Item 1.3. Herausfordernde Aufgaben und Fragen
Nicht die gewählte Unterrichtsform oder die gewählte methodische Großform bestimmt die kognitive Aktivierung, sondern die konkrete Art der Auseinandersetzung mit den unterrichtlichen Anforderungen auf der Mikroebene (vgl. Lipowsky 2002). Aufgabenstellungen sollen die Schülerinnen und Schüler dazu anregen, sich intensiv mit den Inhalten auseinanderzusetzen, beispielsweise durch das Problemlösen, das Aufstellen von Hypothesen, das Analysieren oder Vergleichen im Physikunterricht.
Die Aufgaben sollen anspruchsvoll, aber lösbar sein, um die Jugendlichen zu motivieren und ihr kognitives Engagement zu fördern. Das bedeutet, das Lernen schwerer zu machen, um nachhaltiges Lernen und Verstehen zu erreichen – dies klingt zunächst paradox, gilt es doch gemeinhin als Aufgabe der Lehrperson, den Lernprozess von Schülerinnen und Schülern zu erleichtern (Lipowsky, F. & Hess, M. 2019). Die Aufgaben sollen ein hohes Potential zur kognitiven Aktivierung aufweisen. Zusätzlich besteht eine Herausforderung darin, die Schülerinnen und Schüler aktiv in den Lernprozess einzubinden, beispielsweise durch Versuchsplanung, beim Experimentieren oder dem Diskutieren über Ergebnisse. Jugendliche sollen angeregt werden, über ihre eigenen Lernprozesse nachzudenken und metakognitive Strategien zur Problemlösung zu entwickeln.
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