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Be­hand­lung von Tu­mo­ren

The­ra­pie­for­men bei Krebs

Krebszellen im Mikroskop

Ab­bil­dung 22: Krebs­zel­len unter dem Mi­kro­skop Quel­le: https://​com­mons.​wi­ki­me­dia.​org/​wiki/​File:​Can­cer_​cell­s_(1).jpg PD

Es gibt ver­schie­de­ne Be­hand­lungs­mög­lich­kei­ten bei Krebstu­mo­ren. Die be­kann­tes­ten Me­tho­den sind laut Deut­sche Krebs­ge­sell­schaft (5. Juni 2020):

  • Chir­ur­gi­sche Ent­fer­nung des Tu­mors
  • Strah­len­the­ra­pie
  • Che­mo­the­ra­pie
  • Stamm­zel­len­trans­plan­ta­ti­on und
  • Hy­per­ther­mie-Be­hand­lung

Tief­lie­gen­de Tu­mo­re kön­nen durch chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe nur mit sehr hohem Ri­si­ko ent­fernt wer­den. Dabei kön­nen be­trächt­li­che Schä­den an­ge­rich­tet wer­den, so dass man in die­sen Fäl­len häu­fig davon ab­sieht.

Bei der Che­mo­the­ra­pie tre­ten lei­der häu­fig hef­ti­ge Ne­ben­wir­kun­gen auf, wo­durch zum Teil schwe­re ge­sund­heit­li­che Pro­ble­me zu­sätz­lich auf­tre­ten kön­nen.

Die Hor­mon­the­ra­pie kann aber nur an­ge­wen­det wer­den, wenn das Wachs­tum der Krebs­zel­len von be­stimm­ten Hor­mo­nen ab­hän­gig ist.

Die Mo­le­ku­lar­bio­lo­gi­sche The­ra­pie ist eine noch re­la­tiv neue Me­tho­de, die mit An­ti­kör­pern ar­bei­tet und bis­lang haupt­säch­lich bei Brust­krebs An­wen­dung fin­det.

Die Strah­len­the­ra­pie ar­bei­tet mit elek­tro­ma­gne­ti­scher Strah­lung wie zum Bei­spiel Rönt­gen­strah­lung. Aber auch Teil­chen­strah­lung wird ver­wen­det, um Krebs­zel­len (siehe Abb. 22) ge­zielt zu zer­stö­ren. Dabei kom­men ge­la­de­ne Teil­chen wie Elek­tro­nen, Pro­to­nen oder auch po­si­tiv ge­la­de­ne Koh­len­stoff­ato­me zum Ein­satz.

Schädigung der DNA durch Teilchenstrahlen

Schä­di­gung der DNA durch Teil­chen­strah­len, öff­nen für gro­ßes Bild, Quel­le: Mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung durch Katia Par­o­di und Wal­ter Ass­mann: Ha­dro­nen gegen den Krebs, in: Phy­sik Jour­nal 18 (2019) Nr. 6, Seite 37

Schnel­le Teil­chen wie Pro­to­nen oder Koh­len­stof­fio­nen zer­stö­ren nach Ab­bil­dung 83 unter be­stimm­ten Um­stän­den die Struk­tur der DNA der be­strahl­ten Zel­len. Das Kür­zel LET steht für "Li­nea­rer En­er­gie-Trans­fer" bei der Wech­sel­wir­kung der Strah­len mit den Zel­len und be­schreibt den En­er­gie­ver­lust der Teil­chen pro Län­gen­ein­heit der be­strahl­ten Ma­te­rie.

Vor­be­rei­tung einer The­ra­pie

Vor einer chir­ur­gi­schen Ent­fer­nung eines in­nen­lie­gen­den Tu­mors muss des­sen Lage na­tür­lich genau be­kannt sein, um Schä­di­gun­gen von ge­sun­dem Ge­we­be mög­lichst zu ver­mei­den. Diese For­de­rung gilt ge­nau­so für die Me­tho­de der Strah­len­the­ra­pie.

Wie die ge­naue räum­li­che Lage von Tu­mo­ren er­mit­telt wer­den kann, fin­den Sie auf der Seite Po­si­ti­on des Tu­mors

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen

  • Die bei der Nut­zung von Teil­chen­strah­len zu­grun­de lie­gen­den phy­si­ka­li­schen Pro­zes­se sind auf der fol­gen­den Seite auf­ge­führt: Phy­sik der Strah­len­the­ra­pie

 

Wei­ter zu Po­si­ti­on des Tu­mors