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1. DS: (Wie) Können Maschinen denken?

Einsteig

Die Landschaft menschlicher Fähigkeiten nach Hans Moravec

Zur Bearbeitung soll eine vereinfachte Vorlage verwendet oder selbst eine erstellt werden. Die Lernenden erhalten die Landschaft auf einem Plakat (mindestens DIN A3) und sollen in 3er-Gruppenarbeit selbst eine Landschaft menschlicher Fähigkeiten konzipieren (Aufgaben 1 und 2). Diese werden im Rahmen eines Gallery Walk gesichtet und analysiert. Dabei stellt jede Gruppe vor, warum bestimmte Fähigkeiten an welcher Stelle platziert wurden. Im Anschluss wird Moravecs Landschaft menschlicher Fähigkeiten gezeigt und es findet ein Vergleich der Entwürfe sowie eine Diskussion derselben statt. Diese Diskussion leitet über zur Frage „Was ist Intelligenz?“ und damit zur Erarbeitung I.

Aufgaben

  1. Platzieren Sie die Kästchen, indem Sie die aufgeführten menschlichen Fähigkeiten an die, Ihrer Ansicht nach, passende Stelle kleben:
    1. Schach
    2. Programmieren
    3. Auto fahren
    4. Kunst
    5. soziale Interaktion
    6. Börsenhandel
    7. Übersetzen
    8. Filme machen
    9. Arithmetik
    10. Spracherkennung
    11. lieben
  2. Begründen Sie Ihre Wahl: Je weiter oben in der Landschaft Sie eine Fähigkeit platzieren, für desto anspruchsvoller halten Sie sie.

Erarbeitung I:

Manuela Lenzen: „Denken wie ein Mensch“ (aus: Manuela Lenzen: „Der elektronische Spiegel. Menschliches Denken und künstliche Intelligenz“, 2023: S. 90-91):

Aufgaben:

  1. Formulieren Sie konkrete Beispiele für die vier zentralen Punkte, die Intelligenz, laut Coelho Mollo, ausmachen.
  2. Erklären Sie anhand von Beispielen, warum laut Lenzen künstlich intelligente Systeme zwar rational aber „bestenfalls eingeschränkt intelligent“ sind.
  3. Diskutieren Sie, ob es gut ist, dass Menschen sich nicht durch eine „perfekte Rationalität“ auszeichnen.

Erarbeitung II

Wie können Maschinen denken? (Partnerarbeit: Erklären Sie, wie Maschinen denken und diskutieren Sie, ob man von „künstlicher Intelligenz“ sprechen kann. Person 1 und Person 2 lesen jeweils den ihnen vorliegenden Text. Anschließend tauschen sich beide zur Frage „Wie denken Maschinen?“ aus. Die Synthese der Ergebnisse aus der jeweiligen Einzelarbeit sollen zu einer gemeinsamen Lösung zusammengetragen werden.)

Person 1: Joseph Weizenbaum: „Künstliche Intelligenz“ (aus: Joseph Weizenbaum: „Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft“, 1977: S. 276-277 und 282-283)

Person 2: Byung-Chul Han: „Künstliche Intelligenz“ (aus: Byung-Chul Han: „Undinge. Umbrüche der Lebenswelt“, 2021: S. 45-46 und 48)

Diskussionsimpulse für die Sicherungs- und anschließende Diskussionsphase:

  1. Warum sind die von den Autorinnen und Autoren skizzierten Entwicklungen problematisch?
  2. Inwiefern wird das Selbstverständnis des Menschen von der Existenz künstlich intelligenter Systeme in Frage gestellt?
  3. Welche Handlungen, Denkoperationen, Erfahrungswelten bleiben Menschen vorbehalten? (Hier ergibt sich die Möglichkeit der Überleitung zur Kunst.)