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Inhaltliche und didaktische Vorüberlegungen

Die vorliegende, drei Doppelstunden umfassende, knappe Reihe ist für den Ethikunterricht in einer zehnten Klasse konzipiert. Die Lernsettings beziehen sich auf die inhaltsbezogene Kompetenz 3.2.1.1 Liebe und Sexualität und fokussieren auf die Frage, auf welche Art von Wesen sich menschliche Liebe richten kann. Dieser Frage wird durch eine Beschäftigung mit dem Film „Her“ aus dem Jahre 2013 nachgegangen. Dabei geht es vor allem um die Analyse und Reflexion menschlicher Gefühle und Bedürfnisse vor dem Hintergrund einer sich immer mehr an diese anpassende künstliche Intelligenz. Ein solches Vorgehen erlaubt es, grundlegende Fragen zum Thema Liebe aufzuwerfen und mit den Lernenden zu diskutieren, ohne dass diese unverhältnismäßig viel von ihrem eigenen Gefühlsleben offenbaren müssen.

Von zentraler Bedeutung bei der Arbeit mit dem filmischen Werk des Regisseurs Spike Jonze ist dabei der Blick auf die Beziehung zwischen dem menschlichen Protagonisten Theodore (gespielt von Joaquin Phoenix) und seinem künstlich intelligenten Gegenüber, das jedoch über die gesamte Länge des Filmes körperlos bleibt. Kann ein Mensch zu einem solchen Wesen eine Beziehung aufbauen? Wie schaffen es Theodore und Samantha ihr Miteinander zu leben und ihre Liebe gedeihen zu lassen? Ist eine solche Art von Beziehung tatsächlich adäquat als Liebe zu bezeichnen? Darf es so weit kommen, dass Menschen eine Liebesbeziehung mit nichtmenschlichen Wesen aufbauen und pflegen?