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Item 1.4: Engagement der Schülerinnen und Schüler

Im Religionsunterricht sind Schülerinnen und Schüler besonders dann aktiv beteiligt, wenn Themen einen Bezug zu ihrem Leben haben. Engagierte Teilnahme zeigt sich besonders durch das Einbringen eigener Vorstellungen und Erfahrungen. Eine vertrauensvolle Atmosphäre ist entscheidend, um Schülerinnen und Schüler zu ermutigen, ihre Positionen zu vertreten und ernsthafte Fragen zu stellen.

Der Religionsunterricht bietet Themen, die auch unabhängig vom Lebensweltbezug motivierend wirken (z.B. Helden, Sekten ...). Die Beteiligung ist im Religionsunterricht oft auch dann besonders hoch , wenn Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Themen etwas mit ihrem Leben zu tun haben.

Dabei zeigt sich eine engagierte Beteiligung z.B. im Einbringen eigener religiöser und weltanschaulicher (ethischer), Vorstellungen und Fragen, in der Verknüpfung mit eigenen (Lebens-)erfahrungen und im Vertreten einer eigenen Position. Dies geschieht vor allem in der dialogisch-diskursiven Begegnung, aber auch in schriftlichen und anderen kreativen Formen der individuellen und gemeinschaftlichen Reflexion. Allerdings ist bei persönlich nahegehenden Themen die Beteiligung im Unterrichtsgeschehen nicht immer unmittelbar beobachtbar.

Für die Lehrkraft ist es wichtig, bei ernsthaften Fragen und Anliegen der Schülerinnen und Schüler gegebenenfalls vom vorbereiteten Unterrichtskonzept, abzuweichen, Augenblicke der fruchtbaren Auseinandersetzung zu erkennen und den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zum Theologisieren einzuräumen.

Voraussetzung für eine intensive Schülerbeteiligung ist eine gute Beziehungsarbeit und eine von gegenseitigem Vertrauen geprägte Unterrichtsatmosphäre, so dass die Schülerinnen und Schüler den Mut haben, sich zu öffnen und ihre eigene Position zu vertreten.