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Materialien mit Bezug zu inhaltsbezogenen und prozessbezogenen Kompetenzen

1. Doppelstunde ((Wie) Können Maschinen denken? – Was ist Künstliche Intelligenz im Gegensatz zu natürlicher Intelligenz?):

„Entwickeln und darstellen“ sowie „Rekonstruieren und analysieren“ werden zuvorderst als prozessbezogene Kompetenzen in dieser Doppelstunde geschult, da der methodische Fokus auf einer kooperativen Analyse von Texten liegt. Anhand der Arbeit mit fachwissenschaftlichen Texten von den Autorinnen und Autoren Manuela Lenzen („Der elektronische Spiegel“, S. 90-95), Byung-Chul Han („Undinge“, S. 45-46) und Joseph Weizenbaum („Die Macht Computer und die Ohnmacht der Vernunft“, S. 274, 276, 282 und 299) findet ein Bezug zur inhaltsbezogenen Kompetenz 3.1.3 Kulturphilosophie und Kulturanthropologie statt. Dabei werden schwerpunktmäßig unter (2) genannte Aspekte abgedeckt (Anthropotechniken in ihrer Ambivalenz analysieren; Konzepte künstlicher Intelligenz prüfen; kulturelle Veränderungen durch digitale Technologien reflektieren). Es wird zudem eine alternative Gestaltung der Doppelstunde – für sehr leistungsstarke Lerngruppen – bereitgestellt (zusätzliche Texte von Cathy O’Neil („Angriff der Algorithmen“, S. 30-31 und 32-33) und James Bridle („New Dark Age“, S. 46 und 57) für eine kooperative 4er-Gruppenarbeit sowie ein alternativer Einstieg zur Frage nach der Ersetzung von menschlichen Richterinnen und Richtern durch KI-Systeme).

2. Doppelstunde (Kann KI Kunst? – Kunst als Spezifikum menschlicher Intelligenz?):

Angelehnt an den Sketch „Hurz“ des bekannten deutschen Komikers und Autors Hape Kerkeling wird vor allem die prozessbezogene Kompetenz „Beschreiben und hinterfragen“ in dieser Doppelstunde geschult. Um die im Fokus des Unterrichtssettings stehende Frage „Kann KI Kunst?“ diskutieren zu können, wird zunächst erarbeitet, was Kunst überhaupt ist, wie eine Definition derselben aussehen kann. Dabei dienen Kerkelings Performance und vor allem die Reaktionen seiner Zuschauer als Grundlage für die Beschäftigung mit wissenschaftlichen Thesen zur Bedeutung von Kunst für das menschliche Sein. Durch die Arbeit mit Texten von Catrin Misselhorn („Künstliche Intelligenz – das Ende der Kunst?“) wird das Erschaffen und Interpretieren von Kunst (oder etwas, das man als Kunst ansehen möchte) als vermeintliches Spezifikum menschlicher Intelligenz und Begabung beschrieben und anschließend vor dem Hintergrund einer kritischen Betrachtung von KI-Kunst hinterfragt. Dabei werden schwerpunktmäßig unter (3) genannte Aspekte abgedeckt (Künste als Ausdrucksformen des Menschen beschreiben).

3. Doppelstunde (Ai-Da als Künstlerin? – Von der technischen Reproduzierbarkeit des Kunst-werks zu dessen technischer Produzierbarkeit):

Die prozessbezogene Kompetenz „Prüfen und beurteilen“ wird in dieser Doppelstunde schwerpunktmäßig geschult, da in der Doppelstunde – vor dem Hintergrund des Verkaufs des Robotergemäldes „AI-God“ im Jahre 2024 für 1,2 Millionen Euro – zentrale Thesen aus Walter Benjamins Werk „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ erarbeitet und diskutiert werden. Der methodische Fokus liegt dabei auf der Durchführung eines Schreibgespräches, anhand dessen die Lernenden an eine kritische Beurteilung und begründete schriftliche Stellungnahme zu Benjamins Thesen herangeführt werden sollen. Das Schreibgespräch ist kooperativ angelegt und behandelt die Folgen einer vermeintlichen Kunstfertig- und Kunstfähigkeit von KI. Dabei werden schwerpunktmäßig unter (2) und (3) genannte Aspekte abgedeckt (Konzepte künstlicher Intelligenz prüfen; kulturelle Veränderungen durch digitale Technologien reflektieren; Künste als Ausdrucksformen des Menschen beschreiben).

4. Doppelstunde („KI ist ein Medium zum Kunstschaffen“ – Kunst als Schnittstelle zwischen natürlicher und künstlicher Intelligenz?):

Die prozessbezogene Kompetenz „Beschreiben und hinterfragen“ wird in dieser Doppelstunde vor allem in der Einstiegsphase geschult, da der methodische Fokus in selbiger auf der Arbeit mit einem (mithilfe von fAIrChat erstellten) Gedankenexperiment liegt. Zudem werden die prozessbezogenen Kompetenzen „Rekonstruieren und analysieren“ sowie „Prüfen und beurteilen“ in dieser Doppelstunde geschult, da im Unterrichtssettings Thesen und Behauptungen von verschiedenen Personen im Hinblick auf die Möglichkeiten einer Synthese von menschlicher und maschineller Schaffenskraft analysiert und beurteilt werden. Dabei steht ein Podcast-Beitrag der Philosophin Dorothea Winter im Zentrum der Betrachtung. Es sollen abschließend – wie im Bildungsplan unter (2) und (3) gefordert – Konzepte künstlicher Intelligenz im Kontext des Kunstschaffens geprüft, mögliche daraus folgende kulturelle Veränderungen reflektiert und letztlich Kunst als spezifisch menschliche Aus-drucksform diskutiert werden.