschieht oft durch den Kontakt mit einem Gegenüber. 

„Er führet mich auf Pfaden der Gerechtigkeit“ David umschreibt damit Führung und Orientierung an sinnvollen, guten, dem Glück und der Zufriedenheit dienenden Regeln. Heute könnte der Satz für unser Suchen nach Orientierung für gelingendes Leben stehen.

„Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab, sie trösten mich.“  Das „finstere Tal“ steht damals wie heute sinnbildlich für schwere, dunkle Lebenssituationen. Die Furcht reduziert sich, denn eine Begleitung („du“), und Unterstützung („Stock“, „Stab“) geben Trost.

„Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.“ Feinde sind bei David und heute Personen, die anderen Menschen schaden oder deren Bedürfnisse nicht genügend beachten. Die von Feinden bedrohte Person findet Beistand, Unterstützung und Hilfe. Der Tisch setzt dem Wirken des Feindes Grenzen.

„Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, übervoll ist mein Becher.“ Davids Salbung war ein Zeichen für seine zukünftige berufliche Bestimmung. Heute könnte es für eine persönliche Bestimmung oder die hoffnungsvolle Vorstellung zu einer attraktiven Zukunft stehen.

„Güte und Huld werden mit folgen mein Leben lang, und heimkehren werde ich ins Haus des HERRN für lange Zeiten.“ Der Abschluss würde heute vielleicht passend mit dem Begriff des „Grundvertrauens in das Gute im Leben “ bezeichnet werden. „Lange Zeiten“ könnte so gedeutet werden, dass sein Vertrauen auch über den Tod hinaus reicht.

M4: Version B: Worte des Psalms und mögliche Bezüge zum heutigen Leben.

„Grüne Auen“ und „frisches Wasser“ stehen im Psalm sinnbildlich für eine lebensfreundliche Umgebung und gute Versorgung. Heute könnte es ein Bild für materiellen Wohlstand sein.

Die „Lebenskraft“ wird in Luthers Übersetzung mit „Erquickung der Seele“ bezeichnet. Die Seele könnte als der Ausgangspunkt und Quelle der Lebenskraft verstanden werden. Wenn sie gestärkt wird, dann kehrt Lebenskraft zurück. Es entstehen Gedanken, Gefühle und Haltungen , die Menschen psychisch aufbauen und ihnen guttun.  

Die Führung auf „Pfaden der Gerechtigkeit“ ist eine bildhafte Beschreibung für einen geordneten Lebensweg, der das persönliche Wohlbefinden und ein gutes, von Regeln geprägtes soziales Miteinander im Blick hat. Heute könnte der Satz für unser Suchen nach Orientierung für gelingendes Leben stehen.

Das „finstere Tal“ steht damals wie heute sinnbildlich für schwere, dunkle, unglückliche Lebenssituationen. Die Furcht reduziert sich, denn eine Begleitung („du“), und Unterstützung („Stock“, „Stab“ ) geben Trost.

„Feinde“ sind zu Davids Zeiten und auch heute Personen, die anderen Menschen schaden oder deren Bedürfnisse nicht genügend beachten. Die von Feinden bedrohte Person findet Beistand, Unterstützung und Hilfe. Der „Tisch“ setzt dem Wirken des Feindes Grenzen.

Davids Salbung war ein Zeichen für seine zukünftige berufliche Bestimmung. Heute könnte es für eine persönliche Bestimmung stehen. Der „übervolle Becher“ steht für das besondere Vertrauen, die Hoffnung und eine Haltung des Optimismus auf eine attraktive Zukunft.

Das Vertrauen darin, dass „Güte und Huld“, mir „ein Leben lang folgen“ könnten wir heute als Ausdruck eines „Grundvertrauens ins Leben “ deuten. Die „lange Zeit“ bestärkt dies und deutet vielleicht sogar auf eine vertrauensvolle Gemeinschaft hin, die über den Tod hinausweist.

M5: Beispiele für Bildimpulse zu Worten aus dem Psalm:

„Grüne Auen“ und „frisches Wasser“

Schöne Natur und attraktive Orte aus der Umgebung, ein Zimmer in einem schönen Zuhause, ein ansprechendes Essen, frisches Trinkwasser, ein schickes Smartphone, genügend Datenvolumen, …

„Lebenskraft“

Ein glücklich schauender Mensch, Freundschaft, Familie, Menschen in guter Gemeinschaft.

„Pfade der Gerechtigkeit“ 

Sinnvolle Regeln, Rechtsstaat, ein Kompass für Orientierung, ein Navigationsgerät

„Auch wenn ich gehe im finsteren Tal“ 

Krisen (z.B. Mobbing, Hochwasser, Corona, Kriege), Krankheit, Tod, Verluste, Flüchtlinge, Einsamkeit, Armut,

„ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab, sie trösten mich.“

Personen und/oder Organisationen, die in oben genannten Situationen helfen oder untersten

 „Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde.“

Hier werden bewusst keine Bild oder Textimpulse gegeben, um kein Feindbild zu kreieren.

 „Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, übervoll ist mein Becher.“ 

Persönlich attraktive Ziele hinsichtlich des Berufes/der Ausbildung, der Familie, des Wohnorts, …

Rückblick auf die Salbung bei der Taufe als Ausdruck der Zugehörigkeit zu Gott.

 „Güte und Huld werden mit folgen mein Leben lang,…“ 

Bilder / Texte zufrieden wirkender Menschen,

und heimkehren werde ich ins Haus des HERRN für lange Zeiten.“ 

Bild eines Grabspruchs, der auf das ewige Leben bei Gott hinweist.  

Aus lizenzrechtlichen Gründen verzichtet diese Veröffentlichung auf konkrete Bildmaterialien.

M6: Matrix: Felder des Vertrauens

Die Grafik zeigt drei Kreise, die sich in der Mitte überschneiden. Jeder Kreis ist mit einem Textfeld verbunden. Der obere Kreis steht für Selbstvertrauen mit der Beschreibung Vertrauen in eigene Kompetenzen, Fähigkeiten und Talente. Der linke Kreis repräsentiert Vertrauen in Andere mit der Erklärung Vertrauen in andere Menschen oder Umstände. Der rechte Kreis symbolisiert Gottvertrauen mit der Beschreibung Vertrauen in einen fürsorgenden Gott. Alle drei Kreise überschneiden sich in der Mitte.

M7: Mein Bild von Schutz und Vertrauen

Erfahrungen von Schutz und Bewahrung sind Teile unseres menschlichen Lebens. Solche Erfahrungen erleben Menschen immer wieder. Sie liegen auch Psalm 23 zugrunde. Vielleicht hast Du auch schon einmal erfahren, beschützt, behütet oder vor etwas Beängstigendem oder Gefährlichem bewahrt worden zu sein.

Im Psalm wird der Beschützer mit dem Bild eines guten Hirten beschreiben. Das ist eine von vielen Möglichkeiten, auszudrücken, wie Schutz erlebt wird.

Mit Deinen Händen kannst Du Dein Bild für die Erfahrung von Schutz und Vertrauen gestalten.

Gestalte mit Knete Deinen persönlichen „guten Hirten“.

Es muss nicht wie ein Hirte aussehen. Er soll jemand oder etwas darstellen, der oder das Dir in den Sinn kommt, wenn Du diese Impulse liest.

Weiterarbeit:

  • Beschreibe Erfahrungen von Schutz und Bewahrung in deinem Leben.
  • Wer schützt mich? Wem schenke ich Vertrauen?
  • Erinnere und beschreibe Gefühle, die Du hattest.
  • Benenne Erlebnisse, die Dich im Innersten („meine Seele“) freuen.

Nutze bitte eine Pappe als Unterlage.

M8: Vertrauen erfahren

Manchen Menschen vertraue ich, anderen weniger oder gar nicht. Meist hat das mit den Erfahrungen zu tun, die wir mit einzelnen Menschen machen.

Bei dieser Übung erprobst du mit einer Person deiner Wahl zwei Rollen:

Rolle 1: Du bist „Hirte“ / „Hirtin“, die ein „Schaf“ führt

Wechsel

Rolle 2: Du bist ein „Schaf“, das geführt wird.

Vor dem Klassenzimmer steht eine Art Parcours. Eine/r von euch beginnt damit, die Augen zu schließen. Der/die andere führt ohne Worte. Vereinbart Druckzeichen über die Hände oder an den Schultern, mit Hilfe derer der/die andere weiß, ob er/sie stehen bleiben, links oder rechts gehen soll. Wichtig ist, dass ihr nur im Notfall eure Stimme nutzt. Nach einer Zeit (wenigen Minuten) wechselt ihr.

Reflektiert danach im Klassenzimmer in Einzelarbeit.

M9: Reflexion zur Vertrauensübung

Du konntest bei der Übung spüren, wie es sich anfühlt zu vertrauen (in der Rolle des „Schafs“ zu sein). Ebenso hattest du die Aufgabe des fürsorglichen Hirten, der Vertrauen gibt und auf „sein Schaf“ Acht gibt.

  1. Beschreibe Deine Gefühle, während Du geführt wurdest.

    Platz für Lösung. Eine Zeile

  2. Beschreibe Deine Gefühle, während Du geführt hast.

    Platz für Lösung. Eine Zeile

  3. Erläutere den Zusammenhang zwischen Vertrauen und sich „Wohlfühlen“.

    Platz für Lösung. Eine Zeile

  4. Begründe, was gegenüber anderen Menschen zu Misstrauen führen kann.

    Platz für Lösung. Eine Zeile

    Platz für Lösung. Eine Zeile

  5. Gibt es Menschen in Deinem Leben, denen Du Dich „blind“ anvertrauen kannst?

    Platz für Lösung. Eine Zeile

  6. Nenne Gründe, Gott zu vertrauen oder an ihm zu zweifeln. (Wenn Du möchtest, darfst Du hier auch Deine eigenen Erfahrungen aufschreiben).

    Platz für Lösung. Eine Zeile

    Platz für Lösung. Eine Zeile